17.01.2018

Selbstbild stärken: So erzeugen Sie eine positive Ausstrahlung

Seit Ihren Kindheitstagen haben Sie stetig und kontinuierlich ein Bild Ihres Selbst entwickelt, das mit Ihren Erfahrungen, Eindrücken und Interaktionen wächst, das aber auch Ihre Gedanken, Gefühle und letztendlich auch Ihr Auftreten prägt. Leider – und diese Einsicht haben Sie selbst gewonnen – unterstützt das eigene Selbstbild nicht immer die eigene positive Ausstrahlung.

Von: Brigitte Miller  DruckenTeilen Kommentieren 

Brigitte Miller

Brigitte Miller ist freie Autorin und Journalistin. Seit 1990 schreibt sie für namhafte Verlage und Online-Portale im In- und Ausland zu den Themenbereichen Management, Mitarbeiterführung, Zeitmanagement, Kreativität und Selbstmanagement. In ihre Beiträge lässt sie nicht nur die vielen Tipps und Erfahrungen fliessen, die sie durch Gespräche und Interviews erhält, sondern auch persönliche Erkenntnisse, die ihr der Berufsalltag beschert.

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Verinnerlichte Glaubenssätze werden als frühe Verhaltensprägungen Sie in Ihrem Wesen blockieren, so dass Sie Ihrem Gegenüber wenig charismatisch erscheinen und kaum überzeugen werden.

Praxisbeispiel

Auf einer Tagung in London traf Heinrich Schmidhuber seinen alten Schulkameraden Peter Winter. Beide waren sie im Englischunterricht von ihrem Lehrer wegen ihres «fürchterlichen Akzents» aufgezogen worden. Doch während Peter Winter mit den ausländischen Teilnehmern in Englisch herumscherzte und sich prächtig unterhielt, brachte Heinrich Schmidhuber kaum drei Wörter über die Lippen und konnte so keinen Anschluss finden. Abends an der Bar wandte sich Peter irritiert an Heinrich: «Was ist los? Du bist doch immer das Zentrum einer jeden Gruppe gewesen. Mit all deinen Anekdoten und Witzen hast du uns die ganze Schulzeit unterhalten. Und jetzt verhältst du dich wie eine Kirchenmaus!« »Na ja, mit meinem Englisch», sagte Heinrich, «und vor allem mit meinem Akzent … da lass ich es lieber.» Peter lachte auf. «Dein Akzent ist auch nicht schlimmer als meiner. Ausserdem hat doch jeder einen Akzent. Denk nur an den britischen Cockney-Dialekt. Und wer sich an meinem stört, braucht sich ja nicht mit mir zu unterhalten. Komm, jetzt machen wir einen drauf. Und wehe, du sagst nichts auf Englisch!»

Die Macht der eigenen Aussagen entdecken

Entwickeln Sie deshalb ein positives Selbstbild – dafür ist es nie zu spät –, ohne Ihre Schwächen zu leugnen oder sich ausschliesslich auf Ihre Stärken zu konzentrieren. Nehmen Sie sich als Ganzes an. Je besser Ihnen dies gelingt, umso besser können Sie die drei Eigenschaften charismatischer Persönlichkeiten in sich freisetzen. Die folgenden Übungen unterstützen Sie dabei.

Sie können allerdings Ihre «Erzählung» ändern. Beginnen Sie positiv von sich, Ihren Ideen und Fortschritten zu berichten, ohne dabei prahlerisch zu klingen. Führen Sie diese Übung regelmässig durch, bis Sie den neuen Sprachgebrauch verinnerlicht haben. Drucken Sie sich am besten das Tool «Positives Selbstbild kommunizieren» aus. Dann können Sie noch leichter den Wandlungsprozess durchlaufen.

  1. Nehmen Sie einen Stift, zusätzliches Papier und die Kopie des Tools zur Hand.
  2. Rufen Sie sich ein Gespräch der vergangenen Tage in Erinnerung, bei dem Sie etwas über sich selbst preisgegeben haben. Beispiel: «Obwohl ich erst letztens einen grossen Deal an Land gezogen habe, kann ich nicht sagen, dass die Geschäfte in dieser Krise gut laufen. Es ist schon ein ganz schöner Kampf und die Kunden sind jetzt richtig schwierig. Da stimmst du mir doch zu?!»
  3. Sensibilisieren Sie sich dafür, was Ihre Äusserung über Sie aussagt. Beispiel: Der gelungene Deal wird durch den negativen Blickwinkel auf die Krise abgewertet. Worte wie «Kampf» und «schwierig» bauen auch wenig auf. Sie erscheinen als jemand, der es gerne einfach hat.
  4. Überlegen Sie konkret, welches Selbstbild Sie eigentlich präsentieren möchten. Beispiel: Den «Kampf» als Herausforderung darstellen. Den Umgang mit der Krise offenlegen und den Deal als Top-Ergebnis präsentieren. Die eigene Person als lösungsorientierten «Fighter» beschreiben.
  5. Wandeln Sie Ihre Äusserung um. Offenbaren Sie ein positives Selbstbild. Beispiel: «Zuerst habe ich die Krise nur als Kampf empfunden, weil die Kunden aufgrund von Budgetkürzungen richtig schwierig geworden sind. Doch dann sah ich darin nur noch eine mentale Herausforderung. Ich habe mich gefragt: «Was interessiert die Kunden jetzt am meisten?» Und meine Antwort lautete: «Natürlich Lösungen, die ihnen helfen, Geld einzusparen.» Also habe ich alle finanziellen Vorteile unserer Dienstleistung ausgearbeitet und in einer neuen Präsentation dargestellt. Dadurch habe ich meine Kunden wieder erreicht und einen Top-Deal an Land gezogen.» 

Lassen Sie negative Selbstbilder der Vergangenheit los

Stärken Sie Ihr positives Selbstbild, indem Sie jetzt negative Bewertungen, die Ihnen dritte Personen entgegengebracht haben, loslassen.

  1. Sie benötigen einen Stift und ausreichend Papier. Alternativ können Sie sich auch eine Kladde zulegen, in die Sie einzelne Aspekte Ihres negativen Selbstbilds eintragen und diese dann durch Bearbeitung loslassen.
  2. Notieren Sie alles, was Sie nicht an sich mögen. Beispiel: Sie können schlecht Nein sagen; Ihre Zurückhaltung in Meetings; Ihre krausen, lockigen Haare.
  3. Überlegen Sie, seit wann Sie diesen Aspekt nicht an sich mögen und ihn als negativ einstufen. Welchen Auslöser können Sie für diese Abwertung entdecken. Beispiel: Ihre Mutter hat Ihnen immer wieder gesagt: «Wenn dich jemand um Hilfe bittet, darfst du nicht Nein sagen. Dies gehört sich nicht.»
  4. Grenzen Sie sich bewusst und gezielt gegenüber dieser abwertenden Erfahrung ab. Notieren Sie Ihre abgrenzende Haltung. Sagen Sie dies ruhig laut (gerne auch mehrmals am Tag), um Ihrer neuen Haltung Nachdruck zu verleihen. Beispiel: «Wenn mich jemand um Hilfe bittet, darf ich entscheiden, ob ich helfe oder nicht. Es gehört sich, ehrlich zu sein – mir gegenüber und gegenüber dem, der um Hilfe bittet.» 

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