24.05.2018

Kreativität fördern: 39 Tipps für mehr Kreativität im Alltag

Der Schlüssel zu Kreativität ist nicht ein einzigartiges Talent, sondern vor allem üben, üben und nochmals üben. Wer viel trainiert, entwickelt sich und schafft Neues. Das ist Kreativität. Niemand fängt als Genie an. Die Muse wird nur durch Beharrlichkeit erweckt.

Von: Rolf Rado, Sue Rado  DruckenTeilen Kommentieren 

Rolf Rado

Viele Jahre tätig als Manager von diversen Klein- und Mittelunternehmen (KMU), bis zu Grosskonzernen, heute Mitinhaber der Firma Axios. Er ist Berater, Trainer, Coach.

Sue Rado

Sue Rado, eidg. dipl. Ausbildungsleiterin, ist Betriebsausbilderin und Performance Improvement Coach. Sie verfügt über einen breiten Erfahrungsschatz aus verschiedenen Funktionen (Einkäuferin, Key Account Manager, Projektleiterin, Stv. Geschäftsleiterin, Schulungsleiterin) und ist Dozentin im Bereich Bildungs-Controlling. Als Selbstständige betreut sie viele unterschiedliche Firmen aus verschiedenen Branchen (Einführung/Umsetzung Personalentwicklung, Veränderungsprojekte, Kundenservice-Optimierungen) und gibt diverse Trainings im Bereich Führung, Verkauf/Kundendienst und Teamentwicklungen. Ihre praxisnahen Trainings sind bekannt für hohe TeilnehmerInnen-Aktivität, den Einbezug aktueller Beispiele von den Teilnehmenden und die Abgabe vieler zusätzlicher, zeitsparender Hilfsmittel für den Alltag (Checklisten, Vorlagen).

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Nachfolgend finden Sie 39 Tipps zum Kreativität fördern im Alltag. Regen Sie das Zusammenwirken Ihrer beiden Hirnhälften an und stimulieren Sie Ihre kreativen Fähigkeiten. Viel Erfolg damit!

Gewohnheiten

  • Tragen Sie Ihre Armbanduhr eine Woche lang am anderen Handgelenk.
  • Wählen Sie eine Woche lang jeden Tag einen anderen Nachhauseweg.
  • Setzen Sie sich zu den Mahlzeiten, in Ihrem Lieblingskaffee, bei Meetings, im Zug an einen ungewohnten Platz.
  • Fangen Sie mit jemandem eine Unterhaltung an, den Sie nicht kennen oder den Sie normalerweise meiden würden.
  • Schlafen Sie auf der anderen Bettseite und achten Sie darauf, was beim Aufwachen passiert.
  • Benutzen Sie als Rechtshänder Ihre linke Hand, um zu essen, sich die Zähne zu putzen, eine Nummer zu wählen usw., als Linkshänder nehmen Sie hierfür die rechte Hand.
  • Benutzen Sie die Computermaus mit der anderen als der gewohnten Hand.
  • Wechseln Sie den Arbeitsplatz: Immer am gleichen Ort zu sein kann einschränkend wirken. Sei dies ein «Kreativarbeitsbereich», Dachterrasse, Garten, Erholungsraum oder ein Strassencafé – all das kann der Kreativität auf die Sprünge helfen.
  • Schreiben Sie mit der Hand: Notizen per Hand zu machen ist in Zeiten moderner Geräte nicht mehr selbstverständlich. Aber es kann anregend wirken und die Kreativität fördern. 

Denksportaufgaben

  • Überlegen Sie sich 25 andere Verwendungsmöglichkeiten für einen Zahnstocher.
  • Zählen Sie in gleichzeitigen Zweier- und Dreiersprüngen bis hundert: 2 – 3, 4 – 6, 6 – 9, 8 – 12 usw. Zählen Sie dann in gleichzeitigen Vierer- und Fünfersprüngen wieder zurück bis null: 96 – 95, 92 – 90, 88 – 85 usw.
  • Füllen Sie alle Kreuzwort-, Sudoku und sonstigen Rätsel in der heutigen Zeitung aus.
  • Bestimmen Sie alle geometrischen Figuren, die Sie von Ihrem Platz aus sehen können.

