Führung: Was gute Führung bewirken kann
KURZ ZUSAMMENGEFASST
Gute Führungskräfte steigern die Produktivität überdurchschnittlich, indem sie ein Klima schaffen, in dem Mitarbeiter Freude an der Leistung haben. Der Schlüssel liegt in der Verbindung von sachlichem Management und emotionaler Leadership-Kompetenz. Nur wer sich selbst führt und authentisch ist, schafft die notwendige Vertrauensbasis für echte Motivation.
Die wichtigsten Punkte:
- Unternehmenserfolg hängt direkt von der Motivation und dem Engagement der Mitarbeiter ab.
- Führung erfordert die situative Anwendung von Manager- und Leader-Fähigkeiten.
- Authentizität und Selbstreflexion sind die Basis für jede effektive Führungspersönlichkeit.
- Vertrauen und Offenheit bilden die Säulen einer tragfähigen Führungskultur.

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Wie können Führungskräfte durch Authentizität und situatives Handeln die Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter nachhaltig steigern?
Fehler in der Führung vermeiden
Führungskompetenz ist einerseits das Zauberwort, andererseits das Kernproblem moderner Organisationen. Ob es die Innovationslethargie grosser Konzerne oder die Motivationsdefizite bei Mitarbeitern sind – immer scheint es sich um Fehler in der Führung zu handeln.
Doch es gibt auch Ausnahmen: Unternehmer und Führungskräfte, die ihre Mitarbeiter zu Höchstleistungen motivieren. Sie haben geschafft, was einen Vorgesetzten von einer echten Führungskraft unterscheidet: Die Mitarbeiter folgen ihnen.
Manager und Leader
Wenn wir Führung als die Fähigkeit definieren sowohl Manager als auch Leader zu sein, dann unterscheidet sich die sehr gute Führungskraft von der guten dadurch, dass sie beide Fähigkeiten gleichermassen beherrscht und situativ anwenden kann. Es geht im Bereich Führung auf der emotionalen Ebene darum, durch Charakter und Persönlichkeit, Auftreten und Ausstrahlung wirksame „Führungs-Kraft“ zu entwickeln. Das hat Auswirkung auf die Menschen, ihre Motivation und Stimmung, auf die Unternehmenskultur und die im Unternehmen herrschende Geisteshaltung und die Teambildung. Die Techniken und Instrumente im Managementbereich, also auf der sachlichen Ebene, wirken auf Projekte, Sachthemen, Aktionen, Ergebnisse und Produkte. Managen heisst also, fachlich und methodisch fit zu sein. Leadership bedeutet, sein gelebtes Wertesystem mit sozialer Kompetenz und Selbstkompetenz zu verbinden. Führung entfaltet sich, wenn neben einer ganzheitlichen Führungspersönlichkeit zwei weitere Faktoren dazu kommen: ein konsistentes Führungsmodell und eine tragfähige Vertrauenskultur.
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Sich selbst führen können
Die eigene Persönlichkeit ist die Basis für alle Fähigkeiten und Techniken, die eine Führungskraft erlernen kann. Persönlichkeit heisst in diesem Zusammenhang, authentisch und echt sein. Dazu gehört zunächst, sich selbst zu begreifen, sich seiner selbst bewusst zu sein. „Führen heisst, sich selbst führen können“ – das bedeutet vor allem die selbstkritische Reflexion der eigenen Verhaltensmuster. Erfolgreiche Führungskräfte haben den Mut, sich regelmässig den Spiegel vorzuhalten, und verstecken sich nicht hinter Masken der Selbstbeweihräucherung oder Selbstüberschätzung.
