31.05.2016

Überstundenregelung: Tipps und Formulierungsvorschläge

Überstunden nennt man die Überschreitung der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit. Überstunden liegen auch bei Teilzeitarbeitnehmenden vor, wenn diese ausnahmsweise mehr als das vereinbarte Teilzeitpensum tätig sind. Erfahren Sie hier, was Sie bei der Überstundenregelung unbedingt beachten sollten.

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Überstundenregelung

Tipps für die Überstundenregelung

  • Treffen Sie klare vertragliche Regelung direkt im Vertrag oder mit ausdrücklichem Verweis bei einer Platzierung in einem Reglement.
  • Vereinbaren Sie eine optimale Kompensation. Je nach Situation hat Geld – oder Zeitkompensation Vorrang.
  • Nehmen Sie keine unverlangten Überstunden entgegen, sondern sorgen Sie für eine «Bewirtschaftung» der geleisteten Überstunden und suchen Sie das Gespräch mit dem Mitarbeitenden.
  • Bilden Sie Rückstellungen für Überstundenforderungen. 
  • Sorgen Sie für klare und faire Abgeltungsregeln.
  • Wenn technisch möglich, trennen Sie Überstunden, Überzeit und Gleitzeitsaldo bei der Erfassung.

Nützliche Formulierungen für die Überstundenregelung (Auswahl):

«X hat keinen Anspruch auf finanzielle Vergütung oder zeitliche Kompensation allfälliger Überstunden. Diese gelten als mit dem vereinbarten Lohn abgegolten.»

«Jede Geldentschädigung oder Zeitkompensation für Überstunden wird wegbedungen, soweit dies gesetzlich möglich ist, d.h. die Leistung allfälliger Mehrstunden ist im Lohn inbegriffen.»

«Ansprüche aus Überstundenarbeit sind unverzüglich bei deren Entstehung schriftlich dokumentiert der XY AG mitzuteilen, andernfalls verfällt der Anspruch auf Abgeltung oder Kompensation. Leistet der Mitarbeitende Überzeit im Sinne des Arbeitsgesetzes (d.h. Arbeitszeit über die wöchentliche Höchstarbeitszeit von 45 Stunden), steht ihm für die ersten 60 Überzeitstunden pro Kalenderjahr kein zusätzlicher Lohnanspruch zu. Erst Überzeitstunden von mehr als 60 Stunden werden mit dem Normallohn und einem Zuschlag von 25 % entgeltet, sofern diese Überzeitstunden im Einverständnis mit dem Mitarbeitenden nicht innerhalb eines Jahres 1:1 kompensiert werden können»

Bei Teilzeit:
«Arbeitszeit, welche die betriebliche Wochenarbeitszeit von 42 Stunden nicht übersteigt, gilt nicht als Überstundenarbeit. Sie gibt weder Anspruch auf einen Lohnzuschlag, noch kann sie kompensiert werden.»

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