KI in der Unternehmensführung: Strategische Führung mit KI
KURZ ZUSAMMENGEFASST
Künstliche Intelligenz übernimmt in der Unternehmensführung zunehmend die Rolle eines Assistenten für Datenanalyse und Standortbestimmung, während die Festlegung strategischer Ziele und die Entwicklung kreativer Lösungen weiterhin menschliche Kompetenzen erfordern. Durch die Automatisierung von Routineaufgaben und die Auswertung grosser Datensätze gewinnen Führungskräfte Freiräume für innovationsorientierte Tätigkeiten. Dies ermöglicht eine neue Arbeitsteilung, bei der KI-Systeme als Frühwarnsysteme und Entscheidungsgrundlagen dienen, um das Unternehmen im Wettbewerb zu stärken.
Die wichtigsten Punkte:
- KI unterstützt bei der Analyse von Daten und der Formulierung von strategischen Zielen, ersetzt aber nicht die menschliche Entscheidung.
- Der Fokus der Führung verschiebt sich von klassischer Steuerung hin zur Förderung von Innovationen und Kreativität.
- Moderne KI-Software bietet intuitive Oberflächen speziell für Führungskräfte und verbindet operative Daten zu einer einheitlichen Basis.
- Zeitliche Freiräume für Lernen und Empowerment der Mitarbeitenden sind entscheidend für den erfolgreichen KI-Einsatz.

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Wie unterstützt KI die strategische Führung und welche neuen Aufgaben entstehen für Führungskräfte?
Typischerweise werden Führungskräfte in der Praxis nicht alle geschilderten Aufgaben gleichermassen wahrnehmen, sondern Akzente setzen. Des Weiteren sind die Übergänge zwischen den einzelnen Führungsaufgaben fliessend. Hierbei spielt die Selbstführung insofern eine besondere Rolle, als sie nicht ausschliesslich als Aufgabe von Führungskräften verstanden werden kann, sondern im KI-Zeitalter für alle Beschäftigten von herausgehobener Bedeutung ist.
Strategische Führung
Im Rahmen der Strategischen Führung ist es die Aufgabe von Führungskräften, die strategische Ausrichtung einzelner Unternehmensabteilungen und schliesslich des gesamten Unternehmens selbst festzulegen und untereinander abzustimmen. Die Aufgabe umfasst dabei neben der Festlegung strategischer Ziele zunächst die Standortbestimmung auf der Unternehmensebene, der Geschäftsfeldebene, der Branchenebene und schliesslich der Makroebene. Ausformulierte Strategieziele müssen in die Unternehmenspraxis implementiert, umgesetzt sowie fortlaufend kontrolliert werden. Das strategische Management bezieht sich entsprechend auf die vier Phasen Planung, Analyse, Formulierung und Umsetzung.
Kernaufgaben der Strategischen Führung lassen sich durch KI-Systeme nicht ersetzen. Bei der Festlegung strategischer Ziele werden KI-basierte Systeme Führungskräfte nicht entlasten können. Gleichwohl können in der Analyse und Standortbestimmung KI-basierte Assistenzsysteme mit intelligenten Recherchen eine Informationsbasis als Entscheidungsgrundlage für die Führungskräfte bereitstellen. Für die Umsetzung von Unternehmenszielen ist es insbesondere notwendig, mit innovativen Produkten und Services die Stellung des Unternehmens im (Welt-)Markt kontinuierlich zu festigen. Dies gilt umso mehr vor dem Hintergrund der gegenwärtig erkennbaren Herausforderungen wie Klimawandel, Gesundheit, Mobilität oder des gerade hier erkennbaren Strukturwandels. Hier sind innovative Lösungen erforderlich, die wiederum zu neuen Geschäftsmodellen und Unternehmen führen. Gleichzeitig liegt genau hierin eine Chance: Da Innovationen als Ergebnisse echten menschlichen Erfindungsreichtums auf nicht standardisierbare Kompetenzen wie Kreativität angewiesen sind, werden auch hier KI-Systeme keine tragende Rolle einnehmen können. Insofern wird es umso wichtiger, KI-Systeme so einzusetzen, dass der Mensch von Routinearbeiten entlastet wird und sich auf die Entwicklung kreativer Problemlösungen konzentrieren kann.
