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Zero Base Budgeting: Schritt für Schritt zur erfolgreichen Budgetierung

Zero Base Budgeting, in der deutschen Literatur auch Null-Basis-Budgetierung genannt, stellt eine mögliche Form der analytischen Aufgabenplanung dar und wurde entwickelt, um eine effiziente Ressourcenallokation zu erreichen und um dem Fortschreibungsdenken entgegenzuwirken.

19.05.2020 Von: Prof. Dr. Thomas Rautenstrauch
Zero Base Budgeting

Zero Base Budgeting für operative Funktionen

Es wird von jedem Manager verlangt, sein Budget vollständig und detailliert von Grund auf zu begründen. Die Beweislast, warum überhaupt Kosten verursacht werden, soll beim Manager liegen. Die Planungsverantwortlichen müssen alle notwendigen, sinnvollen und gewünschten Teilaufgaben benennen, Aussagen darüber treffen, wie weitgehend die Teilaufgaben wahrgenommen werden müssen bzw. sollen und schliesslich alle damit gebildeten «Handlungsbausteine» nach ihrem Kosten-Nutzen-Verhältnis beurteilen. Die daraus entstehende Wunschliste kann soweit realisiert werden, wie Budgetmittel zur Verfügung stehen.

Zero Base Budgeting wurde prinzipiell für die Gemeinkostenbereiche eines Unternehmens entwickelt, wo wenig Kostentransparenz besteht. Dies ist der Grund, warum es sich eher weniger eignet für die Budgetierung von operativen Funktionen. Dabei ist das Zero Base Budgeting keine revolutionäre Neuerung, sondern eine konsequente Weiterentwicklung bereits bekannter Techniken.

Zero Base Budgeting wurde in den 1960er-Jahren von Peter Pyhrr im Unternehmen Texas Instruments entwickelt, der 1970 einen ersten Artikel über das von ihm entwickelte Zero Base Budgeting und seine Erfahrungen in der Zeitschrift Harvard Business veröffentlichte.

Vor allem in den 70er- und 80er-Jahren wandten Unternehmen die Methode an. In den letzten Jahren verlor die Zero-Base-Budgeting-Methode immer mehr an Bedeutung in der Praxis, da vermehrt andere Budgetierungsansätze entwickelt wurden (Kavanagh, 2011, S.2)

Wesentliche Merkmale des Zero Base Budgeting

Folgende zentrale Merkmale des Zero Base Budgeting lassen sich nennen:

  • Es wird immer auf der «grünen Wiese» begonnen, so wird eine analytische Neuplanung ermöglicht.
  • In der Regel zielt der Ansatz auf eine Umverteilung von Gemeinkosten ab.
  • Es wird explizit eine Simulation unterschiedlicher Budgets vorgesehen und es wird kein starres Gesamtbudget erstellt.
  • Die Mitarbeit dezentraler Führungskräfte ist von zentraler Bedeutung und Voraussetzung für den Nutzen dieser Planungstechnik.
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