19.09.2017

Lampenfieber: 5 Tricks für das Überwinden von Lampenfieber

Herzklopfen, weiche Knie, ein Kloss im Hals – kurzum Lampenfieber und völlig normal. Und falls es dennoch ein wenig stören sollte, bieten 5 Tricks Abhilfe.

Von: Brigitte Miller   Drucken Teilen   Kommentieren  

Brigitte Miller

Brigitte Miller ist freie Autorin und Journalistin. Seit 1990 schreibt sie für namhafte Verlage und Online-Portale im In- und Ausland zu den Themenbereichen Management, Mitarbeiterführung, Zeitmanagement, Kreativität und Selbstmanagement. In ihre Beiträge lässt sie nicht nur die vielen Tipps und Erfahrungen fliessen, die sie durch Gespräche und Interviews erhält, sondern auch persönliche Erkenntnisse, die ihr der Berufsalltag beschert.

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Lampenfieber? Kein Grund zur Panik!

Übelkeit. Schweissausbruch. Feuchte Hände. Herzrasen. Leere im Kopf. Angst. Schamgefühl. Aufregung. Innere Unruhe. Lampenfieber hat viele Gesichter. Lampenfieber erlebt jeder – nicht nur Schauspieler und Sänger. Vor dem eigenen Auftritt, ob Rede, Präsentation oder Moderation, packt das Lampenfieber einen am Kragen.

Denn plötzlich, ja plötzlich stehen Sie im Rampenlicht. Alle Blicke ruhen auf Ihnen. Alle warten auf Sie – und Ihre Worte, Ihre Ausführungen, Ihre Ideen. Sie sind exponiert. Jetzt können Sie sich nicht mehr verstecken. Völlig normal, dass Sie dann aufgeregt sind. Oder Ihr Herz erst einmal schneller schlägt. Das Lampenfieber mit all seinen Symptomen gehört in diesem Moment dazu. Und obwohl es normal ist, unterstützt Sie der eine oder andere der folgenden Tricks, beim Aufkeimen Ihres Lampenfiebers nicht in Panik zu geraten.

Entspannter Umgang mit Lampenfieber: 5 Tricks

Lampenfieber ist nicht gleich Lampenfieber. Abhängig von Ihrem Auftritt mag es mal stärker oder schwächer ausfallen. Wählen Sie dann den Trick, der Ihnen die beste Unterstützung bietet.

Trick 1: Worst-Case-Szenario

Ihr Kopf-Kino produziert permanent Bilder. Auch über Ihre bevorstehende Rede oder Präsentation. Sie sehen sich mental bereits vor dem Team oder dem Kunden stehen, spüren die erwartungsvollen Blicke auf sich gerichtet – und erstarren. Ihr Kopf-Kino hat eine Horrorvorstellung erstellt. Kein Wunder, dass Sie dann bereits Stunden vor Ihrem Auftritt Herzklopfen bekommen und sich flau im Magen fühlen. Denn Ihr Kopf-Kino mit all seinen kleinen Filmen aktivieren in Ihnen Gefühle. Und diese Gefühle stärken oder schwächen Ihr Lampenfieber.

Deshalb drehen Sie ab heute einmal ganz bewusst einen Worst-Case-Szenario-Film über Ihren Auftritt. Bauen Sie die schrecklichsten Episoden ein, die Ihnen einfallen: das Durcheinanderbringen von Fakten, Stottern, Aussetzer, keine Antworten auf Fragen finden, Ausfall der Technik. Malen Sie sich die Szenen so realistisch wie möglich aus. Stoppen Sie dann anschliessend jede einzelne Szene Ihres Horror-Films und fragen Sie sich:

  • Wie wahrscheinlich ist es, dass diese Szene passieren kann?
  • Wie können Sie, falls diese Situation auftreten würde, gegensteuern?
  • Was können Sie im Vorfeld Ihres Auftritts tun, damit das Gegenteil eintritt?

