23.03.2021

PC-Arbeit: 5 Tricks für gesteigertes Wohlbefinden und ein mehr an Leistung

PC-Arbeit hat viele Vorteile, aber auch Nachteile. Deshalb optimieren Sie Ihre PC-Arbeit, ohne Ihre Leistung zu schmälern. Steigern Sie Ihr Wohlbefinden.

Von: Brigitte Miller  DruckenTeilen 

Brigitte Miller

Brigitte Miller ist freie Autorin und Journalistin. Seit 1990 schreibt sie für namhafte Verlage und Online-Portale im In- und Ausland zu den Themenbereichen Management, Mitarbeiterführung, Zeitmanagement, Kreativität und Selbstmanagement. In ihre Beiträge lässt sie nicht nur die vielen Tipps und Erfahrungen fliessen, die sie durch Gespräche und Interviews erhält, sondern auch persönliche Erkenntnisse, die ihr der Berufsalltag beschert.

PC-Arbeit

Ohne Computer läuft nichts mehr – und fordert seinen Tribut

In den meisten Branchen geht es nicht mehr ohne Computer, Tablet und Smartphone. Keiner will die technischen Kommunikationsmittel mehr missen. Denn die vielen Vorteile, die durch das vernetzte und schnelle Arbeiten entstanden sind, sind einfach fantastisch.

So nutzen Sie tagaus, tagein die technischen Errungenschaften. Ob im Beruf oder im Privaten, Ihr Blick wird viele, viele Stunden auf den Monitor gerichtet sein oder auf das Tablet-Display. Sie sitzen während dieser Zeit. Ihr Nacken ist nach vorne gebeugt. Die Hände liegen auf der Tastatur oder wischen über das Tablet. Eine natürliche Körperhaltung bei der PC-Arbeit. Eine Körperhaltung, die allerdings auch Ihren Tribut fordert – das wissen Sie.

Allerdings ist dies nicht der einzige Tribut, der die permanente PC-Arbeit fordert:

  • Müdigkeit bis hin zur Erschöpfung.
  • Schlafprobleme, weil die LCDs konstant bläulich strahlen. Der Blauanteil im Licht beeinflusst allerdings das für den menschlichen Schlafrhythmus verantwortliche Hormon Melatonin negativ.
  • Sich gestresst fühlen.
  • Nervosität und Reizbarkeit wegen ständiger Erreichbarkeit und erhöhtem Termin- und Leistungsdruck.
  • Mausarm.
  • Belastungen für die Augen.
  • Rückenschmerzen.
  • verringerter Fitnesslevel aufgrund des vielen Sitzens.
  • Soziale Isolation trotz dem Vernetzt-Sein. Der direkte physische Kontakt verringert sich.
  • Konzentrationsschwächen, weil beispielsweise Benachrichtigungen über eingehende Mails aufpoppen und so der Arbeitsflow unterbrochen wird.
  • undundund…

Die Liste liesse sich fortsetzen. Da der Computer allerdings nicht mehr wegzudenken ist, heisst es, den Umgang mit der Bildschirmarbeit zu optimieren. Und zwar so zu optimieren, dass Sie Ihre Leistung erhalten und dabei gleichzeitig Ihr Wohlbefinden steigern.

 

Übung: Sich für die Beschwerden der PC-Arbeit sensibilisieren

Bevor Sie etwas ändern, spüren Sie erst einmal nach. Überlegen Sie:

  • Welche körperlichen Beschwerden treten bei Ihnen auf?
  • Während des Tages?
  • Während einer Stunde?
  • Auf einer Skala von 1 bis 10, wobei 1 = kaum spürbar und 10 = sehr stark spürbar, bedeutet, wie würden Sie die einzelnen Beschwerden auf dieser Skala einordnen?
  • Was belastet Ihre Arbeit am PC?
  • Was belastet Sie, wenn Sie am PC und/oder Tablet arbeiten?
  • Was stört Sie?
 

Lesen Sie Ihre Antworten in Ruhe durch. Überlegen Sie:

  • Was hat für Sie oberste Priorität, wenn es um eine Optimierung geht?
  • Was möchten Sie jetzt angehen?
  • Was möchten Sie ändern und für sich verbessern?
  • In welchen Bereichen möchten Sie Ihr Wohlbefinden steigern?
 

