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Trennungskultur: Ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenskultur

Eine durchdachte, definierte und gelebte Trennungskultur ist für jedes Unternehmen unverzichtbar und sollte Teil der Unternehmenskultur sein. Welche Faktoren zeichnen jedoch eine Unternehmenskultur aus? Und weshalb ist eine gute Trennungskultur wichtig?

31.10.2022 Von: Michael Hasler
Trennungskultur

Die «harten Faktoren» sind nicht alles: Branche, Unternehmensgrösse und Umsatzzahlen sagen nichts darüber aus, was dein Unternehmen im Innersten zusammenhält. Es sind die «weichen Faktoren» die eine Unternehmenskultur prägen – also die Werte, Normen und Einstellungen, welche die Entscheidungen, Handlungen und das Verhalten der Menschen in Organisationen beeinflussen.

Im Arbeitsalltag zeigt sich die Unternehmenskultur im Verhalten und im Umgang miteinander, in der Art der Führung, im Kommunikationsverhalten, in der Organisationsform und den vorherrschenden Strukturen, in der Gestaltung der Arbeitsumgebung und schlussendlich in den geteilten Werten und Normen.

Eine positive Unternehmenskultur kann:

  • ein gutes Arbeitsklima fördern
  • die Motivation der Mitarbeitenden steigern
  • die Fluktuation und somit die Kosten für Rekrutierung reduzieren
  • die Attraktivität des Arbeitgebers im Arbeitsmarkt steigern
  • Talente anziehen, motivieren und behalten
     

Eine passende Unternehmenskultur legt die Basis, damit Organisationen ihre Ziele erreichen, die Mitarbeitenden sich wohlfühlen und sich engagiert sowie langfristig für die Unternehmensziele einsetzen.

Kündigung und Trennungskultur

Personelle Veränderungsprozesse sind alltäglicher Bestandteil einer sich stetig wandelnden Arbeitswelt. Unternehmen, die heute erfolgreich sein wollen, müssen diese anspruchsvolle Aufgabe im Wettbewerb um die besten Talente gekonnt meistern. Dazu gehört nicht nur die Neubesetzung von Positionen, sondern auch die Trennung von Mitarbeitenden. Wir beobachten immer wieder, dass Firmen viel in die Rekrutierung investieren, den Trennungsprozess aber oftmals vernachlässigen. Dabei gibt es eine Vielzahl an klar greifbaren Gründen, warum auch dieser Teil der Unternehmensstrategie sein muss und gut geplant sein sollte.

In den meisten Unternehmen wird das Thema «Kündigung und Trennung» immer noch als Tabu behandelt und nicht offen besprochen. Niemand will sich seine Hilflosigkeit und seine Ängste eingestehen. Laut einer Studie1 der Firma Kienbaum aus dem Jahr 2021 haben nur 33% der befragten Firmen eine Trennungsstrategie und davon nur 26% klar definierte Prozesse, Tools und Vorlagen.

In der Folge entsteht eine Trennungskultur, die das Unternehmen viel Geld kostet, die Produktivität senkt und das Betriebsklima belastet. Neben den offensichtlichen Kosten wie Sozialplan, Abfindungen, Training, Beratung/Outplacement und Gerichtskosten sind die verdeckten Kosten meist viel bedeutender. Zu den verdeckten Kosten gehören Aspekte wie Fluktuationskosten, Fehlzeiten, Verschlechterung des Betriebsklimas, Absinken der Produktivität, Imageverlust bei Kunden und Bewerbern usw.: Es sind also alles Kosten, die sich fast exklusiv auf die Unternehmungskultur beziehen.

Definition Trennungskultur:
Trennungskultur ist die Summe aller Prozesse, Regeln und Massnahmen, die Trennungen (Personalabbau und Kündigungen) und Veränderungen (Versetzungen) in Unternehmen fair, wertschätzend und professionell machen.

Dabei loben sich Firmen in ihren Employer-Branding-Kampagnen häufig für ihre gute Unternehmenskultur und den wertschätzenden Umgang untereinander; wenn man aber die direkt Betroffenen von Trennungen ein bisschen genauer befragt, bekommt das schöne Bild ein paar Risse. Für eine gute Trennungskultur ist es deshalb wichtig, ein klar durchdachtes Trennungsmanagement zu definieren und umzusetzen.

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