19.11.2018

Finanzielle Führung: 30 Erfolgsregeln der finanziellen Unternehmensführung

Diese Checkliste zeigt die 30 Erfolgsregeln der finanziellen Unternehmensführung auf. Mittels dieser Erfolgsregeln kann die Unternehmensführung feststellen, ob und inwieweit sie die Voraussetzungen für einen finanziellen Erfolg erfüllt hat.

Von: Prof. Dr. Thomas Rautenstrauch  DruckenTeilen Kommentieren 

Prof. Dr. Thomas Rautenstrauch

Thomas Rautenstrauch ist Professor für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Accounting und Controlling sowie Leiter des Center for Accounting & Controlling an der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich. Weiterhin ist er als Gastprofessor für Management Accounting im Executive MBA des Institute for Management in Technology (iimt) an der Universität Fribourg tätig. Thomas Rautenstrauch ist Autor von mehreren Fachbüchern und zahlreichen Artikeln in Fachzeitschriften und in der Wirtschaftspresse.

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Erfolgreiche finanzielle Unternehmensführung

Die folgenden Regeln sind als Leitlinien erfolgreicher finanzieller Unternehmensführung in drei Bereiche unterteilt:

  • Investition und Finanzierung
  • Organisation, Information und Planung
  • Optimale Produktivität und Kostenmanagement

Die 10 Regeln zur optimalen Investition und Finanzierung

1. Bonität und Eigenkapital

Eine angemessene Eigenkapitalausstattung eines Unternehmens ist zur Risikobegrenzung und Sicherung der Bonität unumgänglich.

2. Kapitalbindung optimieren

Eine unnötig hohe Kapitalbindung – insbesondere in Folge von Investitionen – ist zu vermeiden.

3. Kapitalbedarfsrechnung

Bei Investitionsprojekten ist auf eine vollständige Erfassung des Kapitalbedarfs (einschliesslich Umlaufvermögen) zu achten, um Finanzierungsprobleme zu vermeiden.

4. Wertsteigernde Investitionen

Investitionen müssen eine Kapitalrendite von mindestens in Höhe der Kapitalkosten erwarten lassen, um den Unternehmenswert zu steigern.

5. Liquiditätsreserven

Der Stand der Liquiditätsreserven ist jederzeit bekannt und die voraussichtliche Liquiditätsentwicklung der nächsten 6 bis 12 Wochen wird kontinuierlich fortgeschrieben und überwacht.

6. Skontonutzung

Skonto sollte bei Einkäufen grundsätzlich in Anspruch genommen werden.

7. Darlehenslaufzeiten

Bei niedrigen Zinsen langfristige Darlehenslaufzeiten vereinbaren.

8. Fristenkongruenz

Langfristig im Unternehmen verbleibende Vermögenswerte sind langfristig zu finanzieren.

9. Rückstellungen bilden

Die beste Möglichkeit Steuern zu stunden, besteht darin, alle Möglichkeiten der Bildung von Rückstellungen zu nutzen.

10. Wachstumsfinanzierung

Wachstum ist nur sinnvoll, wenn es finanzierbar ist.

Die 10 Regeln zur optimalen Organisation, Information und Planung

1. Planungskreis

Massnahmen müssen zielkonform und fundiert geplant sein. Die Resultate der Umsetzung werden systematisch berichtet und kontrolliert.

2. Aufgaben- und Kompetenzregelungen

Alle Mitarbeitenden müssen wissen, welche Aufgaben und Kompetenzen sie haben, und durch wen sie notfalls vertreten werden.

3. Projektplanung

Nur ein konkreter, detaillierter und realistischer Projektplan sichert die Umsetzung von Ideen, Strategien und Planungen.

4. Führungsinformationen und strategisches Controlling

Die Unternehmensführung muss regelmässig, automatisch und möglichst standardisiert die wichtigsten Informationen über die Entwicklung des Unternehmens erhalten (testen Sie hier Ihr Wissen zum strategischen Controlling).

5. Risikofrüherkennung

Jede Führungskraft kennt die relevanten Frühwarnindikatoren in ihrem Verantwortungsbereich und beobachtet kontinuierlich deren Entwicklung mittels Kennzahlenvergleich (Zeitvergleich, Soll/Ist-Vergleich, Betriebsvergleich).

6. Investitionsplanung

Für jede grössere Investition wird eine Wirtschaftlichkeitsbewertung durchgeführt auf deren Basis der Entscheid für oder wider die Investition gefällt werden kann (mehr dazu hier).

7. Ergebnisbericht und -durchsprachen

Die Unternehmensführung erhält die Monatsergebnisse der Finanz- und Betriebsbuchhaltung zeitnah und bespricht diese im Führungskreis.

8. Aussagekräftige Monatsabschlüsse

Die Buchhaltung ist stets auf dem aktuellsten Stand und stellt sicher, dass alle vorhersehbaren Aufwendungen (z. B. Abschreibungen, Rückstellungen, Dauerbuchungen) zeitlich abgegrenzt werden.

9. Budgetkontrolle

Es existiert ein verbindliches Jahresbudget für die Unternehmung und deren Verantwortungsbereiche, dessen Einhaltung bzw. Erreichung regelmässig kontrolliert wird.

10. Strategie Review

Die Unternehmensführung hat strategische Ziele für die kommenden drei bis fünf Jahre festgelegt und kontrolliert deren Aktualität, Gültigkeit und Erreichung wenigstens einmal jährlich.

Die 10 Regeln zur optimalen Produktivität und Kostenmanagement

1. Arbeitsproduktivität überwachen

Die Arbeitsproduktivität (Output im Verhältnis zum zeitbezogenen Arbeitseinsatz) einer Organisation und jedes ihrer Tätigkeitsbereiche wird kontinuierlich überwacht.

2. Delegation

Eine Führungskraft muss rechtzeitig Verantwortungsbereiche delegieren.

3. Nachfolgeregelung

Ein Unternehmer muss rechtzeitig einen Nachfolger aufbauen (lesen Sie hier mehr zur Nachfolgeplanung).

4. Aufgabenanalyse

In einem Unternehmen sollte einmal pro Jahr über die Notwendigkeit und die Art der Erfüllung der betrieblichen Aufgaben nachgedacht werden.

5. Kostenmanagement

Wettbewerbsfähige Verkaufspreise erfordern ein leistungsfähiges Kostenmanagement und eine transparente Kalkulation.

6. Prozessoptimierung

Aufgaben sollten zur Geschäftsprozessoptimierung sinnvoll auf Stellen zusammengefasst und nicht willkürlich aufgeteilt werden.

7. Reihenfolgeplanung

Es sollte eine verbindliche Regelung geben, welche der verschiedenen Aufträge bzw. Angaben, die zur Bearbeitung anstehen, mit Priorität zu bearbeiten sind.

8. Auftragsauswahl

Bei Kapazitätsengpässen sollten die Aufträge gewählt werden, die den höchsten spezifischen Deckungsbeitrag (= Deckungsbeitrag je Engpasseinheit) aufweisen.

9. Arbeitsflexibilisierung

Arbeitszeitregelungen sollten so flexibel sein, dass damit Schwankungen der Nachfrage ausgeglichen werden können.

10. Lieferantenauswahl und Angebotsvergleich

Bei grösseren Einkäufsbeträgen sollten grundsätzlich Vergleichsangebote eingeholt werden.

Lesen Sie hier mehr über die fünf Analyse Bereiche einer Finanzanalyse. Umfassende Informationen zum Thema Finanzmanagement gibt Ihnen unser Buch Modernes Finanzmanagent.

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