Resilienz stärken: Was zeichnet resiliente Menschen aus?
Inhalt
KURZ ZUSAMMENGEFASST
Resiliente Menschen zeichnen sich durch eine bewusste Steuerung ihrer Emotionen und Impulse aus, ohne diese zu unterdrücken. Sie betrachten Krisen nicht als unüberwindbare Hindernisse, sondern als Lernchancen, indem sie realistisch optimistisch bleiben und Situationen aktiv analysieren. Anstatt in eine Opferhaltung zu verfallen, übernehmen sie Verantwortung für ihr Handeln, passen Ziele flexibel an und nutzen ihre Beziehungskompetenz, um Empathie im Team einzusetzen.
Die wichtigsten Punkte:
- Resilienz ist eine erlernbare Fähigkeit, keine angeborene Superkraft.
- Emotionale Intelligenz und Impulskontrolle sind zentrale Säulen der Widerstandsfähigkeit.
- Optimismus bedeutet nicht Blindheit, sondern realistische Problemlösung.
- Beziehungskompetenz und Empathie stärken das soziale Netzwerk als Ressource.
- Regelmässiges mentales Training festigt neue Verhaltensmuster im Unterbewusstsein.

Passende Arbeitshilfen
Welche sieben Faktoren zeichnen resiliente Menschen aus und wie kann man diese Fähigkeiten im Berufsalltag trainieren?
Resilienz – Die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen
Resilienz (von lateinisch resilire «zurückspringen» «abprallen») oder psychische Widerstandsfähigkeit: Die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und sie durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen (Quelle: wikipedia.org).
Der alte Spruch «was mich nicht umbringt, macht mich stark», ist zwar abgegriffen, ist aber im Grunde eine einfache Erläuterung von Resilienz.
Kennen Sie Menschen, die auch in stressigen, schwierigen Situationen gelassen bleiben, den Überblick behalten, unter grossem Druck ihre Leistungsfähigkeit behalten und persönliche Angriffe mit scheinbarer Leichtigkeit wegstecken? Solche Menschen beherrschen die Fähigkeit der Resilienz, eine Kraft, die das Leben lehrt.
«Wenn Sie wirklich Resilienz anstreben, müssen Sie das Umfallen in Kauf nehmen, um wieder aufstehen zu können.» Boris Grundl
Wissenschaftler haben schon lange nachgewiesen, wir haben es mehrmals erwähnt, und in jedem Selbsthilferatgeber und Persönlichkeitsentwicklungsseminar wird es erwähnt: Entscheidungen werden zu über 80% durch unser Unterbewusstsein gesteuert, werden also emotional getroffen.
Trotzdem ist die Angst vor Emotionen gross, insbesondere in den Chefetagen. Dabei sind Emotionen von grosser Wichtigkeit. Wir sind unseren Emotionen ja nicht ausgeliefert, sondern können lernen, damit umzugehen und sie positiv einzusetzen. Wer lernt, bewusst mit Emotionen umzugehen, kann nicht nur das Arbeitsklima verbessern, sondern auch die eigene Resilienz stärken.
Resilienz stärken – Diese 7 Faktoren zeichnen resiliente Menschen aus:
1. Impulse kontrollieren
Resiliente Menschen bleiben fokussiert auf ihre Aufgabe, auch bei solchen, die man nicht gerne mag, aber die eben gemacht werden müssen, oder unter grossem Druck. Sie bringen ihre Arbeit zielorientiert und konzentriert zu Ende. Das beugt Stress und zusätzlichem Druck vor.
2. Emotionen steuern
Die Fähigkeit, die eigenen Emotionen zu lenken, ist zentral. Das bedeutet nicht, dass man Emotionen unterdrückt, sondern dass man weiss, wie man mit Ärger, Frust und allem anderen umgeht, damit man die Emotion überwindet und es einem wieder rasch gut geht. Resilienz stärken hilft dabei, genau diesen bewussten Umgang mit Emotionen zu entwickeln und im Alltag anzuwenden.
3. Optimistisches Denken – optimistische Einstellung
Das hat nichts damit zu tun, alles durch die rosa Brille zu sehen und alles Negative gutzureden. Resiliente Menschen glauben aber, dass sich Dinge zum Positiven wenden, indem sie aufgrund von Tatsachen der Realität ehrlich in die Augen schauen. Resiliente Menschen wissen, dass Optimismus eher ans Ziel führt – und abgesehen davon mehr Spass macht.
4. Situationen analysieren – auf das fokussieren, was funktioniert
Resiliente Menschen analysieren ihre Situationen genau. Sie lernen so, was nicht funktioniert, und erkennen die Gründe, die in einer bestimmten Situation negative Gefühle auslösen. Sie erkennen auch da den Trigger. Wenn die Vorgehensweise nicht das gewünschte Resultat erbringt, wird diese angepasst. Das ermöglicht ihnen, sich auf das zu fokussieren, was funktioniert, und entsprechende Massnahmen zu ergreifen, um sich besser zu fühlen. Sie lernen aus Fehlern. Durch Beobachten, Ausprobieren, Auswerten schaffen sie sich ein Repertoire von funktionierenden Lösungsstrategien.
