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Agil: 7 Schritte zu einer agileren Strategieumsetzung

Viele Unternehmen sehen sich heute mit einem zunehmend komplexen und unbeständigen Geschäftsumfeld konfrontiert. Veränderungen sind häufiger und schneller, Einschnitte oft radikaler. Diese neue „Welt“ lässt sich nicht mehr mit einer „alten“ Logik beherrschen – Patentrezepte verlieren an Gültigkeit. Neugierde, Experimentierfreudigkeit und Veränderungsbereitschaft hingegen werden belohnt. Doch was bedeutet das für die Strategiearbeit im Unternehmen? Wie können Agilität, Scrum und Co. den Prozess der Strategieentwicklung sowie den Umsetzungserfolg positiv beeinflussen?

16.03.2022 Von: Patrick Meyer
Agil

Ein Mix aus Vision und Improvisation

Klar ist, dass eine sauber ausgearbeitete Vision und Strategie einer Organisation auch langfristig Richtung und Halt geben. Klar ist aber auch, dass der „Wert“ eines langwierigen Strategieprozesses sowie einer starren Mehrjahresstrategie in einem zunehmend unbeständigen und unsicheren Geschäftsumfeld sukzessive abnimmt.

Trotz der Tatsache, dass agile Ansätze in einigen Bereichen, beispielsweise in Entwicklungsprozessen, bereits weitverbreitet sind, spielen sie in der Erarbeitung und Umsetzung von Strategien noch immer eine unbedeutende Rolle. Das ist erstaunlich, denn die viel beschriebenen Vorteile agiler Herangehensweisen lassen sich größtenteils übertragen. Die Methoden stiften regelrecht dazu an, auch im Strategiekontext mehr zu experimentieren und zu improvisieren. Das kann die Fähigkeit der Organisation erhöhen, trotz Veränderungsdruck unmittelbar wirkungsvolles Handeln zu erzeugen und verhindern, dass eine „Strategie für die Schublade“ entwickelt wird.

Frust: Gerade erst im Detail geplant und doch schon wieder hinfällig!

Als Ergebnis eines „klassischen“ Strategieprozesses entsteht in der Regel ein komplexes Projekt-Programm, das dazu dient, die langfristigen und abstrakten strategischen Ziele in kleinere „verdaubare“ Häppchen zu schneiden. Die Programme bestehen dabei aus einer Vielzahl von Einzelprojekten und Maßnahmen. Deren Laufzeit erstreckt sich häufig über Jahre. Im klassischen Projektmanagement werden Inhalte, Verantwortlichkeiten und Meilensteine schon vor Projektstart vorausschauend geplant. Das fällt gerade im Strategiekontext sehr schwer.

Im Anschluss werden einzelne Projektschritte starr und wasserfallartig, also nacheinander, abgearbeitet. Aber was passiert, wenn sich Rahmenbedingungen verändern (z.B. Markteintritt eines neuen Wettbewerbers) oder neue Erkenntnisse gewonnen werden? Die Projektplanung muss mit viel Aufwand komplett überarbeitet werden, um im Zweifel wenige Wochen später schon wieder obsolet zu sein. Das frustriert die beteiligten Personen und führt schnell zu Demotivation.

7 Schritte zu einer agileren Strategieumsetzung

Wie kann Ihre Unternehmensstrategie also mit Hilfe agiler Ansätze schneller, effizienter und vor allem flexibler in konkretes Handeln übersetzt werden?

1. Generelle Marschrichtung und Klasse statt Masse

Brechen Sie zunächst die langfristigen strategischen Unternehmensziele (7-Jahres-Perspektive) auf die einzelne Jahresscheibe herunter. Priorisieren Sie dabei konsequent die strategischen Ziele, die in den kommenden 12 Monaten eine hohe strategische Bedeutung haben. Fokussieren Sie sich dabei auf wenige (max. 5-7), aber dafür wirklich wichtige und dringende Ziele. Definieren Sie zu jedem Ziel geeignete Messgrößen, die Ihnen während der Umsetzungsphase anzeigen, ob Sie sich dem übergeordneten Ziel sukzessive nähern.

2. Auch ein Stratege kann „sprinten“

Leiten Sie nun für das bevorstehende strategische Umsetzungsintervall (Sprint) gemeinsam mit Ihrem Team strategische Sub-Ziele ab. Kernfrage: Was können wir in den kommenden drei bis vier Monaten auf Teamebene konkret tun, um der Erfüllung der strategischen Jahresziele und Messgrößen Rechnung zu tragen? Auch hier gilt, weniger ist mehr (max. 3-5 Sub-Ziele je Jahresziel). Rein operative Themen werden explizit ausgeklammert.

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