Wichtiger Hinweis: Drehen Sie danach einen Film, indem Sie all Ihre Antworten einbauen: Vom Gegensteuern und retten der Horror-Szene bis hin zur guten Vorbereitung. Stimmen Sie sich so positiv auf Ihren Auftritt ein.

Trick 2: Eine Schwelle übertreten

Viele Schauspieler nutzen diesen Trick. Beim Gang auf die Bühne wird eine unsichtbare Schwelle überschritten. Eine Schwelle, die die «normale» Welt von der Bühnenwelt trennt. Eine Schwelle, in der das private Ich von der Rolle getrennt, aber auch geschützt wird. Lampenfieber, das ja oft mit der Angst, sich zu blamieren, verbunden ist, wird so reduziert.

Übertreten Sie deshalb auch eine unsichtbare Schwelle. Stellen Sie sich einen Strich auf dem Boden vor, der der Raum aufteilt – in Ihre Bühne und den Rest des Raumes. Sobald Sie diesen Strich übertreten, schlüpfen Sie in die Rolle des Redners. Kompetent, selbstsicher, authentisch und gut vorbereitet. Und diese «Rolle» allein muss mit potenziellen negativen Reaktionen wie Ablehnung, Kritik oder Desinteresse umgehen. Ihr privates Ich ist geschützt.

Trick 3: Eigene Erwartungen senken

Ihre Rede ist geschrieben. Ihre Präsentation erstellt. Sie sind gut vorbereitet. Sie haben aber während der Phase der Vorbereitungen, Erwartungen an sich und Ihren Auftritt aufgebaut. Sie wollen mit der Anekdote als Einstieg Ihrer Rede Lacher erzeugen. Sie wollen mit Ihrer Argumentationskette die Zuhörer packen. Sie wollen mit Ihrem Appell am Ende Ihrer Präsentation, die Zuschauer zum Handeln auffordern.

Jede dieser Erwartungen stellt im Grunde ein Ziel dar, das Sie erreichen wollen. Gut. Nur Vorsicht: Bestimmen Sie unbedingt die Kriterien, an denen Sie erkennen, wann Sie das Ziel erreicht haben. Sollen alle Zuhörer über Ihre Anekdote lachen oder genügt die Hälfte? Indem Sie so Ihre Ziele realistisch definieren, senken Sie Ihre Erwartungen. Und dadurch verringert sich auch Ihr Lampenfieber – denn Sie stehen ja nicht mehr unter Druck.

Trick: 4: Das Lampenfieber nutzen

Hadern Sie nicht mit dem Auftreten Ihres Lampenfiebers. Kämpfen Sie nicht dagegen an. Umarmen Sie es stattdessen wie einen guten Freund, der Ihnen bei Ihrem Auftritt zur Seite steht. Denn die innere Erregung Ihres Lampenfiebers mobilisiert ja alle Ihre Sinne, was Sie für Ihren Vortrag gut nutzen können, um

  • Ihre Stimme besser zu modulieren.
  • mit Ihrer Körpersprache zu punkten.
  • einen Draht zu den Zuhörern herzustellen.
  • «wach» zu sein.
  • gut reagieren zu können.
  • menschlich rüberzukommen.

Trick 5: Mit Freude im Mittelpunkt stehen

Sie stehen im Fokus der Aufmerksamkeit. Geniessen Sie diesen Fakt – bereits im Vorfeld. Freuen Sie sich, Ihren Zuhörern Informatives auseinanderzulegen. Freuen Sie sich darüber, in Ruhe alles mitteilen zu können, was Ihnen zu diesem Thema wichtig ist. Freuen Sie sich, endlich das Ergebnis Ihrer Arbeit darlegen zu können. Freuen Sie sich auf Fragen und einen regen Austausch, den Sie lenken können. Denn, mal Hand aufs Herz, wie oft haben Sie in Ihrem Berufsalltag Gelegenheit Ihre Sichtweise uneingeschränkt vorzustellen? Wohl eher selten.

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