Abschreibung: Diese Funktionen unterstützen Sie in Excel
KURZ ZUSAMMENGEFASST
Für Schweizer Unternehmen ist die korrekte Erfassung von Abschreibungen essenziell, um die Bilanz und Steuerbelastung präzise zu steuern. Excel bietet mit den Funktionen GDA und GDA2 leistungsstarke Werkzeuge, um die degressive und geometrisch-degressive Abschreibung automatisch zu berechnen. Diese Funktionen ersetzen mühsame manuelle Szenario-Simulationen und stellen sicher, dass Anschaffungskosten korrekt über die Nutzungsdauer verteilt werden.
Die wichtigsten Punkte:
- Excel-Funktionen GDA und GDA2 automatisieren die Berechnung von degressiven Abschreibungen.
- Die Funktion GDA nutzt standardmässig die degressive Doppelraten-Methode (Faktor 2).
- GDA2 erlaubt eine geometrisch-degressive Berechnung mit anpassbaren Monaten im ersten Jahr.
- Alle Argumente wie Anschaffungswert und Nutzungsdauer müssen als positive Zahlen eingegeben werden.
- Korrekte Abschreibungen gewährleisten finanzielle Transparenz und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben.

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Wie berechne ich Abschreibungen in Excel mit den Funktionen GDA und GDA2?
Einleitung zum Thema Abschreibung
Die Abschreibung ist ein wichtiges Element der Buchhaltung und zeigt, wie sich der Wert von Anlagegütern über die Jahre hinweg verringert. Sie sorgt dafür, dass Anschaffungskosten nicht auf einmal, sondern schrittweise über die Nutzungsdauer verteilt werden. Das ist besonders relevant für Unternehmen, da Abschreibungen die Bilanz und die Steuerbelastung beeinflussen. Je nach Situation kommen unterschiedliche Methoden wie die lineare oder die degressive Abschreibung zum Einsatz. Eine korrekte Berechnung und Erfassung sind entscheidend, um finanzielle Transparenz zu gewährleisten und gesetzliche Vorgaben einzuhalten. Folgende Funktionen können genutzt werden, um die Abschreibung zu berechnen:
Funktion =GDA()
Gibt die Abschreibung eines Anlagegutes für einen angegebenen Zeitraum unter Verwendung der degressiven Doppelraten-Abschreibung oder eines anderen von Ihnen angegebenen Abschreibungsverfahrens zurück.
Syntax
GDA(Ansch_Wert;Restwert;Nutzungsdauer;Periode;[Faktor])
Die Syntax der Funktion GDA weist die folgenden Argumente auf:
- Ansch_Wert
Erforderlich. Die Anschaffungskosten eines Wirtschaftsgutes. - Restwert
Erforderlich. Der Restwert am Ende der Nutzungsdauer (wird häufig auch als Schrottwert bezeichnet). Der Wert kann 0 betragen. - Nutzungsdauer
Erforderlich. Die Anzahl der Perioden, über die das Wirtschaftsgut abgeschrieben wird (auch als Nutzungsdauer bezeichnet). - Periode
Erforderlich. Die Periode, deren Abschreibungsbetrag Sie berechnen möchten. Für das Argument "Periode" muss dieselbe Zeiteinheit verwendet werden wie für die Nutzungsdauer. - Faktor
Optional. Die Rate, um die der Restbuchwert abnimmt. Fehlt das Argument "Faktor", wird es als 2 angenommen (das Verfahren der degressiven Doppelraten-Abschreibung).
Wichtig: Bei allen fünf Argumenten muss es sich um positive Zahlen handeln.
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Funktion =GDA2()
Gibt die geometrisch-degressive Abschreibung eines Wirtschaftsgutes für eine bestimmte Periode zurück.