Führungskräfte, die authentisch sind und einem Wertesystem folgen, schaffen die Vertrauensbasis, die Führung erst möglich macht. Vertrauen, Offenheit und Kommunikation sind die Säulen, auf denen eine gute Führung ruht. Eine gute Führungskraft ist für die Mitarbeiter in allen Belangen ein Vorbild. Erfüllt sie diese Rolle nicht, indem sie zum Beispiel Vertrauensbrüche begeht oder Mitarbeiter gering schätzt, wird das nur schwer verziehen. Entscheidend ist in solchen Fällen, wie die Führungskraft mit dem Fehler umgeht, ob sie dazu steht und aktiv, für den Mitarbeiter sichtbar an einer Verbesserung arbeitet. Sachliche und fachliche Fehler werden viel eher verziehen als Fehler auf der emotionalen Ebene.
Checkliste
- Reflektieren Sie regelmässig Ihre eigenen Verhaltensmuster und bleiben Sie authentisch.
- Unterscheiden Sie klar zwischen sachlichen Managementaufgaben und emotionaler Führung.
- Setzen Sie sich aktiv für die Entwicklung einer offenen Feedbackkultur ein.
- Nutzen Sie Techniken wie «Aktives Zuhören» in Gesprächen mit Mitarbeitenden.
- Seien Sie ein Vorbild in puncto Werten und integrieren Sie Fehler transparent.
- Passen Sie Ihren Führungsstil flexibel an die Situation und die Person an.
- Fördern Sie den Aufbau einer konsistenten Vertrauenskultur im Team.
Führungskompetenz entwickeln
Gute Führung kann man nicht lernen wie die Bedienung einer Maschine. Dafür spielt die eigene Persönlichkeit eine viel zu grosse Rolle. Allerdings kann man Kompetenzen entwickeln und Techniken lernen, die die tägliche Führungsarbeit unterstützen. Dazu zählen zum Beispiel Kommunikationsmethoden und -techniken wie „Aktives Zuhören“, Feedbackkultur, Mitarbeiter- und Zielvereinbarungsgespräche. Führen ist sicher die Verbindung von Eigenschaften und Fähigkeiten, die, gezielt trainiert, Sicherheit im Führungsalltag geben. In ihrer Gesamtheit können sie jedoch kaum von aussen beigebracht werden. In den Führungsseminaren geht es deshalb in erster Linie darum, Führungskräfte dabei zu unterstützen, sich selbst besser kennenzulernen und ihnen Instrumente an die Hand zu geben, mit denen sie ihre verschiedenen Rollen als Vorbild, Anführer und Entwickler besser bewältigen können. Das Idealbild der Führungskraft gibt es nicht.
Unter dem Titel „Erfolgreiche Führung gegen alle Regeln“ beschreibt eine Gallup-Studie, dass erfolgreiche Führungskräfte auf den ersten Blick kaum etwas gemeinsam haben. Es sind völlig unterschiedliche Persönlichkeiten, die ihre Ziele auf unterschiedliche Weise verfolgen. Sie alle haben nur eine Gemeinsamkeit: Sie verfügen über die Kompetenz, wertvolle Mitarbeiter zu gewinnen, zu halten und zu fördern. Sie haben einen eigenen Stil, den sie flexibel den Gegebenheiten, der Organisation und den Menschen anpassen können.
FAQ: Führung
Was unterscheidet einen Manager von einem Leader?
Ein Manager ist fachlich und methodisch fit für Projekte und Ergebnisse, während ein Leader Werte, soziale und Selbstkompetenz verbindet. Die sehr gute Führungskraft beherrscht beide Ebenen situativ.
Kann man Führungskompetenz lernen?
Führung kann nicht wie eine Maschine bedient werden, aber Kompetenzen und Techniken wie Kommunikationsmethoden lassen sich trainieren. Die Persönlichkeit bleibt jedoch die Basis.
Warum ist Selbstführung so wichtig?
Authentizität und die Fähigkeit, sich selbst zu reflektieren, schaffen die Vertrauensbasis, die für eine gute Führung unerlässlich ist. Ohne Selbstführung fehlt die Glaubwürdigkeit.
Wie gehen erfolgreiche Führungskräfte mit Fehlern um?
Sachliche Fehler werden eher verziehen als emotionale. Wichtig ist, dass die Führungskraft zu Fehlern steht und sichtbar an einer Verbesserung arbeitet.