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Körpersprache: Ein wichtiges Erfahrungsinstrument nutzen

«Das Weise am Weisen ist seine Haltung», schrieb schon Bertold Brecht in seinen Geschichten vom Herrn Keuner. Er erzählt darin von einem Philosophieprofessor, der zu einem Weisen kommt, um seine Thesen zu diskutieren. Der Weise interessiert sich jedoch nicht für die philosophischen Theorien und entgegnet: «Sehend deine Haltung, interessiert mich dein Ziel nicht.» Eine harte, konfrontierende Aussage über die Mitteilungskraft unserer Körpersprache. Lernen Sie daher Ihre Körpersprache zu nutzen, unsere Tipps helfen Ihnen dabei.

08.09.2020 Von: WEKA Redaktionsteam
Körpersprache

Die Kunst, die eigene Körpersprache richtig einzusetzen

Alles, was Du zeigst enthüllt Dich. Wir wirken lange bevor wir aktiv und verbal zu kommunizieren beginnen. Die nachfolgenden Begrüssungsszenen ermöglichen bei bewusster Wahrnehmung eine rasche Einschätzung der Persönlichkeiten.

 

Praxisbeispiele: Sie kommt aufrecht und energiegeladen auf den Eingang zu. Ein fester Händedruck, kurzer Blickkontakt und ein offenes Lächeln. Oder Ein Nicken, ausweichender Blick, kurzer, eher schlaffer Händedruck, die Schultern hängend, der Gang schleppend. Oder Er bleibt hinter seinem Schreibtisch, hebt kaum den Blick und bedeutet mit einer herablassenden Handbewegung Platz zu nehmen.

Unser Körper hat jede Erfahrung gespeichert – nichts vergessen. Und er zeigt sie, spiegelt sie wider in seiner Haltung und Bewegung. Unsere Kontaktfähigkeit, unser Blick in die Welt spiegelt die Erlebnisse unserer Kindheit wider, enthüllt uns. Unsere muskulären Verspannungen können wir auch als verkörperte Gefühle betrachten, als Lebensmodelle, die sich als hilfreich erwiesen haben.

Die Bioenergetik, ein körperorientierter Analyseweg, bietet eine Einladung, sich in einen Körper-Selbsterfahrungsprozess zu begeben. Eine Einladung die neue Lebensenergie schenkt, bessere Stresskompetenz vermittelt, den Selbstausdruck stärkt und zu mehr Lebensfreude führt. Das hört sich fast zu verführerisch an. Wo also ist der Haken? Um Einladungen wahrzunehmen braucht es Zeit – um die Konzepte der Bioenergetik für sich selbst umzusetzen, ebenfalls.

Körpersprache nutzen

Zeit für Körper-Übungen und die Wahrnehmung und Reflexion der körperlichen Sensationen. Und es braucht Ausdauer. Auch «Fitness für die Seele» ist ein kontinuierlicher Prozess, der von der Regelmässigkeit lebt. Die Bioenergetik orientiert sich an der folgender These: Muskuläre Verspannungen sind verkörperte Gefühle. Körperübungen, die Verspannungen lockern, uns in eine tiefere Atmung bringen und unsere Beweglichkeit herausfordern, ermöglichen uns, diese verkörperten Gefühle wahrzunehmen und mit neuen Augen zu betrachten. Um sie zu reflektieren und dann zu entscheiden, ob sie noch zeitgemäss und unterstützend sind. Und ein wunderbarer Nebeneffekt dieser Übungen: Unserer Energiehaushalt verbessert sich rapide und wir gehen mit Stress-Situationen gelassener um. Sie schulen die körperliche Wahrnehmung und stellen uns damit einen sensiblen, jederzeit verfügbaren Berater zur Seite.

Denn unser Körper reagiert unmittelbar und direkt. Damit bietet sich für Führungskräfte eine gute Gelegenheit, beim Wahrnehmen dieses Phänomens, zu intervenieren. Den Blick, die Aufmerksamkeit auf das verkörperte Gefühl zu lenken und diese unbewusste Übertragung ins Bewusstsein zu rücken und damit für sich und andere zum Thema zu machen. Die Beobachtung ermöglicht, die Ebenen zu wechseln, Abstand für die Reflexion herzustellen und dadurch Handlungsalternativen zu erarbeiten.

Theoretisch können wir unsere Emotionen und intuitiven Signale gut über unsere Körper spüren. Im beruflichen Kontext geht es jedoch oft darum, souverän, cool und gelassen schwierige Situationen zu handeln. Wir überhören, übergehen, die Signale unseres Körpers. Und spielen damit mit der Gefahr, den Kontakt zu uns (und zu anderen) zu verlieren. Wir spüren die körperlichen Sensationen nicht mehr. Damit vernachlässigen wir einen Top-Berater, der uns immer zur Verfügung steht unsere Körpersprache. Ich möchte Sie einladen, ihn (wieder) besser kennen zu lernen.

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