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Prämienlohn: Salär mit Sahnehäubchen

KURZ ZUSAMMENGEFASST

Der Prämienlohn ist ein variabler Vergütungsbestandteil, der an das Erreichen definierter Ziele geknüpft ist. Ob er als fester Lohnanspruch oder als freiwillige Gratifikation gilt, hängt massgeblich von der vertraglichen Formulierung und der gelebten Praxis ab. Entscheidend ist, ob die Höhe und Auszahlung im Ermessen des Arbeitgebers liegen oder fest definiert sind.

Die wichtigsten Punkte:

  • Prämien können an Umsatz-, Ergebnis- oder individuelle Ziele gebunden sein.
  • Die Bezeichnung «Bonus» ist rechtlich nicht entscheidend; der Inhalt zählt.
  • Eine Bedingung des ungekündigten Arbeitsverhältnisses ist bei festem Lohn unzulässig.
  • Regelmässige, bedingungslose Auszahlung über 3 Jahre wandelt den Bonus in Lohn um.
12.01.2026 Von: Thomas Wachter
Prämienlohn

Wann ist ein Prämienlohn rechtlich ein fester Lohnbestandteil und wann eine freiwillige Gratifikation?

Oft ist unklar, ob der Prämienlohn Lohncharakter hat oder ob er als Sondervergütung zu werten ist. Lesen Sie in diesem Beitrag, welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen, damit einen Prämienlohn ausbezahlt wird.

Prämienlohn

Umsatz- oder Ergebnisziele

Variable Vergütungen werden – insbesondere auf der Managementebene – häufig an das Erreichen von Umsatz- oder Ergebniszielen gebunden. Messgrössen sind dabei der Bereichsumsatz, der Abteilungsertrag (Einnahmen minus Kosten), der Ebit (Earnings before Interest and Tax, Gewinn vor Zinsen und Steuern) etc., meist im Vergleich mit dem Budget oder mit dem Vorjahresergebnis.

Praxis-Beispiel: Ein Produktionsleiter erhält eine Prämie in Abhängigkeit des Produktionsumsatzes minus der Produktionskosten.

Individuelle persönliche Ziele

Ergänzend oder ausschliesslich kommen als Massstab individuell vereinbarte Ziele, wie etwa erfolgreich abgeschlossene Projekte oder Aufgaben in Frage.

Praxis-Beispiel: Eine Mitarbeiterin übernimmt die Projektleitung für die Einführung eines neuen Informatikprogramms. Bei erfolgreichem Projektabschluss wird ihr einen Prämienlohn in Aussicht gestellt. Ein Mitarbeiter hat den Auftrag, die Zahlungsfähigkeit der Kunden regelmässig zu prüfen und die Zahlungsfrist der Debitoren innert eines Jahres um drei Tage zu senken. Bei Erfolg erhält er einen vereinbarten Bonus.

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