Vision und Innovation
Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass für eine gesunde Arbeitsgestaltung positive Routinen auch einen wichtigen Stellenwert einnehmen, da die ständige Konfrontation mit geistig anspruchsvollen Aufgaben zu Überlastung führen kann. Erkennbar wird, gerade im strategischen Bereich ändern sich klassische Führungsaufgaben. Zukünftig liegt der Schwerpunkt mehr und mehr darin, Visionen zu entwickeln, Innovationen zu fördern und kreative Prozesse anzustossen. Infolge wandelt sich klassische Strategische Führung zunehmend zu einer stärker innovationsorientierten Führung. Dies heisst nicht, dass dadurch klassische Strategische Führung an Relevanz verliert. Vielmehr bedeutet dies, dass im Zuge der neuen Arbeitsteilung zwischen KI-System und Mensch klassische Strategische Führung durch innovationsorientierte Führung ergänzt werden sollte, um die Potenziale der veränderten Arbeitsteilung tatsächlich nutzen zu können.
Je mehr Aufgaben der klassischen Strategischen Führung dabei auf KI-Systeme übertragen werden können, desto mehr Raum bleibt für innovationsorientierte Führung. Während die Förderung von Innovationen aber in der Vergangenheit oft als die Aufgabe derer angesehen wurde, die verantwortlich für die Entwicklung von neuen Technologien und Innovationen (F&E-Führungsebene) sind, müssen künftig alle Führungskräfte ein Verständnis dafür haben, wie wichtig innovationsorientierte Führung ist und wie dadurch die besten Ideen der Beschäftigten freigesetzt werden können.
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Zeitlicher Freiräume für Lernen und Kreativität
Andernfalls besteht das Risiko, beim wirtschaftlichen Wettbewerb in den Rückstand zu geraten. Folglich ist es für Führungskräfte von enormer Bedeutung, die Mitarbeitenden für Innovation und KI zu gewinnen und zu motivieren. Konkret zeichnet sich dieser Anspruch beispielsweise durch innovationsorientierte Führungskonzepte, entsprechende organisatorische, hierarchiefreie Strukturen, Wertschätzung, Motivation und Empowerment, wie auch insbesondere durch die Gewährung zeitlicher Freiräume für Lernen und Kreativität aus. Unterstützen lässt sich dies durch den entsprechenden Einsatz der KI-Systeme. So können KI-Systeme gerade in der Kontrolle der festgelegten, strategischen Ziele ihre Stärken ausspielen. In der Analyse von Profilen der Kundinnen und Kunden, der Ermittlung und Prüfung von Kennzahlen für die Produktivität des Unternehmens oder den erreichten Marktanteilen können KI-Systeme Führungskräften durch die schnelle Auswertung relevanter Datensätze in Verbindung mit daraus abgeleiteten Mustern Entscheidungsgrundlagen für die Anpassung und Feinjustierung von operativen Massnahmen liefern. Der Einsatz von KI-Systemen gewinnt hier noch eine zusätzliche Dimension: Je bedeutsamer es wird, Ideen auf der Basis von KI-Systemen zu entwickeln, desto wichtiger wird es, diese in ihren Grundzügen zu verstehen und ihre Potenziale zu erkennen. Insofern liegt in der diesbezüglichen Befähigung der Beschäftigten eine weitere entscheidende Führungsaufgabe im Kontext einer strategisch-innovationsfördernden Führung oder eines entsprechenden Managements.
Checkliste
- Analyse der aktuellen Datenquellen und Identifikation von Schnittstellen zu CRM- und ERP-Systemen.
- Definition klarer strategischer Ziele, die durch KI-Assistenzsysteme unterstützt werden sollen.
- Auswahl einer KI-Plattform mit einer für Führungskräfte optimierten, intuitiven Benutzeroberfläche.
- Einrichtung eines Frühwarnsystems zur automatisierten Priorisierung von Risiken und Kennzahlen.
- Schulung des Managements im Verständnis von KI-Potenzialen und Explainable AI.
- Schaffung organisatorischer Freiräume für die Beschäftigten, um Kreativität und Innovation zu fördern.
- Implementierung von Empowerment-Massnahmen zur Gewinnung der Mitarbeitenden für KI-Themen.
- Regelmässige Überprüfung der KI-Ergebnisse und Feinjustierung der operativen Massnahmen.
