03.01.2018

Verhaltensmuster durchbrechen: 3 Tricks, um vom Alten zum Neuen zu gelangen

Alles, was Sie brauchen sind: Eiserner Wille, Disziplin, Ausdauer. Und schon sitzt das neue Verhalten. Schön wär’s. Stattdessen tappen Sie immer wieder ins alte Verhaltensmuster. Mit nur 3 Tricks schaffen Sie die Wende.

Von: Brigitte Miller   Drucken Teilen   Kommentieren  

Brigitte Miller

Brigitte Miller ist freie Autorin und Journalistin. Seit 1990 schreibt sie für namhafte Verlage und Online-Portale im In- und Ausland zu den Themenbereichen Management, Mitarbeiterführung, Zeitmanagement, Kreativität und Selbstmanagement. In ihre Beiträge lässt sie nicht nur die vielen Tipps und Erfahrungen fliessen, die sie durch Gespräche und Interviews erhält, sondern auch persönliche Erkenntnisse, die ihr der Berufsalltag beschert.

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Alte Verhaltensmuster sind hartnäckig…

Sie haben ein Ziel. Sie wollen ein bestimmtes Verhalten ablegen und durch ein neues ersetzen. Vielleicht täglich 30 Minuten joggen, statt PC-Games zu spielen. Vielleicht mit mehr Empathie auf verärgerte Kunden zu reagieren, statt wie bisher mit genervtem Verhalten. Vielleicht sich auch mehr Zeit für das Erledigen von Aufgaben zu geben, statt sich innerlich mit Worten wie «Jetzt mach schon» anzutreiben.

Obwohl Sie Ihr Ziel vor Augen haben – sicherlich auch einzelne Realisierungsschritte notierten und umsetzen -, will das alte Verhalten nicht weichen. Es verharrt hartnäckig in Ihrem Verhaltensrepertoire und wird immer wieder aktiv. Frustrierend. Nervig. Vielleicht stellen sich ganz langsam, aber sicher Zweifel ein, ob das neue Verhalten wirklich notwendig ist und/oder ob Sie es schaffen. Für diese Zweifel besteht allerdings kein Anlass. Denn Verhaltensmuster sind nicht allein hartnäckig, sie sind eben auch wohlvertraut.

… und wohlvertraut

Solch eine (Wohl-)Vertrautheit kann zwar beim Ablegen alter Verhaltensmuster hinderlich sein, aber grundsätzlich ist es eine sehr positive Eigenschaft. Denn das alte Verhalten

  • ist schnell abrufbar.
  • macht Sie handlungsfähig.
  • lässt Sie, ohne viel überlegen zu müssen, in Situationen (re-)agieren.
  • bietet Ihnen Sicherheit, gar ein Gefühl der Geborgenheit.
  • befriedigt bestimmte Bedürfnisse.
  • macht Sie gegenüber Ihren Mitmenschen zuverlässig (die wissen, wie Sie reagieren werden).

Vom Altgewohnten zum Neuen Tun: 3 Tricks

Die oben genannten Eigenschaften sind alles Vorteile. Und jeder dieser Vorteile bietet Ihnen auch eine Fülle an Informationen, was Sie beim Durchbrechen alter Verhaltensmuster berücksichtigen sollten - die drei folgenden Tricks unterstützen Sie dabei.

Verhaltensmuster durchbrechen – Trick 1: Impulse und Ursachen erkennen

Das neue Verhaltensmuster will noch nicht greifen. Dafür gibt es einen Grund, also eine Ursache. Machen Sie sich diesen jetzt bewusst. Rufen Sie sich die aktuelle Situation (oder vergangene Situationen) ins Gedächtnis. Fragen Sie sich:

  • Was ist passiert? Wer war daran beteiligt?
  • Was hat die Situation in Ihnen ausgelöst? Stress? Über-/Unterforderung? Ärger? Langeweile?
  • Wie haben Sie bisher auf diese Auslöser reagiert? Welche vertrauten Handlungsimpulse wurden somit abgerufen? Genervt reagieren? Im Internet surfen, um sich abzulenken?
  • Mit welchem neuen Verhalten woll(t)en Sie in dieser Situation agieren? Was hatten Sie sich konkret vorgenommen, d.h. welche Schritte waren geplant?
  • Ab welchem Punkt der Handlungskette wurde dieser Ziel-Vorsatz blockiert? Welche(n) Zwischenschritt(e) sollten Sie somit zukünftig einfügen, damit Ihre neue Handlungskette reibungslos funktioniert?

Notieren Sie sich unbedingt Ihre Antworten. Analysieren Sie solange jede Situation, in der erneut das alte Verhaltensmuster aufpoppt, bis das neue Verhalten mühelos zum Einsatz kommt. Manches Mal können mehrere Anläufe nötig sein, bis Sie alle Blockaden aus dem Weg geräumt haben.

Verhaltensmuster durchbrechen – Trick 2: Bedürfnisse erfüllen

Alte Verhaltensmuster erfüllen für Sie wichtige Bedürfnisse. Wollen Sie nun Ihr altes Verhaltensmuster durchbrechen und durch ein anderes ersetzen, heisst es unbedingt: Befriedigen Sie Ihre dazugehörenden Bedürfnisse. Denn tun Sie dies nicht – Sie ahnen es -, geschieht eins: Ihr altes Verhaltensmuster beisst sich fest und wird immer wieder aktiviert.

Deshalb entdecken Sie diese Bedürfnisse mit der Übung «Running-a-phrase: Den Gedanken freien Lauf lassen»:

  • «Wenn ich (altes Verhaltensmuster eintragen)…, dann befriedige ich folgendes Bedürfnis…» beispielsweise «Wenn ich nach der Arbeit im Internet surfe, dann befriedige ich meine Neugier, chatte mit Freunden.»
  • «(Altes Verhaltensmuster) bedeutet für mich…» beispielsweise «Im Internet nach der Arbeit surfen bedeutet für mich Abstand zu gewinnen und den Alltag zu vergessen.»
  • «Dank dem (alten Verhaltensmuster) kann ich…» beispielsweise «Dank dem Surfen im Internet kann ich der Langeweile entkommen.»
  • «(Altes Verhaltensmuster) steht für mich…» beispielsweise «Das Surfen im Internet steht für mich für Entspannung.»

Überlegen Sie sich anschliessend für jedes Bedürfnis, das Sie aufgelistet haben,

  • wie Sie es durch Ihr neues Verhalten befriedigen können
  • und/oder wie viel Zeit Sie pro Tag oder in der Woche für das alte Verhalten aufbringen wollen, damit dieses erfüllt wird.

Verhaltensmuster durchbrechen – Trick 3: Äussere Widerstände ernst nehmen

Die ersten Male läuft alles rund. Sie sind begeistert. Ihre Familie, Freunde und/oder Kollegen geben Ihnen Unterstützung. Nur dann beginnt es zu bröckeln «Es war immer so schön, mit dir zusammen auf der Couch fernzusehen. Jetzt joggst du nur noch.» Vielleicht reagieren Sie wütend. Vielleicht stimmen Sie auch zu. In jedem Fall erhält Ihre Motivation einen Knacks – und Sie geraten unter Stress.

Stress löst aber meist alte, vertraute Verhaltensmuster aus. Deshalb überlegen Sie,

  • welche potenziellen Widerstände Sie mittelfristig erwarten.
  • wie Sie mit aufkommenden äusseren Widerständen umgehen werden.
  • wie Sie das Bedürfnis Ihres Partners/Kollegen ernst nehmen, ohne Ihr Ziel aus den Augen zu verlieren.

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