08.02.2017

Kostenstellenrechnung: Wo fallen bei Ihnen Kosten an?

Der mittlere Teil der Kostenrechnung ist die Kostenstellenrechnung. Diese beantwortet die Frage, an welcher Stelle Kosten anfallen. Beispiele für Kostenstellen sind: Betriebswerkstätte, Fertigung, Logistik etc. Lesen Sie in diesem Beitrag mehr zu der Kostenstellenrechnung und profitieren Sie von unserer Arbeitshilfe zum Sofort-Download.

Von: Prof. Dr. Thomas Rautenstrauch   Drucken Teilen  

Prof. Dr. Thomas Rautenstrauch

Thomas Rautenstrauch ist Professor für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Accounting und Controlling sowie Leiter des Center for Accounting & Controlling an der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich. Weiterhin ist er als Gastprofessor für Management Accounting im Executive MBA des Institute for Management in Technology (iimt) an der Universität Fribourg tätig. Thomas Rautenstrauch ist Autor von mehreren Fachbüchern und zahlreichen Artikeln in Fachzeitschriften und in der Wirtschaftspresse.

Kostenstellenrechnung

Mit der Kostenstellenrechnung die Kontrolle behalten

Die Buchungen der Finanzbuchhaltung mit Kostenhintergrund erhalten mit jeder Buchung die entsprechende Dimension. Meistens sind dies entweder ein Kostenträger (ein Auftrag oder ein Produkt) oder eine Kostenstelle. Nicht eindeutig einem Kostenträger zugeordnete Kosten werden als Gemeinkosten bezeichnet und gehen in die Kostenstellenrechnung ein. Mit der Kostenstellenrechnung lassen sich Kontrollrechnungen durchführen wie der Vergleich von Ist- mit Soll- oder Plankosten.

Mit der Kostenstellenrechnung die Kosten ausweisen

Die Kostenarten- und Kostenstellenrechnung wird mit der innerbetrieblichen Leistungsrechnung verbunden. Mit der Kostenrechnung sollen die Kosten auf dem entsprechenden Kostenträger ausgewiesen werden. Dazu dient der sogenannte Betriebsabrechnungsbogen, welcher mit Verrechnungen und Umlagen die Gemeinkosten der Kostenstellenrechnung auf die Kostenträger herunterbricht.

Die Kostenstellenrechnung als Bindeglied zwischen der Kostenartenrechnung und Kostenträgerrechnung bildet die Voraussetzung für die Weiterverrechnung der erfassten Gemeinkosten bis auf die Kostenträger. Bei den Gemeinkosten gilt es zu unterscheiden zwischen:

  • Primärkosten: Gemeinkosten werden zunächst auf die Kostenstellen gebucht.
  • Sekundärkosten: nicht direkt an der Leistungserstellung beteiligte Kostenstellen geben die Gemeinkosten über innerbetriebliche Leistungsverrechnung an die wertschöpfenden Kostenstellen weiter.  

Beispiele für Primärkosten können die Personalkosten oder Kosten für Verbrauchsmaterial/Unterhalt sein. Hier liegt in der Regel eine vertragliche Basis oder eine Rechnung des Lieferanten vor. Für die Sekundärkosten sind typische Beispiele in der Verrechnung von kalkulatorischer Miete zu finden. Hier liegt meistens keine Rechnung vor, da es sich um eine Vielzahl angefallener Primärkosten auf einer nicht wertschöpfenden Kostenstelle handelt. Diese Gemeinkosten werden mit der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung an die wertschöpfenden Kostenstellen gegeben.

Sie wollen wissen, wo bei der Kostenstellenrechnung Kosten bei Ihnen auftauchen? Untenstehende Excel-Vorlage bereitet Kostenstellendaten für die Kalkulation vor. Auf Kostenstellen werden sämtliche den Kostenträgern nicht direkt als Einzelkosten zurechenbare Kostenarten ausgewiesen, und zwar jeweils für jene Kostenstellen, die sie verursacht haben.

Kostenstellenrechnung für das Management der Kostenverantwortung

So ist die Kostenstellenrechnung, vor allem wenn sie zu den Ist- auch die Plan- und Vorschaudaten enthält und alle der Aufbauorganisation entsprechenden Aggregationen zulässt, das zentrale Instrument für das Management der Kostenverantwortung.

Die Excel-Vorlage Kostenstellenrechnung besteht aus den folgenden Tabellenblättern:

  • Kostensatzermittlung
  • Gemeinkostenzuschlagssätze
  • Maschinenstundensatz
  • Betriebsabrechnungsbogen

Eine ausführliche Anleitung ist ebenfalls in diesem Download integriert.

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