07.09.2016

Rekrutierung heute: Rekrutierungsexperten über die aktuellen Herausforderungen

Verschiedene Rekrutierungsexperten haben sich am Recruiting Day 2016 getroffen und über die heutigen Herausforderungen diskutiert. Wir haben für Sie die wichtigsten Insights aus dem Event zusammengefasst.

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Rekrutierung heute

Das abwechslungsreiche Programm des Events mit Referaten und Podiumsdiskussion zeigte, wie unterschiedlich Recruiter ihr Aufgabengebiet wahrnehmen.

Das Team als Recruiter

Marc Stoffel, CEO von Haufe-umantis, sieht HR-Verantwortliche als Architekten, welche die Kultur von Unternehmen gestalten und umbauen. Diese Umgestaltung sieht er auf einem Spannungsfeld zwischen klassisch hierarchischer Organisation und systemischer Führung. Bei dieser führen die Angestellten autonom nach gewissen Riten und Regeln. So stellt beispielsweise das Team neue Mitarbeitende ein und unterschreibt den Arbeitsvertrag gemeinsam. Dafür trägt das Team dann aber auch wieder die Verantwortung Mitarbeitende zu entlassen.

HR-Verantworliche als Betreuer und Talent Manager

Während bei Bei Haufe-umantis das Team zum Recruiter wird, sieht dies anders bei Google aus. Daniela Landherr (Google Switzerland) hob in ihrem multimedialen Referat hervor, dass den Angestellten durch ihre Arbeit Sinn vermittelt werden sollte. Sie sollen sich in ihrem Job selbst verwirklichen können. Personalverantwortliche sind hier Betreuer und Talent Manager.

Flexible Arbeitskräfte als neuer Rekrutierungskanal

HR-Verantwortliche als Talent Manager, das sieht auch Viktor Calabrò von Staff Finder so. Da sich die Arbeitswelt verändert habe, werde nicht immer gleich viel Personal benötigt. So müssten Kernteams mit flexiblen Teams erweitert werden. Diese können einerseits interne Mitarbeitende sein, die flexibel einsetzbar sind. Dadurch wird die interne Mitarbeiterkapazität besser genützt. Andererseits können es auch externe Mitarbeitende sein. Durch den Just-in-Time Personalverleih sollen die richtigen Personen, zur richtigen Zeit und am richtigen Ort zur Verfügung stehen. Weiterer positiver Nebeneffekt: den HR-Verantwortlichen bietet sich der Pool an flexiblen Arbeitskräften als neuer Rekrutierungskanal an.

Social Media als Rekrutierungskanal der Zukunft

Als Rekrutierungskanal der Zukunft sieht Gianni S. Raffi von Swiss Life Social Media Recruiting. Nicht mehr die Arbeitnehmenden müssten sich Jobs suchen, sondern die Unternehmen müssten auf die Kandidaten zugehen. HR-Verantwortliche sind hier aktive Sucher. Gianni S. Raffi spricht sich für die Benutzung der sozialen Netzwerken bei der Suche nach geeignetem Personal aus. Nicht nur HR-Verantwortliche sollen mit potenziellen neuen Angestellten per Social Media in Kontakt treten, sondern auch bestehende Angestellte sollen Stellenangebote durch Social Media nach aussen tragen und so aktiv beim Rekrutieren mithelfen.

Zwischenmenschliche Beziehung auch in Zukunft entscheidend

Keynote Sprecher David Bosshart referierte über die Zukunft der Arbeitswelt. Er zeigte die Veränderungen im Übergang von der industriellen zur digitalen Arbeitswelt. In dieser seien die Möglichkeiten scheinbar grenzenlos und mehr sei mit weniger möglich. Die Digitalisierung erhöhe unseren Wohlstand kontinuierlich, obwohl die Wirtschaft seit den 1970er Jahren nicht mehr im gleichen Ausmass wachse, wie im Jahrhundert davor. Trotz Digitalisierung, die vor allem aufgrund der mobilen Geräte jede Lebenssituation durchdringt, bleibe die zwischenmenschliche Beziehung auch in Zukunft wichtiger als die Beziehung Mensch-Maschine.

Candidate Experience als zentraler Erfolgsfaktor

Die sehr unterschiedlichen Sichtweisen auf den HR-Bereich führten zu einer angeregten Diskussion. So sieht Natascha Wolf die Aufgabe von HR als sehr vielseitig an und würde sie nicht auf eine Funktion reduzieren. Recruiter könnten von ihr aus gesehen aber künftig an Bedeutung verlieren oder gar verschwinden. Anders sieht dies Matthias Mäder. Dem Recruiting würde er als eigener Disziplin im HR mehr Bedeutung zumessen. Auch Thomas Strässle hält Headhunter in den nächsten Jahren noch für nötig. Ganz anders sieht dies Heiko Fischer. Er plädiert für die Abschaffung von HR-Abteilungen und dass das Team deren Aufgaben übernimmt. Für alle ist jedoch die Candidate Experience zentral. Mit auf den Weg gibt die Podiumsdiskussion den Zuhörern, dass beim Planen von Veränderung im HR zuerst vom Bestmöglichen ausgegangen werden soll und erst dann zu schauen, was überhaupt möglich ist.

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