KI in der Unternehmensführung
In den vergangenen Jahren lag der Fokus der Innovationen im Bereich der Unternehmenssoftware auf der weiteren Automatisierung von Sachbearbeitungsaufgaben. Dazu gehören Themen wie Process Mining oder auch Robotic Process Automation, kombiniert mit KI-Verfahren durch Ausnahmebehandlung. Anbieter wie das deutsche Software Start-up ValueWorks.ai hingegen bieten Software-as-a-Service-Lösungen an, die sich direkt an Führungskräfte als Nutzerinnen und Nutzer richten. Diese Lösungen bieten den Führungskräften eine speziell für sie ausgerichtete Benutzeroberfläche, die sich insbesondere durch intuitive Führung der Nutzerinnen und Nutzer und übersichtliche Visualisierung der Inhalte auszeichnet. Damit unterscheidet sich die Lösung von den heutigen Lösungen im Bereich Planung und Business Intelligence, die eher für Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter entwickelt wurden, um den Führungskräften zuzuarbeiten, aber nicht für die Managerinnen und Manager selbst. Die nächste Management-Generation, die mit dem Smartphone und weiteren modernen Kommunikationstechnologien als ,digital native‘ aufgewachsen ist, bevorzugt ein geeignetes System zur Unternehmenssteuerung. Darüber hinaus bietet die KI-basierte Software die Möglichkeit, grosse Datenmengen aus den operativen Systemen auszuwerten. Dazu wird die durch den Trend zur Cloud immer weiter wachsende Menge an operativen Systemen (z. B. Customer Relationship Management (CRM), Enterprise Resource Planning (ERP), Marketing, Projekt-Management, Produkt-Management) über Standard-Schnittstellen technisch angebunden und semantisch auf das übergreifende Schema von ValueWorks.ai abgebildet. Somit entsteht eine einheitliche Datenbasis aus strukturierten und auch unstrukturierten Informationen, die sich für verschiedenste KI-Anwendungsfälle nutzen lässt:
- Vorhersage von Kennzahlen (z.B. Umsätze, Wachstum, Kosten) inkl. Darstellung der jeweils relevanten Einflussfaktoren als erklärende Variable (als Beitrag zu Explainable AI).
- Strategisches, operatives bzw. finanzielles Frühwarnsystem mit automatischer Priorisierung der Risiken.
- Diagnose von Problemursachen sowie Empfehlung von Problemlösungen auf Basis von hinterlegten bzw. automatisch generierten Entscheidungsbäumen.
- Identifikation von kritischen Kundinnen und Kunden für die Kündigung und automatische Ableitung von Gegenmassnahmen.
- Ableitung von Cross- und Upselling-Möglichkeiten pro Kundin und Kunde bzw. je Segment.
- Automatische Generierung von Planungsvorschlägen, z.B. für den Personalaufbau.
- Etc.
Anbieter wie ValueWorks.ai schaffen damit einen intelligenten Software-Assistenten für das Management, der am Ende auch in menschenähnlicher Form mit der Führungskraft kommuniziert und somit den Weg in eine neue Generation von intelligenter Unternehmenssoftware aufzeigt. Dies verdeutlicht das Potenzial von KI in der Unternehmensführung und zeigt, wie künstliche Intelligenz die Entscheidungsfindung und Steuerung von Unternehmen auf ein neues Niveau heben kann.
FAQ: KI in der Unternehmensführung
Kann KI strategische Ziele für Unternehmen festlegen?
Nein, die Festlegung strategischer Ziele bleibt eine menschliche Kernaufgabe. KI kann jedoch durch intelligente Recherchen und Datenanalysen eine fundierte Informationsbasis für diese Entscheidungen bereitstellen.
Welche Vorteile bieten KI-Systeme speziell für Führungskräfte?
Moderne KI-Lösungen bieten eine intuitive Benutzeroberfläche, die grosse Datenmengen aus verschiedenen operativen Systemen zusammenführt. Sie liefern Vorhersagen, Frühwarnsysteme und Problemlösungsempfehlungen direkt an das Management.
Wie verändert KI die Rolle der Führungskraft?
Die Rolle wandelt sich von der reinen Kontrolle hin zur innovationsorientierten Führung. Führungskräfte müssen vermehrt Visionen entwickeln, kreative Prozesse anstossen und den Beschäftigten Freiräume für Lernen und Innovation gewähren.
Warum sind zeitliche Freiräume für Kreativität wichtig?
Da KI Routineaufgaben übernimmt, müssen Führungskräfte und Mitarbeitende Zeit haben, um sich auf nicht standardisierbare Kompetenzen wie Kreativität und Problemlösung zu konzentrieren, um im Wettbewerb bestehen zu können.