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Active Sourcing: Wie die Jobansprache auf LinkedIn gelingt

Active Sourcing ermöglicht es Unternehmen, direkt auf potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten zuzugehen. Die Frage ist: Wie kann die Jobansprache auf LinkedIn konkret erfolgen? Dieser Beitrag zeigt häufige Stolpersteine auf und inspiriert mit Mustertexten.

28.05.2024 Von: Andrea Kern
Active Sourcing

In der modernen Talentakquise spielt Active Sourcing eine wichtige Schlüsselrolle. Denn gerade bei spezialisierten oder schwer zu besetzenden Positionen sind traditionelle Rekrutierungsmethoden wie das Stelleninserat oft nicht mehr effektiv. Mittels Active Sourcing können hingegen geeignete Personen direkt angesprochen werden. Und zwar auch solche, die nicht aktiv auf Stellensuche sind.

LinkedIn spielt als grösstes professionelles Netzwerk eine zentrale Rolle und hält eine Vielzahl von Tools für Active Sourcing bereit. Die effektivste Methode ist dabei nach wie vor die personalisierte Jobansprache – also eine persönliche Nachricht an die potenzielle Kandidatin, den potenziellen Kandidaten.

Aber Vorsicht: Bei dieser personalisierten Jobansprache lauern einige Stolpersteine.

Sechs häufige Stolpersteine bei Jobansprachen auf LinkedIn

1. Zu direkte Jobansprache

Eine zu direkte Jobansprache wirkt oft fordernd und verkaufsorientiert. Sie schreckt daher potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten eher ab, statt sie zu einem Dialog einzuladen. Dies verdeutlicht auch dieses Negativbeispiel:

Bitte nicht: 

Sehr geehrter Herr Widrig 

Ich habe Ihr LinkedIn-Profil gesehen und denke, dass Sie perfekt für unsere offene Stelle als Softwareentwickler sind. Wir suchen jemanden mit Ihren Fähigkeiten für unser IT-Team. Bitte lassen Sie mich wissen, ob Sie interessiert sind und Ihren Lebenslauf senden könnten. 

Vielen Dank und freundliche Grüsse 
(Signatur)

Neben der zu direkten Art ist diese Jobansprache auch viel zu allgemein formuliert. Sie könnte an jede Person aus dem IT-Umfeld gerichtet werden und wirkt standardisiert. Zudem ist sie aus der Sichtweise des Unternehmens formuliert und geht zu wenig auf die Situation der potenziellen Kandidatinnen und Kandidaten ein.

2. Zu lange Jobansprachen

Bei InMails können wir bis zu 200 Zeichen im Betreff sowie bis zu 1900 Zeichen im Hauptteil schreiben. Allerdings reagieren potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten eher auf kürzere Nachrichten. Es lohnt sich deshalb, die Nachricht prägnant zu halten und zu einem Austausch anzuregen. 

3. Zu häufiges Nachfassen 

Die Häufigkeit und das Timing der Ansprache sind ebenfalls entscheidend. Es ist davon abzuraten, potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten mit Nachrichten zu überfluten und zu oft nachzufassen. Denn dies kann als negativ aufgenommen werden.

Beim Nachfassen gibt es zudem keine Einheitsregel. Allerdings hat sich ein ein- bis zweimaliges Nachfassen bewährt: 

Erste Nachricht: Die erste Nachricht sollte gut durchdacht und personalisiert sein sowie das Interesse wecken. 

Warten auf Antwort: Die potenziellen Kandidatinnen und Kandidaten brauchen Zeit, um zu antworten. Eine Woche ist dafür ein guter Zeitraum. 

Erstes Nachfassen: Kommt innerhalb von einer Woche keine Antwort, können wir nachfassen. Dabei ist es wichtig, keinen Druck zu erzeugen, sondern sympathisch nachzufragen. 

Zweites Nachfassen: Erfolgt weiterhin keine Antwort, kann allenfalls ein letztes Nachfassen nach weiteren ein bis zwei Wochen sinnvoll sein. Hier können wir erwähnen, dass dies die letzte Nachricht ist und wir nicht weiter stören werden. 

Erhalten wir auch nach dem zweiten Nachfassen keine Antwort, sollten wir dies respektieren. Ein weiteres Insistieren macht sicher keinen Sinn und wirkt zu aufdringlich.

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