15.08.2017

Auftritt: Schlagen Sie eine Brücke zu Ihrem Publikum

Der Weg in die Köpfe der Zuhörer führt über das Herz. Nur wenn Sie es schaffen, die Sympathien des Publikums zu gewinnen und mit Ihrer Botschaft positive Emotionen auszulösen, ist Ihr Auftritt erfolgreich.

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Auftritt

Der erste Eindruck ist entscheident

Wenn Sie vor einem fremden Auditorium eine Präsentation halten müssen, achten die Zuhörer in den ersten Minuten weniger auf Ihre Worte als auf Ihr Auftreten und Ihre Körpersprache. Dabei suchen sie vor allem nach Hinweisen, die es erlauben, Sie als sympathisch und kompetent einzustufen - oder eben als unsympathisch und inkompetent abzulehnen. Dieser erste Eindruck ist daher für den Erfolg Ihres Vortrags von grosser Bedeutung. Denn wenn die Besucher erst einmal ein negatives Bild von Ihnen gewonnen haben, rücken sie nur schwer von diesem einmal gefassten Urteil ab.

Punkten Sie von Anfang an

Die Kunst aller guten Redner liegt also unter anderem darin, einen geschickten Einstieg zu schaffen. Gelingt es Ihnen, Kompetenz zu vermitteln, werden die Zuhörer in Ihren Ausführungen nach Gründen suchen, um Ihnen zustimmen zu können. Im umgekehrten Fall warten sie nur darauf, eine Ihrer Aussagen ablehnen zu können, um so ihr negatives «Vor-Urteil» bestätigt zu sehen. Für einen positiven ersten Eindruck können Sie mit einigen kleinen Tricks viel erreichen:

Nehmen Sie schon beim Betreten der Bühne Blickkontakt zum Publikum auf. Warten Sie damit nicht, bis Sie das Pult erreicht haben, das eine «Barriere» zwischen Ihnen und den Zuhörern darstellt. Lassen Sie vorab Ihren Blick in die Runde schweifen und nicken Sie bekannten Gesichtern freundlich zu.

  • Profis gehen sogar noch weiter und begrüssen vor Beginn ihrer Rede einzelne Anwesende in der ersten Reihe per Handschlag, auch wenn sie dafür das Podium verlassen müssen. Auf diese Weise schaffen Sie Nähe und nehmen eine erste Verbindung zu Ihrem Publikum auf.
  • Versuchen Sie, Ruhe und Gelassenheit auszustrahlen, auch wenn Ihnen womöglich vor Aufregung das Herz bis zum Hals klopft. Lächeln Sie, gehen Sie aufrecht, aber nicht steif und mit ruhigen Schritten durch den Raum.
  • Am Pult angekommen, ist ein fester Stand wichtig. Wippen Sie nicht hin und her und vermeiden Sie fahrige Bewegungen mit den Händen. Heissen Sie Ihre Zuhörer mit ein oder zwei einladenden Gesten wie Gäste willkommen, die Sie an der Haustür empfangen.
  • Sprechen Sie von Beginn an deutlich und nicht zu schnell. Vermeiden Sie in Ihrem Vortrag Floskeln, sondern fangen Sie lieber mit einer persönlichen Bemerkung an. Überlegen Sie sich vorher, welche Erinnerung, welches Erlebnis Sie mit diesem Vortrag oder der Veranstaltung verbinden. Solche Geschichten eignen sich in der Regel gut für den Einstieg, sofern sie authentisch sind. Sorgen Sie möglichst früh für ein erstes Aha-Erlebnis beim Publikum. Diese einleitenden Sätze sollten perfekt sitzen. Üben Sie im Zweifelsfall vorher, so dass Sie gleich souverän, ohne Verhaspler und «Ähs», auftreten können.

In der Ruhe liegt die Überzeugungskraft

Das Eingeständnis, etwas nervös zu sein, und die Bitte um Nachsicht wirken nur dann sympathisch, wenn das Publikum weiss, dass es sich bei Ihrem Auftritt um das allererste Mal oder um eine für Sie völlig ungewohnte Situation handelt. Dann macht es Sie menschlich und belegt, dass Sie nicht nur ein einstudiertes Programm abspulen, sondern Emotionen zeigen. Wenn Sie jedoch auch beim wiederholten Vortrag noch um Verständnis bitten, wird Ihnen dieses irgendwann verwehrt werden. Kalkulieren Sie zehn bis 15 Prozent Ihrer Redezeit für die Einleitung, etwa 80 Prozent für den Hauptteil und fünf Prozent für eine abschliessende Bewertung des Gesagten, empfiehlt Jörg Neumann in seinem Buch «Ihr Auftritt zum Erfolg». Seien Sie aber jederzeit offen für Verständnisfragen der Zuhörer, auch wenn Sie Detailfragen zu den einzelnen Punkten erst am Schluss in einem Block behandeln möchten.

