Business-Knigge: Die wichtiges Regeln für Geschäftsreisen in die USA

Wer eine Geschäftsreise in die USA macht, hat im Voraus einige Dinge zu beachten und zu planen. Zum einen muss natürlich die Frage nach der Sozialversicherung geklärt werden und zum anderen ist es wichtig, sich im Voraus Gedanken um den Business-Knigge zu machen. Denn jedes Land hat eine jeweils andere Knigge, an die man sich halten sollte.

08.05.2026
Business-Knigge

Diese Vorbereitungen sind für die Geschäftsreise in die USA wichtig 

Bevor nun genauer auf den durchaus wichtigen Business-Knigge eingegangen wird, ist es auch wichtig zu wissen, welche weiteren Vorbereitungen getroffen werden sollten, um die Geschäftsreise problemlos und sorgenfrei antreten zu können. 

So ist es unter anderem wichtig, die richtigen Dokumente mitzunehmen, zu denen unter anderem: 

  • der ESTA-Antrag
  • der gültige Reisepass
  • das Einladungsschreiben des Geschäftspartners in den USA gehören. 
     

Zudem ist es auch sinnvoll, immer darauf zu achten, dass man über Kreditkarten verfügt, da in den USA in den meisten Fällen mit der Kreditkarte bezahlt wird. Auch eine Auslandskrankenversicherung sollte im Voraus abgeschlossen werden, um so für alle Fälle abgesichert zu sein. 

Um auch während der Geschäftsreise mit dem eigenen Unternehmen (und natürlich auch mit der Familie) in Kontakt bleiben zu können, ist es ratsam, sich einen Steckdosenadapter zu besorgen, damit die technischen Geräte ohne Probleme aufgeladen und anschliessend genutzt werden können. 

Wenn all diese Voraussetzungen erfüllt sind, kann man sich anschliessen dem Business-Knigge widmen, der bei Geschäfts-Meetings in den USA eine durchaus wichtige und tragende Rolle spielt. 

Die Englischkenntnisse als Grundvoraussetzung

Natürlich versteht es sich von selbst, dass für eine Geschäftsreise in die USA auch eine gewisse Grundlage an Englisch-Kenntnissen vorhanden sein muss. Für diese Zwecke ist es immer sinnvoll, sich im Voraus noch einmal genauer in das Business-Englisch einzuarbeiten, um so bei den anstehenden Meetings keine Probleme zu haben.

Bezüglich der Sprache ist es im Rahmen der Business-Knigge zudem wichtig, einige Aspekte im Hinterkopf zu behalten. Denn die Art, wie Geschäftsleute in den USA die Sprache verwenden, unterscheidet sich durchaus von der Art, wie die deutsche Sprache in Business-Meetings in Deutschland verwendet wird. 

Persönliche Fragen sind nicht immer persönlich gemeint 

Ein sehr wichtiger Aspekt, der bezüglich der Sprache und Floskeln in den USA im Hinterkopf behalten werden muss, ist, dass Fragen, die augenscheinlich recht persönlich sind, in Wahrheit gar nicht persönlich gemeint sind.

So nehmen Amerikaner sehr gerne und oft die Frage „How are you?“ in den Mund. Allerdings heißt das nicht, dass sie wirklich wissen wollen, wie es ihrem Gesprächspartner im Detail geht, ob er Heimweh hat, ob er gut geschlafen hat oder vielleicht eine etwas betrübte Stimmung hat. Aus diesem Grund lautet die Antwort auf diese Frage immer und auf jeden Fall „Fine, thanks“.

Geschäftspartner oder Freude? 

Amerikaner nehmen sehr gerne den Begriff „friend” in den Mund, wenn sie von ihren Geschäftspartnern sprechen. Allerdings bedeutet das nicht, dass man wirklich befreundet ist. Vielmehr ist das eine Eigenheit der Amerikaner, die Geschäftspartner gerne und oft nicht nur als Freund bezeichnen, sondern diese auch: 

  • nach Hause einladen.
  • mit Vornamen ansprechen.
  • anderen als „mein Freund XYZ” vorstellen.
     

Es ist also wichtig, sich vor Augen zu führen, dass man als „friend” nicht automatisch eine freundschaftliche Beziehung zu seinem Geschäftspartner hat und, dass eine Einladung nach Hause oft nicht wirklich wörtlich zu nehmen ist, da diese in vielen Fällen einfach nur ausgesprochen wird, um das Gespräch höflich zu beenden. 