Wahrnehmungsaufgaben

  • Nehmen Sie einen alltäglichen Gegenstand in die Hand und untersuchen Sie ihn im Detail mit allen Ihren Sinnen. Machen Sie es so, wie ihn ein fünfjähriges Kind betrachten würde!
  • Schauen Sie etwas Grünes oder Blaues an: Farben haben Einfluss auf unsere kognitiven Fähigkeiten. Blau assoziieren wir z.B. mit dem Meer und dem Himmel – es steht für Offenheit. Grün signalisiert uns Wachstum. Vielleicht lohnt es sich, ein neues Poster ins Büro zu hängen?

Allgemeine Übungen

  • Entspannen Sie sich und lenken Sie sich ab: Fokussiertes Arbeiten, ohne Zerstreuung, ist eine tolle Sache. So kommt man ohne Umweg zum Ziel. Vorausgesetzt, man weiss, wo die Reise hingehen soll, und kennt den Weg. Kreativität funktioniert jedoch anders. Man hofft, dass irgendwoher Ideen auftauchen. Es gibt weder einen Plan, wie man dahin kommt, noch eine konkrete Vorstellung, wie das Ziel aussieht. Ideen lassen sich nicht gradlinig ansteuern, sie brauchen Raum, um zu entstehen. Höchste Konzentration hingegen schadet der Kreativität.
  • Legen Sie sich hin: Laut einer Studie sollen gewisse Rätsel im Liegen besser zu lösen sein als im Sitzen. Da bietet es sich doch an, sich beim nächsten Brainstorming einfach mal hinzulegen und es auszuprobieren – einfach nicht einschlafen – und überlegen Sie gut, ob das Büro dazu der geeignete Ort ist …
  • Hören Sie Musik: Liedern lauschen oder selbst Musik machen regt die Bereiche im Gehirn an, die motorische Fähigkeiten, Emotionen und Kreativität kontrollieren. Klassische Musik soll dabei besonders gut sein und zusätzlich die Konzentration unterstützen.
  • Klauen Sie – klauen ist nicht plagiieren: Wer klaut, holt sich Inspirationen und kommt so zu eigenen Einfällen. Wer plagiiert, nimmt Fremdes und behauptet, es ist seins. Der Plagiator ändert nichts, er nutzt es nicht als Anregung. Anders der Dieb, er klaut und macht es sich zu eigen. So bildet sich Neues. Dies ist ein gewaltiger Unterschied.
  • Genehmigen Sie sich einen Drink … egal ob Bier, Wein, Champagner oder sonst etwas Alkoholisches. In einer Untersuchung hat sich gezeigt, dass alkoholisierte Teilnehmer kreativer waren als nüchterne. Alkohol lässt uns in weiterem Umfang denken und ermöglicht neue Ideen. Aber Achtung: Es sollte natürlich nicht zur täglichen Routine gehören und speziell nicht am Morgen, sonst haben Sie bald ein gröberes Problem!
  • Machen Sie ein Brainstorming – mit sich alleine – oder einer anderen, inspirierenden Person!
  • Wechseln Sie die Umgebung.
  • Stellen Sie sich die Wunder-Frage: Wenn es keine Einschränkungen gäbe, wie würde dann meine Lösung aussehen?
  • Wechseln Sie die Perspektive – betrachten Sie die Situation aus der Sicht z.B eines Kunden, eines Kindes etc.
  • Räumen Sie sich «30 Minuten Internet- Inspiration» ein – einfach surfen im Netz und schauen, welche Ideen dann aufleuchten.
  • Legen Sie alles auf die Seite – nehmen Sie ein Stück Papier und etwas zu schreiben – und schreiben Sie alles auf – kreuz & quer –, was Ihnen gerade in den Sinn kommt. Danach ordnen Sie die Themen zu.
  • Machen Sie etwas total anderes.
  • Lesen/Hören Sie etwas Aufbauendes von Menschen, die ebenfalls grössere Herausforderungen gemeistert haben.
  • Gehen Sie nach draussen und bewegen Sie sich!

