06.03.2018

Emotionen wecken: 5 Tipps, wie Sie den Leser emotional packen

Emotionen bewegen immer – auch den Leser und somit Kunden. Setzen Sie deshalb in Ihrer Geschäftskorrespondenz auf Emotionen. Schreiben Sie emotional, ohne an Sachlichkeit zu verlieren.

Von: Brigitte Miller   Drucken Teilen   Kommentieren  

Brigitte Miller

Brigitte Miller ist freie Autorin und Journalistin. Seit 1990 schreibt sie für namhafte Verlage und Online-Portale im In- und Ausland zu den Themenbereichen Management, Mitarbeiterführung, Zeitmanagement, Kreativität und Selbstmanagement. In ihre Beiträge lässt sie nicht nur die vielen Tipps und Erfahrungen fliessen, die sie durch Gespräche und Interviews erhält, sondern auch persönliche Erkenntnisse, die ihr der Berufsalltag beschert.

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Emotionen wecken Emotionen – und so die Aufmerksamkeit

In der Werbung läuft nichts ohne sie: Die Emotionen. Denn Produkte verkaufen sich einfach besser, wenn die Gefühle des Kunden angesprochen werden. Ob durch den geschickten Story-Plot des Werbefilms, der den Zuschauer rührt, durch die ansprechenden Bilder in den Werbeanzeigen, die ein Urlaubsgefühl auslösen oder durch den klugen Einsatz von Worten wie «wohlig, weich, sanft» stets fühlt sich der Kunde emotional angesprochen.

Und eine emotionale Ansprache beschert viele Vorteile:

  • Aufmerksamkeit erzeugen. Emotionen sprechen an – auf einer subtilen Weise. Der Kunde bemerkt oftmals gar nicht, dass ihn die Botschaft der Werbung erreicht und packt.
  • Interesse wecken. Emotionen wecken Emotionen, d.h. das Interesse des Kunden wird emotional getriggert.
  • Emotionen mit dem Produkt verbinden. Das gute, positive Gefühl, das durch den Werbefilm oder die Werbeanzeige erzeugt wird, wird mit dem Produkt verbunden. Eine Verankerung im Langzeitgedächtnis gelingt am besten, je häufiger im Kunden solche «Werbe-Emotionen» erzeugt werden und er diese mit eigenen Erfahrungen koppelt. Dann ist der emotionale Effekt perfekt.
  • Emotionale Bedürfnisse befriedigen. Emotionen in der Werbung setzen auf das Befriedigen der Kundenbedürfnisse – ob diese schon vorhanden sind oder nicht.

Alles Vorteile, die nicht allein der Werbung zum Einsatz kommen sollten, sondern auch in Ihrer umfangreichen und vielseitigen Geschäftskorrespondenz – wie

  • in Ihren Briefen,
  • in Ihren (Kunden-)Präsentationen,
  • in Ihren Angebotsschreiben,
  • bei der schriftlichen Bearbeitung der Reklamationen und Beschwerden,
  • beim Direktmailing,
  • bei den Produktbeschreibungen.

Erhöhen Sie gezielt die Emotionalität Ihrer Korrespondenz, ohne dabei an Sachlichkeit einzubüssen. Mit nur 5 Tipps gelingt es mühelos.

Emotional Texten: 5 Tipps

Mehr Emotionen im Text freizusetzen, benötigt nur wenige Kniffe. Kniffe, die einmal verinnerlicht – und ausprobiert – schnell im Schreiballtag zur Selbstverständlichkeit werden. Das Schreiben geht dann leicht von der Hand, weil Sie selbst Ihr Herz sprechen lassen. Denn die oftmals ermüdende Sachlichkeit wird dadurch ja lebendiger.

Tipp 1: Die direkte Ansprache

Zweifelsfrei fast ein «alter Hut», der jedoch nicht an Bedeutung verliert. Sprechen Sie den Leser direkt an – mit «Sie, Ihr, Ihnen…». Verstärken Sie diese direkte Ansprache durch den Einsatz der persönlichen Anrede. Wiederholen Sie den persönlichen Namen des Kunden gerne an wichtigen Stellen im Lauftext des Briefes oder dem Direktmailing, um den emotionalen Sog zu verstärken.

Tipp 2: Den Hauptsatz im Fokus

Konzentrieren Sie sich beim Schreiben auf Hauptsätze. Denn Hauptsätze sind kurz, prägnant, bündig – und voller Emotionen. Dank einem Hauptsatz nimmt der Leser schneller die Botschaft Ihres Briefes auf. Verzichten Sie deshalb so oft als möglich auf lange Nebensätze, die ja nur zu einem dienen: Argumente zu begründen und zu erklären.

Tipp 3: Emotionale Füllwörter

Im Grunde sind sie geächtet: Die Füllwörter. Texte werden durchkämmt, um unnötige Füllwörter aufzudecken und zu streichen. Nur, emotionale Texte leben gerade von ihnen. Positive Füllwörter beleben das eigene Schreiben emotional. Deshalb streuen Sie sie bewusst und gezielt in Ihren Text ein. Füllwörter sind nicht nur erlaubt, sondern auch erwünscht.

 

Mit Füllwörter Emotionen wecken
Füllwörter-Beispiele
  • ja/ja nun/ja eigentlich
  • gerne
  • einfach
  • selbstverständlich/sowieso/freilich
  • für Sie
  • herzlich/innig/zuvorkommend
  • mit Vergnügen
  • natürlich/wirklich/wahrlich
  • unbesehen
  • anstandslos
  • gewiss/jedenfalls/etwa
  • sicherlich/sicher
  • schön/wunderschön/wunderbar
  • gut/prima/ausgezeichnet
  • sehr wohl

Tipp 4: Wörter, die Gefühle wecken

Wörter transportieren Emotionen – manche mehr, manche weniger. Sensibilisieren Sie sich für die Wortgruppen der Verben und Adjektive. Beide Wortgruppen triggern Gefühle. Spüren Sie deshalb beim Texten nach, ob Ihr Wort, den Leser «sich-selbst-fühlen» lässt.

 

Wörter, um «sich-selbst-zu-fühlen»
Verben – Beispiele
  • schmiegt sich an
  • streichelt (die Haut/Seele)
  • kitzelt
  • herzt
  • liebkost
  • schmeichelt
  • umschlingt
Adjektive – Beispiele
  • sanft/leicht/mild
  • weich/fein/zart
  • weich/fein/zart
  • warm/heiss/kalt
  • sonnig/schwül
  • mollig/gemütlich

Tipp 5: Einschübe für mehr Emotion

Gedankliche Einschübe im Text sorgen auch für ein Mehr an Gefühl. Zwischen zwei Gedankenstrichen eingebettet – ganz bequem und einfach – heben Sie Emotionen geschickt hervor. Denn – mal Hand aufs Herz – welcher Leser erfreut sich nicht an kleinen textlichen Unterbrechungen, die den Lesefluss beleben. Bauen Sie deshalb ruhig ein bis zwei Einschübe in Ihre Briefe und Texte ein.

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