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Geschäftsführerthemen: Hier lohnt es sich am Ball zu bleiben

Als Geschäftsführer/-in einer KMU-Unternehmung muss man am Ball bleiben, nur so kann man erfolgreich sein und es auch bleiben. Alleine das Niveau der Produkte oder Dienstleistungen zu halten bzw. zu steigern, absorbiert Kräfte. Im finanziellen Umfeld des Unternehmens am Ball zu bleiben, ist eine Herausforderung.

08.11.2021 Von: Bernhard Madörin
Geschäftsführerthemen

Unternehmensführung

Um als Unternehmer/-in Verantwortung für eine nachhaltige Zukunft zu übernehmen, muss ein innovatives und kreatives Klima durch ein positives Mitarbeiterumfeld geschaffen werden. Dazu gehört, mit Vision und Integrität ein Vorbild zu sein. Um mit Mitarbeitern erfolgreich zu sein, braucht es gegenseitiges Geben und Nehmen. Zum Erfolgsfaktor einer ganzheitlichen Unternehmensführung gehört auch die Vorgabe einer klaren und nachvollziehbaren Strategie. Nur wenn alle am gleichen Strick und in die gleiche Richtung ziehen, kann es vorwärts gehen. Im Verwaltungsrat ist personell ein Weg zwischen familiärer Nähe und Professionalität zu suchen. Und schlussendlich ist auch an eine rechtzeitige Unternehmensnachfolge zu denken.

Unternehmensgewinn

Unternehmerisches Ziel muss es sein, den Gewinn nachhaltig zu steigern, um einerseits Reserven für schwierige Zeiten aufzubauen und um andererseits das Unternehmen schlank zu halten. Nur ein Bewusstsein für einen schonungsvollen Umgang mit den finanziellen Ressourcen führt zu Effizienz und Gewinn. Damit können Gemeinkosten gesenkt werden. Kostenbewusstsein fördert neben der schlanken Unternehmenskultur auch die Konkurrenzfähigkeit des Unternehmens. Damit lässt sich der Vertriebserfolg, bzw. Umsatz, steigern. Resultate sind ein gesundes Unternehmen und Arbeitsplatzsicherheit für die Mitarbeitenden.

Unternehmerische Prozesse optimieren

Das schwächste Glied im Unternehmen ist der Knackpunkt. Die Unternehmensabläufe zu erkennen, zu analysieren und Schwachstellen zu beheben, muss als permanenter Prozess Eingang in den Betriebsalltag finden, um die Produktivität zu halten. Mit kundenorientierter Mitarbeiterführung erhöht man die Wettbewerbsfähigkeit. Eine offene und vertrauensvolle innerbetriebliche Kommunikation deckt rasch Defizite auf und strategische Kooperationen können den Unternehmensprozess verbessern.

Unternehmerische Umfeld kennen

Neben den betrieblichen Faktoren spielt das regulatorische Umfeld zunehmend eine Rolle. Laufend müssen neue Gesetze und neue Bestimmungen im Unternehmen verarbeitet werden. Auch in den nächsten Jahren kommt einiges auf uns zu:

Die wichtigsten Gesetze in der Schweiz muss man kennen:

Das Zivilgesetzbuch (ZGB) regelt die privaten Beziehungen. Es regelt alles fest, was mit Familie, Heirat und Scheidung, Eltern und Kindern, Besitz und Erbschaft zu tun hat. Das Obligationenrecht (OR) regelt das wirtschaftliche Leben. Es bestimmt alles, was mit Unternehmen und Verträgen zusammenhängt. Die wichtigsten Verträge sind Miet-, Kauf- und Arbeitsverträge. Das Strafgesetzbuch (StGB) bestimmt die verschiedenen Arten von Verstössen - Übertretungen, Vergehen und Verbrechen - und die Art, wie sie bestraft werden. Das Strassenverkehrsgesetz (SVG) ordnet alles, was sich auf öffentlichen Strassen und Plätzen abspielt. Es betrifft nicht nur Motorfahrzeuge, sondern auch Fahrräder, Fussgängerinnen und sogar Reiter.

Zahlreiche Neuerungen 2020, hier eine Auswahl:

Der AHV-Beitragssatz steigt um 0,3 Prozentpunkte.

Alte Banknoten können unbegrenzt lange eingetauscht werden und nicht nur während 20 Jahren wie bisher. Die neue Regelung gilt für Banknoten ab der sechsten Serie, die 1976 ausgegeben wurde.

Hausbesitzer können ab 2020 von neuen Abzügen bei der direkten Bundessteuer profitieren. Auslagen für energiesparende Investitionen und Rückbaukosten können auf drei aufeinanderfolgende Steuerperioden verteilt werden. Es handelt sich um eine Massnahme zur Umsetzung der Energiestrategie.

Der Anlegerschutz wird verbessert. Mit dem Finanzdienstleistungsgesetz wird geregelt, wie Kundinnen und Kunden über Finanzinstrumente informiert werden müssen. Mit dem Finanzinstitutsgesetz werden neu auch die unabhängigen Vermögensverwalter einer Aufsicht unterstellt.

Heiratswillige Brautleute stossen auf weniger bürokratische Hürden. Die Wartefrist von zehn Tagen zwischen Ehevorbereitung und Trauung wird gestrichen. Damit kann direkt nach dem positiven Abschluss des Ehevorbereitungsverfahrens eine Trauung durchgeführt werden. An den Voraussetzungen für die Eheschliessung ändert sich nichts.

Die kantonalen Steuerprivilegien für Holdings und andere Statusgesellschaften werden abgeschafft. Die Schweiz reagiert damit auf internationalen Druck. Gleichzeitig werden international akzeptierte Vergünstigungen eingeführt, darunter die Patentbox und der erhöhte Forschungsabzug.

Zahlreiche Neuerungen 2021, hier eine Auswahl:

Das Coronaregime fordert. Im Aktienrecht wurden Neuerungen beschlossen. Kleinere Anpassungen erfolgten bei der AHV und beim BVG. Die Verkehrsregeln haben teilweise geändert. Die Quellensteuern wurden neu geordnet. Der Vaterschaftsurlaub wurde eingeführt. Die Drohnengesetzgebung wurde revidiert. Das Datenschutzgesetz wurde angepasst.

Die Anzahl Gesetzesseiten ist seit 1995 von knapp 43000 Seiten auf 69000 Seiten gestiegen.

Als Geschäftsführer/-in muss man stets am Ball bleiben. Doch neben all den Herausforderungen darf man eines nicht vergessen: eine ausgewogene Lebensführung. Manchmal ist weniger mehr. Und es gibt auch ein Leben vor dem Tode.

Texte teilweise aus: "Der KMU-Verwaltungsrat", 2. Auflage von Dr. iur. Bernhard Madörin, Stämpfli Verlag AG, Bern

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