Aktivieren Sie die Zuhörer durch einen Dialog

Nutzen Sie Ihrerseits so genannte «Wer-von-Ihnen…»- oder «Was glauben Sie …»-Fragen, um das Publikum gleich zu Beginn aktiv in Ihre Präsentation einzubeziehen. (Beispiel: «Wer von Ihnen ist heute morgen mit öffentlichen Verkehrsmitteln angereist?» - Einige Teilnehmer melden sich. - «Sind Ihnen die xy-Plakate an den Haltestellen aufgefallen?» ... usw.) Durch solche kurzen Frage-und-Antwort-Spiele können Sie die Stimmung ein wenig auflockern und sich selbst ein Bild von der Gefühlslage des Publikums verschaffen. Gleichzeitig bauen Sie Spannung auf, wenn Sie ankündigen, dass Sie später in Ihrem Vortrag neueste Erkenntnisse vortragen werden, die in Zusammenhang mit Ihrer kleinen Publikumsbefragung stehen.

Tricks für Ihre Präsentation - so machen es die Profis

  • Junge Redner haben häufig das Problem, dass ihnen mangelnde Erfahrung unterstellt wird. Durch einen konservativen Kleidungsstil können Sie dem entgegenwirken. Es ist oft besser, sich als früh gereift zu präsentieren, als allzu jugendlich forsch aufzutreten.
  • Sorgen Sie für eine Visualisierung Ihrer Botschaft. Menschen merken sich im Durchschnitt lediglich 20 Prozent des Gesagten. Durch gut verständliche Diagramme und Illustrationen steigern Sie diesen Prozentsatz um mehr als das Doppelte auf 50 Prozent.
  • Verwenden Sie ein bildhaftes Vokabular. Wenn Sie durch eine geschickte Wortwahl beim Zuhörer ein Kino im Kopf entstehen lassen, verankern Sie Ihre Botschaft stärker in seinem Bewusstsein. Passende Anekdoten und/oder Zitate verstärken diesen Effekt.
  • Eine der wichtigsten Regeln lautet: «Keep it short and simple.» Verzichten Sie auf Gemeinplätze und langatmige Ausschweifungen und begeistern Sie durch pointierte Aussagen. Billy Wilders Maxime für Filmemacher ist auch oberstes Gebot für jeden Redner: «Du sollst nicht langweilen!»

Bleiben Sie in Bewegung

  • Beleben Sie Ihren Auftritt, indem Sie sich nicht starr an das Rednerpult klammern, sondern öfter die Position wechseln. Gehen Sie auch auf Ihre Zuhörer zu. Gelegenheiten dazu bieten sich, wenn Sie z. B. einen Text oder ein anderes Handout zu verteilen haben oder dem Publikum eine vertrauliche Information quasi «ins Ohr flüstern».
  • Unterstreichen Sie Ihre Aussagen durch gezielten Einsatz Ihrer Hände, etwa um Aufzählungen mit den Fingern zu visualisieren. Auch sind Ihre Hände gut geeignet, ein Abwägen oder einen vorhandenen (kleinen) Spielraum oder Abstand vom Ziel anzudeuten. Genauso lässt sich ein «Stopp, so nicht» mit der erhobenen Handfläche andeuten. Aber - wie gesagt - vermeiden Sie fahrige Bewegungen.
  • Anspruchsvoller ist der gezielte Einsatz der Mimik. Üben Sie gegebenenfalls vorher vor dem Spiegel, um auf Kommando den passenden Gesichtsausdruck (nachdenklich, angriffslustig, konzentriert, abwägend usw.) abrufen zu können.
  • Formulieren Sie möglichst positiv. Strahlen Sie durch Ihre Sprache Optimismus aus, statt sich in Problemen zu ergehen. Niemand will hören, was alles nicht funktioniert. Präsentieren Sie stattdessen Lösungsvorschläge im Rahmen des Machbaren («Halbes-Glas-voll-Perspektive») und Sie haben das Publikum auf Ihrer Seite.

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