Passende Produkt-Empfehlungen
5. Situationen anpassen oder ändern
Resiliente Menschen nehmen ihr Leben und somit ihr Schicksal in die eigenen Hände. Sie sind sich bewusst, dass sie durch ihr eigenes Verhalten sich selber und Dinge rundherum zum Besseren ändern können. Sie verfallen somit nicht in eine Opferhaltung, sondern sind sich bewusst, dass sie für ihr Wohlergehen und ihr Glück selber verantwortlich sind.
Checkliste
- Prüfen Sie Ihre Reaktion auf Stress: Können Sie Ihre Impulse kontrollieren, bevor Sie handeln?
- Analysieren Sie Ihre Emotionen: Woher kommt Ärger oder Frust und wie können Sie diese konstruktiv lenken?
- Überprüfen Sie Ihren Optimismus: Sehen Sie die Realität ehrlich, glauben Sie aber an eine positive Wendung?
- Fokussieren Sie auf Lösungen: Was funktioniert in der aktuellen Situation noch gut?
- Akzeptieren Sie Veränderung: Sind Sie bereit, Ihr Verhalten oder Ihre Ziele anzupassen, statt stur weiterzumachen?
- Setzen Sie sich klare Ziele: Definieren Sie realistische Meilensteine und passen Sie diese bei Rückschlägen flexibel an.
- Pflegen Sie Beziehungen: Versuchen Sie regelmässig, die Perspektive Ihres Gegenübers einzunehmen.
6. Ziele verfolgen – gegebenenfalls anpassen
Resiliente Menschen besitzen klare Ziele und verfolgen diese diszipliniert. Durch Rückschläge lassen sie sich nicht entmutigen. Sie handeln aber nicht nach dem Motto von vielen Menschen: «Mehr und mehr vom gleichen – mit dem Kopf durch die Wand», sondern wissen, wann sie ein Vorhaben aufgeben oder anpassen müssen. Sie verfallen dann aber nicht in Lethargie und sind frustriert, sondern setzen sie sich das nächste Ziel – oder passen das bisherige Ziel an – und verfolgen dieses diszipliniert weiter.
7. Beziehungskompetenz
Resiliente Menschen beherrschen den Umgang mit anderen Menschen. Sie können sich mit Empathie in die Gedanken- und Gefühlswelt eines anderen Menschen hineinversetzen – also die Perspektive wechseln. So können sie ihr Gegenüber besser dort abholen, wo es gerade steht, und sie verstehen besser, weshalb der andere so tickt, wie er tickt.
«Die Kunst ist, einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.» Winston Churchill
Was kann man nun machen, um die eigene Resilienz zu trainieren?
Auch da setzt mentales Training ein (Tipp: Download-Paket Mentaltraining) und unterstützt einen in idealer Weise. Hier einige Beispiele:
- Emotionen steuern und Impulse kontrollieren: Werden Sie sich bewusst, auf welche Trigger Sie reagieren, verankern Sie Gegenmassnahmen im Unterbewusstsein.
- Optimistisch Denken: Überprüfen Sie Ihre negativen Glaubenssätze und ändern Sie diese in positive um. Verankern Sie diese.
- Ziele setzen: Arbeiten Sie mit imaginären Zielbildern und Zielfilmen, indem Sie sich diese immer und immer wieder vergegenwärtigen und auf der imaginären Leinwand anschauen und erleben.
Unser Tipp zum Resilienz stärken
Resiliente Menschen sind keine Supermenschen, sondern solche, die ihre Resilienz im Laufe des Lebens erlernt haben. Nehmen Sie sich ein bis zwei der oben beschriebenen Punkte vor, achten Sie darauf, trainieren und üben Sie. Versuchen Sie nicht, von heute auf morgen alle Punkte zu beherrschen, das ist unrealistisch, und das Scheitern wäre vorprogrammiert.
FAQ: Resilienz stärken
Kann man Resilienz im Erwachsenenalter noch erlernen?
Ja, Resilienz ist keine angeborene Eigenschaft, sondern eine Fähigkeit, die man sich ein Leben lang aneignen und trainieren kann, ähnlich wie einen Muskel.
Welche Rolle spielen Emotionen bei der Resilienz?
Emotionen sind entscheidend; resiliente Menschen unterdrücken sie nicht, sondern lernen, sie bewusst zu steuern und positiv zu nutzen, um das Arbeitsklima und die eigene Leistungsfähigkeit zu erhalten.
Wie unterscheidet sich resilientes Denken von toxischem Positivdenken?
Resiliente Menschen schauen der Realität ehrlich ins Auge und erkennen Probleme, vertrauen aber darauf, dass sie durch eigene Handlungen Lösungen finden können, anstatt alles nur schönzureden.
Was ist der erste Schritt zur Stärkung der Resilienz?
Der erste Schritt besteht darin, sich der eigenen Trigger bewusst zu werden und gezielt nur ein oder zwei der sieben Faktoren auszuwählen, um diese im Alltag schrittweise zu üben.