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Elektronische Dienstleistung: MWST-Klassifizierung solcher Angebote

Elektronische Dienstleistungen in der EU sind grundsätzlich am Sitz, Wohnort oder gewöhnlichen Aufenthaltsort des Dienstleistungsempfängers steuerbar. Die Erbringung einer elektronischen Dienstleistung an Nichtsteuerpflichtige bedingt mindestens eine MWST-Registrierung in der EU.

03.03.2022 Von: Marianne Esther Meier
Elektronische Dienstleistungen

Elektronische Dienstleistungen an Steuerpflichtige und Nichtsteuerpflichtige

Die EU-Richtlinie 2006/112/EG («MWST-Richtlinie») wurde durch die EU-Richtlinie 2017/2455 vom 5. Dezember 2017 mit Wirkung auf den 1. Januar 2019 in Bezug auf elektronische Dienstleistungen und Fernverkäufe von Gegenständen geändert.

Unter elektronische Dienstleistungen fallen Telekommunikations-, Radio-/Rundfunk- und Fernsehdienstleistungen sowie weitere elektronisch erbrachte Dienstleistungen, wie das Bereitstellen von Websites, Webhosting, die Fernwartung von Programmen und Ausrüstungen, das Bereitstellen von Datenbanken, Bildern, Texten, Musik, Filmen, Schriften, und das Erbringen von Fernunterrichtsleistungen. Die elektronischen Dienstleistungen sind am Sitz, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort des Leistungsempfängers steuerbar.

Der steuerpflichtige Dienstleistungsempfänger in der EU rechnet die Steuer unter «Reverse Charge» in seiner MWST-Abrechnung ab. Die so deklarierten Dienstleistungen kann er in der gleichen MWST-Abrechnung im Rahmen seiner Quote als Vorsteuern geltend machen. Somit entfällt bei Erbringung von elektronischen Dienstleistungen an Steuerpflichtige die MWST-Registrierung des Dienstleistungserbringers im Land des EU-Dienstleistungsempfängers.

Nichtsteuerpflichtige sind Privatpersonen und öffentliche Einrichtungen, insoweit die Tätigkeit im Bereich der öffentlichen Gewalt erfolgt und steuerbefreite Tätigkeiten betrifft, welche dem Gemeinwohl dienen und daher von der MWST befreit resp. ausgenommen sind (z.B. Heilbehandlungen, Sozialfürsorge, Kinder- und Jugendbetreuung).

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