11.04.2018

LMS: Lifecycle Management System in der IT

Alle Komponenten der IT-Infrastruktur müssen während ihrer gesamten Lebenszyklen verwaltet werden. Beschaffenheit, Struktur und Organisation aller IuK-Einrichtungen des Unternehmens haben einen grossen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit, die Ergebnisse und die Effizienz der Geschäftsprozesse. Das Asset Management (AM) gehört mit zu den wichtigsten Administrationsaufgaben der IT-Leitung.

Von: Lars Behrens  DruckenTeilen Kommentieren 

Lars Behrens, Dipl.-Paed

Lars Behrens ist Geschäftsführer der Firma MaLiWi IT. Staatlich geprüfter Netzwerkadministrator, Microsoft MCP/Linux LCP. Er hat langjährige Erfahrung in der Beratung bei Planung und Einrichtung von IT-Systemen und Netzwerken und dem Support heterogener Systeme (Apple Macintosh, Microsoft Windows, Linux). Universitätsstudium der Pädagogik, mehrere Jahre Tätigkeit im Ausland. Seminar- und Kursleiter, Referent und Fachbuchautor. Weiterhin ist er Herausgeber von dem Online-Fachportal «InformatikPraxis» bei der WEKA Business Media AG.

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Merkmale

Lifecycle Management und Asset Management umfassen mehrere Faktoren, welche sowohl einzeln als auch im Zusammenspiel zu betrachten sind. Dazu gehören v.a.:

 

 

  • Inventarisierung
  • Bewertung
  • Kategorisierung
  • Ausstattung
  • Leistungsdaten
  • Zustand
  • Funktionalität
  • Eigentümer (Nutzer)
  • Lizenzzuordnung
  • Rechtevergabe
  • Aufstellungsort

Die Daten der Anlagenbuchhaltung sollten mit dem tatsächlichen Bestand übereinstimmen. Differenzen dürften bei einer konsequenten Durchführung des Lifecycle-Managements nicht entstehen.

Prozessphasen

Das Lifecycle Management System besteht aus folgenden Phasen und Funktionalitäten:

  • Anforderung
  • Beschaffung
  • Konfiguration
  • Installation
  • Transport zum Anwender
  • Inbetriebnahme
  • SLA/SLM
  • Inventur und Inventar
  • Kontrollen
  • Funktionsüberprüfungen
  • Patch-Management
  • Kompatibilitätsbedingungen
  • Reparaturen
  • Ersatzteilverwaltung
  • Wartung und Verträge
  • Austausch bzw. Verschrottung
  • Kostenaspekte, RoI und TCO

Mögliche Nachteile bei fehlendem Lifecycle Management System

Unnötige Investitionen

Wenn das Asset Management nicht vollständig und mit aktuellen Informationen bestückt ist, kann dem Unternehmen Schaden entstehen. Beispiele sind:

  • mangelhafte Budgetplanungen
  • überdimensionierte Lizenzen
  • SLAs sind nicht überprüf- und bewertbar
  • veraltete oder überflüssige Rechner sind vorhanden
  • Ersatzbeschaffung ist teilweise unnötig
  • Investitionen können oft nicht bedarfsorientiert getätigt werden

Die Probleme werden im Allgemeinen bei Systemumstellungen, strukturellen Modifikationen in der Infrastruktur oder einfach über den Markt mit Neuankündigungen sichtbar.

Die verwendeten Management-Softwarepakete sollten über Interfaces zu allen wichtigen IT-Projekten und zu den Anwendungen verfügen. Der Datenaustausch und der Abgleich von Informationen sollte sporadisch stattfinden.

Sparpotenziale und weitere Effekte

Abteilungsbezug

Für verschiedene Abteilungen im Unternehmen ergeben sich langfristig einige Einsparungsmöglichkeiten, v.a. durch gezielte Investitionen bzw. deren Vermeidung:

  • Asset-Buchhaltung
  • Controlling
  • Einkaufsabteilung
  • IT-Abteilung selbst

Folgende Vorteile und mögliche Verbesserungen ergeben sich daraus:

Vorteile und Effekte

  • Beschaffungsmanagement wird optimiert
  • Budgets von Projekten realistischer
  • Helpdesk-Management spart Arbeit
  • IT-Ergebnisse können effizienter werden
  • Kennzahlenermittlung wird realistischer
  • Leistungsverrechnung auf Anwender gerechter
  • Lizenzmanagement wird vereinfacht
  • Produktivitätserhöhungen
  • RoI-Erhöhung unternehmensweit zu sehen
  • Qualitätsverbesserung von Prozessen
  • Wirtschaftlichkeitsverbesserung

Ständiger Prozess

Lifecycle Management und Asset Management sind Prozesse mit Regelkreischarakter, also iterativ mit Rückwirkungen. Hierbei können auch Optimierungs- und Vergleichsmethoden wie z.B. Benchmarking eingesetzt werden. Lifecycle Management ist zumeist eine Routineangelegenheit und kann weitgehend schematisiert oder teilautomatisiert werden.

Realisierung

Tipps zur Durchführung

Die Beschaffung einer Lifecycle-Management-System-Software sollte im Hinblick auf die sinnvolle Kombination mit vorhandenen Managementsystemen erfolgen. Die Funktionen sind klar umrissen und sollten auf alle Fälle alle abgedeckt werden. Lifecycle Management gehört im Prinzip zur Aufgabenstellung des System- oder Netzmanagements, kann jedoch auch separat durchgeführt werden, wenn entsprechende Schnittstellen vorhanden sind. Hierbei lässt sich auch ITIL anwenden, sofern im Unternehmen damit bereits praktische Erfahrungen vorliegen. Marktforschungsunternehmen und Beratungsfirmen haben im Zusammenhang mit Lifecycle-Management-Systemen durchweg positive Erkenntnisse konstatiert, soweit sie die RoI- und TCO-Aspekte betreffen.

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