Umsatzplanung: Für das Gesamtunternehmen

KURZ ZUSAMMENGEFASST

Die präzise Ermittlung von PLAN-Umsatzerlösen ist die Basis für eine stabile Erfolgsrechnung und Liquiditätsplanung. Da umsatzabhängige Kosten wie der Wareneinsatz oft zeitversetzt anfallen, muss die Planung diese Verzögerungen berücksichtigen, um Fehlkalkulationen zu vermeiden.

Die wichtigsten Punkte:

  • Umsatzerlöse bestimmen die Höhe der umsatzabhängigen Kosten.
  • Wareneingang und Umsatzrealisierung liegen oft in verschiedenen Monaten.
  • Bei internationaler Fertigung verlängert sich die Planungszeitspanne erheblich.
  • Die Excel-Vorlage verknüpft Umsatz- und Materialdaten direkt.
  • Ausgaben für das Folgejahr müssen bereits im Dezember geplant werden.
02.02.2026 Von: WEKA Redaktionsteam
Umsatzplanung

Wie planen Sie den Umsatz und die Materialkosten synchron, um die Liquidität zu sichern?

Ein wesentliches Kriterium für die Planungsrechnungen sind die PLAN-Werte für die Umsatzerlöse. Die exakte Ermittlung dieser Monatswerte ist nicht nur entscheidend für die PLAN-Erfolgsrechnung und die Liquiditätsplanung, sondern wirkt weiter in die Berechnungen der ganz oder teilweise umsatzabhängigen Kostenbereiche – insbesondere für den Waren- oder Materialeinsatz. Lesen Sie in diesem Beitrag mehr zur Umsatzplanung und profitieren Sie von unserer Arbeitshilfe zum Sofort-Download.

Die Umsatzplanung 

In der Regel liegen Wareneinkauf/Materialbeschaffung und das Erzielen der Umsatzerlöse daraus nicht im gleichen Monat. Mit anderen Worten, der Waren-/Materialeingang liegt in einer bestimmten Zeitspanne vor der Umsatzrealisierung der eingesetzten Materialien. Werden z. B. Produkte ganz oder teilweise im Ausland hergestellt, so sind zwar teilweise die Produktionskosten geringer, aber die Zeitspanne zwischen Eingang Rohmaterialien, Lieferung zur Fertigung ins Ausland, Produktion im Ausland, Rücklieferung der Fertigprodukte bis zur Ablieferung an den Käufer/Umsatzrealisierung ist erheblich länger. Wenn also Produkte im Juni des PLAN-Jahres ausgeliefert werden sollen und die oben erwähnte Verfügbarkeitsdauer der Rohmaterialien zwei Monate beträgt, dann erfolgt der Wareneingang bereits im April. Entsprechend ist die Einordnung dieses Wareneingangs in die Liquiditätsrechnung zu steuern.

Da die Planung des Wareneingangs/Wareneinsatzes sich also auch auf die Grössenordnung des Umsatzes bezieht, sind die Dateien Umsatzplanung mit den Dateien Waren- bzw. Materialeinsatz verknüpft. Deshalb ist es also auch für die Liquiditätsplanung notwendig, die Ausgaben für Material-/Wareneinsatz im Dezember aus den Umsatzwerten im Folgejahr zu berechnen.

Die Excel-Vorlage Umsatzplanung besteht aus folgenden Tabellenblättern:

  • PLAN-Umsatzwerte+Grunddaten
  • PLAN-Erlösschmälerungen
  • IST-Erlösschmälerungen
  • Umsatzwerte Vorjahr
  • Gesamt Umsatz Vgl-PIan-Vorjahr

Zudem finden Sie eine praktische Anleitung, die Ihnen Schritt-für Schritt zeigt, wie Sie bei der Berechnung in der Umsatzplanung vorgehen müssen.

Checkliste

  • PLAN-Umsatzwerte und Grunddaten im ersten Tabellenblatt erfassen.
  • Geplante Erlösschmälerungen separat im zweiten Blatt eintragen.
  • Historische Daten der IST-Erlösschmälerungen für die Prognose nutzen.
  • Umsatzwerte des Vorjahres als Vergleichsbasis hinterlegen.
  • Gesamtumsatz-Vergleich zwischen Plan und Vorjahr erstellen.
  • Zeitspanne zwischen Wareneingang und Verkauf für jedes Produkt analysieren.
  • Wareneinsatzkosten basierend auf dem geplanten Umsatz des Folgejahres berechnen.
  • Liquiditätsrechnung anpassen, um zeitversetzte Zahlungen abzubilden.
  • Anleitung der Excel-Vorlage Schritt-für-Schritt durchgehen.
  • Planungsdaten mit der Produktions- und Beschaffungsabteilung abstimmen.

FAQ: Umsatzplanung

Warum ist die Umsatzplanung entscheidend für die Liquidität?

Da umsatzabhängige Kosten wie Material oder Wareneinsatz oft zeitversetzt anfallen, muss die Planung diese Verzögerungen exakt abbilden, um Zahlungsengpässe zu vermeiden.

Wie beeinflusst die Fertigung im Ausland die Planung?

Die längere Zeitspanne für Rohmaterialbeschaffung, Produktion und Rücklieferung erfordert eine frühere Planung des Wareneingangs, oft Monate vor der eigentlichen Umsatzrealisierung.

Welche Daten werden in der Excel-Vorlage benötigt?

Die Vorlage benötigt PLAN-Umsatzwerte, Grunddaten, Erlösschmälerungen sowie Vergleichswerte aus dem Vorjahr, um eine ganzheitliche Planung zu ermöglichen.

Muss der Wareneinsatz im Dezember für das Folgejahr geplant werden?

Ja, da die Ausgaben für Material und Wareneinsatz oft erst im Folgejahr anfallen, müssen sie bereits im Dezember auf Basis der Umsatzplanung des nächsten Jahres berechnet werden.

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