KI nutzen: Wie Schweizer Unternehmen profitieren können

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KI revolutioniert die Wissensarbeit
Die Künstliche Intelligenz hat die Phase des Experimentierens verlassen und transformiert die Wissensarbeit in einem Tempo, das selbst Fachleute überrascht. Während die Technologie weltweit bereits von einfachen Assistenten zu autonomen Agenten-Netzwerken gereift ist, stehen viele Schweizer Unternehmen noch vor der Herausforderung, KI nutzen zu können und dieses Potenzial in messbare Wertschöpfung zu übersetzen.
Künstliche Intelligenz verursacht eine beispiellose Veränderungsgeschwindigkeit – KI nutzen als Erfolgsfaktor
Vor weniger als vier Jahren veröffentlichte OpenAI mit GPT-3.5 die erste öffentliche Version von ChatGPT. Bereits fünf Tage nach dem Start erreichte ChatGPT eine Million Nutzer, nach zwei Monaten waren es rund 100 Millionen. Keine andere Technologie hat sich bisher schneller verbreitet. Mittlerweile zählt ChatGPT rund eine Milliarde Nutzer; alternative Plattformen wie Gemini (Google) und Copilot (Microsoft) nähern sich dieser Schallmauer ebenfalls.
Noch eindrücklicher als die rasante Verbreitung ist jedoch die Geschwindigkeit der Innovation. Während die erste Version von ChatGPT keinen Internetzugang hatte, ist es heute möglich, eigene KI-Agenten einzusetzen, die selbstständig Aufgaben im digitalen Raum übernehmen. Im Jahr 2025 veröffentlichte OpenAI nach eigenen Angaben im Schnitt alle drei Tage neue Funktionen. Mit diesem Tempo Schritt zu halten, ist selbst für Expert:innen schwierig. Und noch schwieriger für Unternehmen, welche diesen Schwall an Innovation wertbringend einsetzen wollen.
Von der Super-Suchmaschine zur autonomen Wissensarbeit
Dieser eindrücklichen Innovationskraft steht die Wahrnehmung vieler Entscheidungstragender in Schweizer Unternehmen gegenüber: Obwohl die Fähigkeiten generativer KI beeindruckend sind, ist eine klar messbare Verbesserung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit nur sehr selten zu beobachten, wenn Unternehmen KI nutzen.
Ein Blick nach Amerika oder China lässt jedoch erahnen, welches transformative Potenzial generative KI entfalten kann. In diesen besonders innovationsgetriebenen Regionen entwickelte sich die Technologie innerhalb kurzer Zeit von einer besseren Suchmaschine (2022–2023) über einzelne KI-Assistenten (2024) hin zu agentischen Netzwerken (2025).
Konkret bedeutet dies, dass innovative Unternehmen bereits vor über zwei Jahren damit begonnen haben, KI-Assistenten zu entwickeln, die einzelne Wissensaufgaben von Menschen übernehmen. Im Fokus standen dabei Tätigkeiten, die eine schnelle und weitgehend standardisierte Verarbeitung von Wissen erfordern: die Beantwortung (unternehmensspezifischer) Wissensabfragen (etwa im Kundenservice, bei Compliance-Themen oder bei Rechercheaufgaben), die Unterstützung bei der Generierung von Wissen (z. B. Computer-Code, Lead-Outreach, Texte oder Konzepte) sowie die Erstellung von Inhalten für Marketing und soziale Medien (Videos, Bilder, Musik).
Auf diese Weise entstanden schrittweise immer mehr spezialisierte KI-Assistenten für klar abgegrenzte Aufgaben. Seit etwas über einem Jahr beginnen diese Unternehmen nun, diese Agenten systematisch zu vernetzen und weiterzuentwickeln, um Wissensarbeit zunehmend ganzheitlich zu automatisieren.
Fünf Massnahmen für Schweizer Unternehmen, um wettbewerbsfähig zu bleiben
Trotz – oder gerade wegen – der hohen Veränderungsgeschwindigkeit wäre es falsch, den Kopf in den Sand zu stecken und darauf zu hoffen, dass sich der KI-Trend als kurzlebiger Hype erweist. Die Vielzahl bereits existierender Anwendungsfälle zeigt, dass selbst der heutige Stand der KI ein erhebliches, bislang nur teilweise realisiertes Geschäftspotenzial besitzt – und die technologische Entwicklung schreitet weiterhin rasant voran.
Gleichzeitig wandelt sich das Anwendungspotenzial von KI so schnell, dass sich Unternehmen in einem bisher unbekannten Tempo kontinuierlich neu ausrichten müssen. Für Schweizer Unternehmen sind daher die folgenden fünf Massnahmen zentral, um im KI-Zeitalter nicht nur wettbewerbsfähig zu bleiben, sondern ihre Leistungsfähigkeit gezielt zu steigern.
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