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Rsync: Effektive Backups erstellen

Backups sind sicher das A und O der IT. Backupsoftware ist aber oftmals teuer, aufwendig einzurichten und schwerfällig. Mit rsync gibt es aber eine sehr interessante Alternative. Diese stammt zwar ursprünglich aus der Unixwelt, ist aber auch auf Windows-Systeme portiert worden. rsync sichert Ihre Daten verblüffend einfach, schnell und zuverlässig.

22.07.2024 Von: Lars Behrens
Rsync

Unsere geliebte elektronische Welt ist – diese Tatsache muss man sich eher einige Male öfters als zu wenig bewusst machen – eine Scheinwelt von Bits und Bytes, die durch Diebstahl, Bedienungsfehler, Hardwaredefekte oder schlichte Fehler im angeblich so stabilen (Server-)System unwiderruflich im Nirvana verschwinden können. Wohl dem, der dann mit einem guten Backup vorgesorgt hat. Was aber zeichnet ein solches gutes Backup aus?

Sichern der Daten

Ein Backup ist eine Kopie, ein Duplikat der wichtigsten Daten – und nicht nur dieser. Auch scheinbar unwichtige Daten sollten aufbewahrt werden. Der Gram über den derart belegten Speicherplatz ist eher zu ertragen als die Katastrophe, einmal entrümpelte Daten doch noch benötigt zu haben. Mit der darauffolgenden Gewissheit, dass diese längst gelöscht, entsorgt und die entsprechenden Speicherblöcke auf dem Datenträger bis zur Unkenntlichkeit der alten Daten überschrieben worden sind. Haben Sie vielleicht schon einmal etwas von der Regel gehört, die Ordnung in unseren immer mehr überfrachteten Arbeitsalltag bringen soll, dass nämlich Dinge, die über einen gewissen Zeitraum (man spricht hier gerne von einem Jahr und darüber hinaus) nicht mehr benutzt wurden, getrost weggeworfen werden können? Nun, in der IT-Welt gilt diese Regel nicht. Zum einen aus gesetzlichen Gründen, zum anderen aus der Erkenntnis heraus, dass Dateien schnell gelöscht, aber umso schwerer wiederherzustellen sind, falls dies nicht sogar vollkommen unmöglich ist. Zu guter Letzt sollte man sich vor Augen halten, dass Speicherplatz heutzutage dermassen günstig und leicht verfügbar ist, dass das Freiwerden von Speicherkapazitäten kein Kriterium mehr für das Löschen vermeintlich nicht benötigter Dateien sein sollte.

Mit rsync Daten sicher, schnell und effektiv übertragen

Soweit die kurzen Vorbetrachtungen zum Sichern von Dateien. Wie aber sichern Sie Ihre Daten? Auf dem Arbeitsplatz-PC oder Laptop können Sie CDs oder DVDs brennen oder einen USB-Stick oder eine externe Festplatte zur Sicherung anschliessen. Das Betriebssystem Mac OS X von Apple verfügt mit Timemachine über eine äusserst komfortable und zuverlässige Methode der automatischen Sicherung Ihrer Dateien. Einschliesslich einer etwas spacigen Bedienoberfläche, wenn es an die Wiederherstellung von Dateien geht. Unter Windows und Linux gibt es eine ganze Reihe an Sicherungsprogrammen für Einzelsysteme. Unter Windows gibt es neben der integrierten (und in der Regel sehr gut funktionierenden) Windows-Sicherung mit Rsync noch eine weitere Möglichkeit der Datensicherung. Mit dem aus der Linuxwelt portierten Rsync können Daten sicher, schnell und somit sehr effektiv übertragen werden, sowohl lokal (etwa auf eine per USB angeschlossene Festplatte) oder zu einem Backupserver im Netzwerk oder sogar ausgelagert im Internet.

Rsync unter Windows?

Rsync ist eine Entwicklung des Teams, welches auch für Samba, eine lizenztechnisch freie Implementation des SMB-Protokolls, verantwortlich zeichnet. Dabei handelt es sich bei rsync zum einen um ein Netzwerkprotokoll (mit dem zugeordneten TCP-Port 873), zum anderen um ein unter der GPL (der General Public License, eine von der Free Software Foundation herausgegebene Lizenz für freie Software) stehende Anwendung. Rsync kann von interessierten Entwicklern in eigene Software implementiert werden, was diese offensichtlich auch fleissig getan haben und weiterhin tun. Es gibt rsync für Linux, Mac OS X (arRsync) und Windows (QtdSync, DeltaCopy, Syncrify). Die Umsetzungen unterscheiden sich neben unterschiedlichen grafischen Oberflächen, den GUIs, noch im Funktionsumfang und teilweise in der Nutzung unterschiedlicher Transportwege. So nutzt etwa Syncrify nicht das rsync-Protokoll für die Übertragung der Daten, sondern http(s).

Die Installation des «reinen» rsync ist unter Windows leider relativ kompliziert, eine Anleitung findet sich beispielsweise hier.

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