PC-Arbeit optimieren: 5 Tricks

Jeder Trick widmet sich bestimmten Aspekten, die die PC-Arbeit erschweren. Widmen Sie sich zuerst den Aspekten, die für Sie eine hohe Belastung darstellen. Verankern Sie jedoch auch die weiteren Tricks. Denn alle steigern Ihr Wohlbefinden.

Trick 1: Augengymnastik

Sie blicken starr auf den Bildschirm – stundenlang. Das ist Hochleistungssport für Ihre Augen. Und Sie spüren diese Anstrengung: Die Augen ermüden. Die Augen werden trocken, weil Sie weniger blinzeln. Vielleicht lässt sogar Ihre Sehstärke nach.

Machen Sie jede Stunde – ja, jede Stunde – eine kurze Pause. In dieser Pause tun Sie etwas für Ihre Augen:

  • Palmieren. Reiben Sie Ihre Hände aneinander, bis diese warm sind. Bedecken Sie dann beide Augen mit je einer hohlen Handfläche. Die Handfläche sollte das jeweilige Auge komplett bedecken. Dank der Dunkelheit entspannen sich Ihre Augen.
  • In die Ferne blicken. Lassen Sie Ihren Blick schweifen – hinaus aus dem Fenster oder auf ein Poster in Ihrem Büro.
  • Wechselblick. Halten Sie Ihren Zeigefinger ca. 20 Zentimeter von Ihrem Gesicht entfernt. Fokussieren Sie für einen Moment Ihren Zeigefinger, dann blicken Sie auf die Wand hinter dem Zeigefinger. Wechseln Sie immer wieder den Fokus, dadurch entkrampft sich die Augenmuskulatur.
  • Augenrollen. Blicken Sie nach oben, nach rechts, nach unten und nach links. Führen Sie dies mehrere Male durch.
  • Herzhaft Gähnen. Dadurch wird die Tränenflüssigkeit angeregt. Ihren Augen werden wunderbar befeuchtet. Alternativ greifen Sie zu Augentropfen.

Trick 2: Regelmässig dehnen

Führen Sie zeitlichen Abständen Dehnübungen durch: Für Ihren Nacken, die Schultern, den Rücken, die Beine – und auch für Ihre Hände. Falls Sie wollen und es Platz im Büro gibt, nutzen Sie eine Faszienrolle, mit der Sie angespannte Muskeln lockern können.

Trick 3: Blaulicht reduzieren

Kaufen Sie sich eine Blaulichtfilter-Brille, die es einfach mit Fensterglas oder auch in Ihrer benötigten Sehstärke gibt. Solch eine Brille filtert das Blaulicht bis zu 410 Nanometer. Das entlastet auf Dauer die Augen und verbessert die Produktion des Hormons Melatonin.

Trick 4: PC-freie Zeiten einplanen

Viele Aufgaben müssen am PC erledigt werden. Andere aber auch nicht. Vielleicht müssen Sie mit Kunden telefonieren. Vielleicht gibt es eine Besprechung. Vielleicht heisst es, Fakten und Daten für eine Präsentation zu sichten. Vielleicht auch Ihre Ablage einzusortieren. Es gibt trotz allem viele Aufgaben, die tatsächlich keinen PC benötigen.

Checken Sie Ihre Aufgabenliste. Markieren Sie die Aufgaben, die ohne PC erledigt werden können. Überlegen Sie, wann Sie diese Aufgaben innerhalb Ihres Zeitmanagements legen n. Machen Sie auf diese Weise eine Pause vom PC, ohne Ihre Arbeit zu vernachlässigen.

Trick 5: Analoges Lesen

Das papierlose Büro darf sich in manchen Momenten einfach mal verabschieden. Lesen Sie Fachartikel im Printmagazin. Drucken Sie sich lange Berichte aus. Das analoge Lesen hat viele Vorteile:

  • Augen ermüden weniger.
  • Konzentration ist erhöht, da keine E-Mail-Benachrichtigung oder Werbung im Internet aufpoppen.
  • Lange Texte können besser erfasst werden, da kein Hoch- und Runterscrollen erforderlich ist.

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