Organisatorisches

  • Haben Sie immer ein Notizbuch dabei: Intuitionen und Ideen kommen und gehen, wie sie wollen. Es interessiert sie nicht, dass wir sie zu einem bestimmten Zeitpunkt brauchen. Sie erscheinen, wenn wir nicht mit ihnen rechnen. Umso wichtiger ist es, dass wir sie festhalten. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir uns zu einem späteren Zeitpunkt noch an den genialen Einfall erinnern, ist gering. Und wenn Sie gerade nichts zu schreiben haben, benutzen Sie Ihr Handy und senden Sie sich eine Sprachnachricht. Aufgepasst beim Autofahren: Lassen Sie sich nicht erwischen, es wird schwierig zu argumentieren sein, dass Sie mit dem Handy in der Hand nicht telefoniert haben!
  • Wählen Sie den für Sie richtigen Zeitpunkt: Kreativität hat ihren eigenen Rhythmus. Schöpferische Zeit ist schwierig zu planen, denn wer kreativ sein will, muss die richtigen Zeiten kennen, um sie gezielt einsetzen zu können. Ideen fliessen am besten, wenn die Konzentration nachlässt, wenn wir müde oder noch nicht so richtig wach sind. Daher ist ein meditativer Zustand ideal zum Kreativität fördern.

Einstellungen

  • Denken Sie nicht nach, fangen Sie einfach an: Kreativität entsteht nicht durch planvolles Vorgehen. Vielmehr schadet zu viel Planung. Weniger Grübeln, dafür loslegen – das bringt uns voran. Nehmen Sie das Erste, was Ihnen in den Kopf kommt, und legen Sie damit los. Lassen Sie sich nicht davon abhalten, wenn es unterirdisch ist. Es ist ja nur der Beginn. Je unbedarfter Sie eine Herausforderung angehen, desto eher können Sie die Kreativität fördern.
  • Blamieren Sie sich: Regelmässige Blamagen sind eine Voraussetzung für Kreativität. Nur, wer sich von Zeit zu Zeit blamiert, kann kreativ sein. Innovationen müssen etwas Neues bieten und mit Bewährtem brechen. Das ruft oftmals Ablehnung hervor. Doch davon darf man sich nicht beirren lassen. Ideen brauchen ein paar Anläufe, bis sie stimmig sind. Fehlversuche gehören dazu. Sie sind nötig, um herauszufinden, was funktioniert und was nicht. Ohne Fehler gibt es keine Erfindungsgabe. Daher: Sich ab und an zu blamieren ist okay!
  • Schieben Sie es auf: Wenn wir festgefahren sind und keine Ideen mehr kommen, dann nützt auch grosse Anstrengung nichts. Ablenken und entspannen ist angesagt. Einen Spaziergang unternehmen, im Internet surfen, etwas lesen, Menschen beobachten. Die Gedanken schweifen lassen und abwarten, was passiert. Wie heisst es doch so schön: Die besten Ideen kommen unter der Dusche.
  • Haben Sie Geduld: Die wenigsten Innovationen sind durch einen Geistesblitz entstanden, sie sind das Ergebnis von Beharrlichkeit und Geduld. Wenn eine Idee zu Beginn nicht überzeugt, steckt man nicht automatisch fest. Manchmal braucht man nur ein wenig Geduld. Anstatt krampfhaft weiterzuarbeiten, reicht es oftmals aus, die Idee ruhen zu lassen. Mit etwas Abstand verändert sich die Perspektive, und irgendwann kommt die Erleuchtung.
  • Lachen Sie mal ordentlich: Gute Laune ist ein echter Treiber für kreatives Denken. Sie stimuliert die Bereiche im Gehirn, zu denen komplexe Wahrnehmung, Entscheidungsfindung und Gefühle gehören. Das funktioniert auch, wenn es sich um ein erzwungenes Lächeln handelt.
  • Überprüfen bzw. hinterfragen Sie Ihre eigenen Meinungen – und Vorurteile.

Einbezug anderer Personen

  • Holen Sie sich eine zusätzliche Meinung: Der Denkanstoss eines Dritten – seien dies Freunde oder Kollegen – kann manchmal Wunder wirken. Oft bringt das eine neue Perspektive mit ins Spiel.
  • Holen Sie eine Meinung einer Person ein, die mit der Materie überhaupt nicht vertraut ist. Auch das kann Wunder wirken, denn es können ungewohnte Sichtweisen entstehen.

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