Diese Aspekte spielen für den Business-Knigge in Amerika eine fundamentale Rolle 

Da nun die Rolle der Sprache in Business-Meetings in den USA geklärt ist, ist es wichtig zu wissen, wie die Business-Knigge nun genau aussieht und wie man sich dementsprechend bei Geschäftstreffen mit Geschäftspartnern am besten verhält. 

Die Pünktlichkeit 

Wie in der Schweiz ist es auch in Amerika sehr wichtig, pünktlich zu sein. Aus diesem Grund bietet es sich immer an, besonders früh loszugehen, um nicht zu spät zum Meeting zu kommen. Denn in Amerika starten die Meetings in der Regel auf die Minute genau. Wer zu spät kommt, wird oft als unprofessionell wahrgenommen. Das ist kein guter Eindruck für ein Geschäftsmeeting. 

Sollte das Meeting nicht in dem Hotel stattfinden, in dem man für seinen Aufenthalt unterkommt, ist es sinnvoll, im Voraus genau zu wissen, wo man hin muss und wie lange man ungefähr für die Anreise braucht. Wenn man den Weg nicht laufen kann, kann man sich ganz einfach ein Taxi oder einen anderen Fahrdienst rufen oder bereits im Voraus über das Internet bestellen. Für diese Zwecke ist es wichtig, von einer wirklich sicheren und funktionierenden Internet-Verbindung profitieren zu können. Aus diesem Grund bietet es sich an, sich vor der Geschäftsreise eine eSIM für die USA zu besorgen. 

Die Sache mit dem Lob und der Kritik 

Während es in der Schweiz in der Regel Gang und Gebe ist, konstruktive Kritik zu äussern und diese direkt zu kommunizieren, wird Kritik in den USA eher in Watte gepackt und indirekt geäußert. 

Wer Kritik äussern möchte, sollte aus diesem Grund immer besonders darauf achten, dass dies zunächst einmal nicht in der Gruppe, sondern persönlich von Angesicht zu Angesicht geschieht. Zudem ist es wichtig, erst einmal auf die positiven Aspekte einzugehen und anschliessend die Kritik in Watte verpackt zu äussern. 

Die Kontakte 

Wenngleich das Networking in der Schweiz durchaus wichtig ist und inzwischen fest in das Geschäftsleben eingezogen ist, genießt dieses in den USA einen noch größeren Stellenwert. Aus diesem Grund ist es wichtig, Kontakt zu knüpfen, weshalb es empfehlenswert ist, nicht nur einen Teil des Arbeitsalltags, sondern auch einen gewissen Anteil der Freizeit in die Kontakte zu investieren. 

Für diese Zwecke gibt es in den USA regelrechte Rituale, zu denen unter anderem: 

  • Cocktail-Partys
  • Geschäftsessen
  • Treffen von Berufsvereinigungen
  • Vorträge
  • etc. 
     

gehören. Sofern es die Zeit Planung während der Geschäftsreise zulässt, ist es also durchaus empfehlenswert, diese Angebote wahrzunehmen, um neue Kontakte zu knüpfen oder bereits bestehende Kontakte zu vertiefen.

Das Power-Breakfast 

Ein ganz besonderes Ritual, das sich vor allem in den USA bezüglich des Networkings etabliert hat, ist das sogenannte Power-Breakfast. Dieses ersetzt in vielen Fällen das klassische Geschäftsessen, das in vielen Fällen entweder um die Mittags- oder Abendzeit stattfindet. 

Oft findet dieses bereits recht früh statt und wird genutzt, um über geschäftliche Dinge zu sprechen und/oder zu verhandeln. Bei Geschäftsessen wie dem Power-Breakfast ist es wichtig, immer abzuwägen, inwiefern Small-Talk angebracht ist. Denn, wenngleich in den USA durchaus einBusiness-Knigge gilt, ist jeder anders. Während einige Geschäftsleute gerne ein wenig Small-Talk betreiben, kommen andere lieber sofort zur Sache. Es ist also wichtig, die eigene Menschenkenntnis zu nutzen und für sich herauszufinden, was angebracht ist und was nicht. 

Was auf keinen Fall fehlen darf, ist die sogenannte „Follow-Up”-Email, in der man sich für das Treffen bedankt.

 

Fazit:

Wer sich diesen Business-Knigge für die Geschäftsreise in die USA zu Herzen nimmt, wird sich gut in den Meetings bewegen und mit den Geschäftspartnern kommunizieren können. Sicherlich ist das Einhalten des Knigge keine Garantie dafür, dass die Reise auch erfolgreich wird. Doch, den Knigge nicht einzuhalten, erhöht in vielen Fällen die Wahrscheinlichkeit, dass die Geschäftsreise keinen Erfolg mit sich bringt. 

 

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