Syntax
GDA2(Ansch_Wert;Restwert;Nutzungsdauer;Periode;[Monate])
Die Syntax der Funktion GDA2 weist die folgenden Argumente auf:
- Ansch_Wert
Erforderlich. Die Anschaffungskosten eines Wirtschaftsgutes. - Restwert
Erforderlich. Der Restwert am Ende der Nutzungsdauer (wird häufig auch als Schrottwert bezeichnet). - Nutzungsdauer
Erforderlich. Die Anzahl der Perioden, über die das Wirtschaftsgut abgeschrieben wird (auch als Nutzungsdauer bezeichnet). - Periode
Erforderlich. Die Periode, deren Abschreibungsbetrag Sie berechnen möchten. Für das Argument "Periode" muss dieselbe Zeiteinheit verwendet werden wie für die Nutzungsdauer. - Monate
Optional. Die Anzahl der Monate im ersten Jahr. Wird das Argument "Monat" nicht angegeben, wird der Wert 12 angenommen.
Checkliste
- Ermitteln Sie den exakten Anschaffungswert des Wirtschaftsgutes.
- Bestimmen Sie den geschätzten Restwert am Ende der Nutzungsdauer.
- Legen Sie die gesamte Nutzungsdauer in Perioden (meist Jahre) fest.
- Definieren Sie die spezifische Periode, für die der Betrag berechnet werden soll.
- Entscheiden Sie, ob die degressive Doppelraten-Methode (GDA) oder geometrisch-degressive Methode (GDA2) passt.
- Prüfen Sie, ob das erste Jahr volle 12 Monate umfasst oder ob eine Teilperiode vorliegt.
- Stellen Sie sicher, dass alle Eingabewerte positiv sind, um Fehler zu vermeiden.
- Dokumentieren Sie den gewählten Faktor bei der GDA-Funktion für spätere Nachvollziehbarkeit.
Hinweise
- Bei der Methode der geometrisch-degressiven Abschreibung wird für die Berechnung eines Abschreibungsbetrages eine konstante Abschreibungsrate (Abschreibungsprozentsatz) verwendet. GDA2 berechnet einen in einer bestimmten Periode zu berücksichtigenden Abschreibungsbetrag unter Verwendung der folgenden Formel:
(Anschaffungswert - Gesamtabschreibung aller früheren Perioden) * Abschreibungsrate
wobei:
Abschreibungsrate = 1 - ((Restwert / Anschaffungswert) ^ (1 / Nutzungsdauer)), gerundet auf drei Dezimalstellen
- Die Abschreibungsbeträge der ersten und der letzten Periode stellen Sonderfälle dar. Für die erste Periode verwendet GDA2 die folgende Formel:
Anschaffungswert * Abschreibungsrate * Monate / 12 - Für die letzte Periode verwendet GDA2 die folgende Formel:
((Anschaffungswert - Gesamtabschreibung aller früheren Perioden) * Abschreibungsrate * (12 - Monate)) / 12
FAQ: Abschreibung
Wann sollte ich die Funktion GDA und wann GDA2 verwenden?
Verwenden Sie GDA für die degressive Doppelraten-Abschreibung mit einem standardmässigen Faktor von 2. GDA2 eignet sich für die geometrisch-degressive Abschreibung, bei der eine konstante Rate verwendet wird und insbesondere das erste Jahr mit einer anderen Monatsanzahl (z. B. bei Kauf mitten im Jahr) berücksichtigt werden muss.
Was passiert, wenn ich den Faktor bei der GDA-Funktion nicht angebe?
Wenn das Argument «Faktor» bei der Funktion GDA fehlt, nimmt Excel automatisch den Wert 2 an. Dies entspricht dem Verfahren der degressiven Doppelraten-Abschreibung.
Wie wird der Restwert bei der Berechnung behandelt?
Der Restwert ist ein erforderliches Argument und gibt den Wert am Ende der Nutzungsdauer an. Er kann auch 0 betragen, was häufig als Schrottwert interpretiert wird. Bei GDA2 beeinflusst der Restwert zudem die Berechnung der Abschreibungsrate.
Kann Excel Abschreibungen für Teiljahre berechnen?
Ja, insbesondere die Funktion GDA2 unterstützt dies über das optionale Argument «Monate». Damit können Abschreibungsbeträge für das erste Jahr korrekt proportional zur tatsächlichen Nutzungsdauer (z. B. 6 Monate) berechnet werden.