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Inhalt des Arbeitsvertrags: Auf der rechtssicheren Seite

Der Arbeitsvertrag enthält Informationen rund um die Anstellungsbedingungen. Da das Obligationenrecht aber schon alle wesentlichen Bestandteile regelt, lesen Sie hier, was ansonsten beim Inhalt des Arbeitsvertrags zu beachten ist.

26.10.2021 Von: Urs Egli
Inhalt des Arbeitsvertrags

Inhalt des Arbeitsvertrags – Das ist wesentlich

Das Obligationenrecht regelt den Arbeitsvertrag umfassend. Es ist somit nicht erforder­lich, dass sich der Arbeitsvertrag zu allen Einzelfragen äussert, da für nicht geregelte Punkte das Gesetz gilt. Nicht einmal den Lohn müssen die Parteien vereinbaren (siehe Art. 322 Abs. 1 OR).

Zwingend erforderlich ist einzig, dass sich die Parteien darüber einigen, dass der Ar­beitnehmer dem Arbeitgeber seine Arbeitszeit zur Verfügung stellt und sich zu diesem Zweck in die Arbeitsorganisation des Arbeitgebers eingliedert (Subordination).

Praxistipp
Es wird empfohlen, mindestens die folgende Punkte in einem schriftlichen Vertrag festzuhalten: Funktion, Arbeitsbeginn, Probezeit, Arbeitszeit und Arbeitspensum, Lohn, Ferienanspruch und Kündigungsfrist.

Eingeschränkte Vertragsfreiheit

Im Bereich des Arbeitsrechts ist die Vertragsfreiheit stark eingeschränkt. Zahlreiche Vor­schriften des Obligationenrechts sind zwingend. Von den in Art. 361 Abs. 1 OR aufge­zählten Vorschriften darf überhaupt nicht, von den in Art. 362 Abs. 1 OR aufgezählten Vorschriften nicht zuungunsten des Arbeitnehmers abgewichen werden. Darüber hinaus enthalten das Arbeitsgesetz (zum Beispiel betreffend die Arbeitszeit), die Sozialversiche­rungsgesetze (insbesondere das AHVG und das BVG) sowie zahlreiche weitere Gesetze (zum Beispiel die Gesetzgebung zum Ausländerrecht sowie die Steuergesetze hinsichtlich Quellensteuern) Schranken, die bei der Vertragsgestaltung zwingend zu beachten sind.

Gesamtarbeitsverträge und Normalarbeitsverträge

Durch einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) können Gewerkschaften einerseits und ein­zelne Arbeitgeber oder Arbeitgeberverbände andererseits Bestimmungen über den Abschluss, den Inhalt des Arbeitsvertrags und dessen Beendigung vereinbaren (Art. 356 Abs. 1 OR). Solche sogenannten normativen Bestimmungen gelangen direkt auf die ein­zelnen Arbeitsverträge zur Anwendung und können nicht wegbedungen werden, ausser der GAV lässt diese Möglichkeit zu (Art. 357 OR). Nach Art. 357 Abs. 2 OR können für die einem GAV unterstellten Arbeitnehmer in einem Einzelarbeitsvertrag keine ungüns­tigeren Anstellungsbedingungen vereinbart werden. Häufig anzutreffen sind Vorschrif­ten zu Mindestlöhnen, Zulagen, Arbeitszeit und Ferien. Ist ein GAV in Kraft, begründen die darin geregelten Rechte wie Mindestlöhne, Ferien etc. einen direkten Anspruch der Arbeitnehmenden.

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