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Finanzielle Führung: 30 Erfolgsregeln der finanziellen Unternehmensführung

KURZ ZUSAMMENGEFASST

Die finanzielle Führung in Schweizer KMU basiert auf drei Säulen: Investition und Finanzierung, Organisation sowie Produktivität und Kostenmanagement. Die vorgestellten 30 Regeln bieten einen umfassenden Leitfaden, um die Bonität zu sichern, Kapital effizient zu binden und Prozesse transparent zu steuern. Entscheidend ist dabei der kontinuierliche Vergleich von Soll- und Ist-Werten sowie die disziplinierte Einhaltung von Budgets, um auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten handlungsfähig zu bleiben.

Die wichtigsten Punkte:

  • Eine angemessene Eigenkapitalausstattung ist essenziell für die Risikobegrenzung und Bonitätssicherung.
  • Liquiditätsreserven müssen für die nächsten 6 bis 12 Wochen kontinuierlich überwacht werden.
  • Langfristige Vermögenswerte sollten konsequent langfristig finanziert werden (Fristenkongruenz).
  • Regelmässige Strategie-Reviews und Budgetkontrollen gewährleisten die Erreichung der Unternehmensziele.
  • Transparentes Kostenmanagement und Prozessoptimierung sind Voraussetzung für wettbewerbsfähige Preise.
17.05.2025 Von: Prof. Dr. Thomas Rautenstrauch
Finanzielle Führung

Wie können KMU durch 30 konkrete Regeln die finanzielle Führung optimieren und den Unternehmenswert steigern?

Diese Checkliste zeigt die 30 Erfolgsregeln einer finanzielle Führung auf. Mittels dieser Erfolgsregeln kann die Unternehmensführung feststellen, ob und inwieweit sie die Voraussetzungen für einen finanziellen Erfolg erfüllt hat.

Einleitung zum Thema Finanzielle Führung

Die folgenden Regeln sind als Leitlinien zum Thema finanzielle Führung in drei Bereiche unterteilt:

  • Investition und Finanzierung
  • Organisation, Information und Planung
  • Optimale Produktivität und Kostenmanagement

Die 10 Regeln zur optimalen Investition und Finanzierung

1. Bonität und Eigenkapital

Eine angemessene Eigenkapitalausstattung eines Unternehmens ist zur Risikobegrenzung und Sicherung der Bonität unumgänglich.

2. Kapitalbindung optimieren

Eine unnötig hohe Kapitalbindung – insbesondere in Folge von Investitionen – ist zu vermeiden.

3. Kapitalbedarfsrechnung

Bei Investitionsprojekten ist auf eine vollständige Erfassung des Kapitalbedarfs (einschliesslich Umlaufvermögen) zu achten, um Finanzierungsprobleme zu vermeiden.

4. Wertsteigernde Investitionen

Investitionen müssen eine Kapitalrendite von mindestens in Höhe der Kapitalkosten erwarten lassen, um den Unternehmenswert zu steigern.

5. Liquiditätsreserven

Der Stand der Liquiditätsreserven ist jederzeit bekannt und die voraussichtliche Liquiditätsentwicklung der nächsten 6 bis 12 Wochen wird kontinuierlich fortgeschrieben und überwacht.

6. Skontonutzung

Skonto sollte bei Einkäufen grundsätzlich in Anspruch genommen werden.

7. Darlehenslaufzeiten

Bei niedrigen Zinsen langfristige Darlehenslaufzeiten vereinbaren.

8. Fristenkongruenz

Langfristig im Unternehmen verbleibende Vermögenswerte sind langfristig zu finanzieren.

9. Rückstellungen bilden

Die beste Möglichkeit Steuern zu stunden, besteht darin, alle Möglichkeiten der Bildung von Rückstellungen zu nutzen.

10. Wachstumsfinanzierung

Wachstum ist nur sinnvoll, wenn es finanzierbar ist.

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