Networking: Die 7 Grundregeln für ein erfolgreiches Business-Netzwerk
KURZ ZUSAMMENGEFASST
Erfolgreiches Networking basiert auf einer klaren Zielsetzung und einer strategischen Gewichtung der Kontakte. Anstatt sich von der Angst vor Ablehnung lähmen zu lassen, sollten Sie aktiv «PR-Agenten» identifizieren, gezieltes Selbstmarketing betreiben und durch offene Fragen den Gesprächspartner in den Mittelpunkt stellen. Der Aufbau von Vertrauen, sowohl im persönlichen als auch im digitalen Raum, ist entscheidend, wobei gegenseitige Hilfsbereitschaft den Schlüssel zum langfristigen Nutzen bildet.
Die wichtigsten Punkte:
- Legen Sie Ihre Networking-Ziele schriftlich fest, bevor Sie Kontakte knüpfen.
- Gewichten Sie Ihre Partner strategisch nach ihrem Nutzen für Ihren beruflichen Erfolg.
- Nutzen Sie «PR-Agenten» als Multiplikatoren für Ihre persönliche Marke.
- Stellen Sie offene Fragen, um das Interesse des Gegenübers zu wecken.
- Vermeiden Sie Networking-Killer wie einseitiges «Absaugen» von Informationen oder zu offensichtliches Verkaufen.

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Welche 7 Grundregeln führen zu einem erfolgreichen Business-Netzwerk?
7 goldene Regeln für erfolgreiches Networking
Folgende 7 Regeln helfen, beim geschäftlichen Networking gelassener und erfolgreicher zu sein:
1. Legen Sie Ihre Ziele fest
Wozu wollen Sie Ihr Netzwerk nutzen? Wollen Sie berufliche Kontakte knüpfen, suchen Sie einen Job oder potenzielle Kunden oder möchten Sie sich mit Gleichgesinnten austauschen? Erst wenn Sie sich über Ihre persönlichen Ziele klar sind, können Sie entscheiden, was Sie von Ihren Kontakten erwarten, welche Beziehungen für Sie lohnend und welche Kanäle sinnvoll sind und wieviel Zeit Sie wöchentlich in Ihr Networking investieren wollen. Halten Sie Ihre Ziele schriftlich fest.
2. Entwickeln Sie Ihre Netzwerk-Strategie
Gehen Sie beim Business Networking strategisch vor und gewichten Sie Ihre verschiedenen Netzwerkpartner, das heisst einzelne Personen, mit denen Sie netzwerken, sowie die Klubs, Verbände und Onlineplattformen, in denen Sie sich bewegen, nach deren Bedeutung für Ihren beruflichen Erfolg. Konzentrieren Sie Ihre Zeit und Energie bewusst auf die Partner, die Ihnen den grössten Nutzen bringen.
So gewichten Sie Ihre Netzwerkpartner:
- Welche Kontakte sind für meinen beruflichen Erfolg besonders wichtig?
- Welche Kontakte sind weniger wichtig?
- Welche haben gar keinen Einfluss auf meinen beruflichen Erfolg?
3. Nutzen Sie «PR-Agenten»
Bestimmt gibt es auch in Ihrem Netzwerk Menschen, die von Ihnen und Ihrem Tun überzeugt sind und die gerne über Ihre Leistungen und persönlichen Geschichten berichten. Denn Menschen erhalten nicht nur gerne Empfehlungen, sie tun auch gerne anderen einen Gefallen, etwa um mit einem guten Tipp aufzutrumpfen. Solche «PR-Agenten» sind äusserst wertvoll; sie sind Multiplikatoren, die wiederum ihr eigenes Netzwerk nutzen, um die Werbetrommel für Sie zu rühren. Denn es zählen nicht nur die Menschen, die wir selber kennen, sondern auch die, die unsere Agenten kennen.
Identifizieren Sie Ihre «PR-Agenten» und binden Sie diese aktiv in Ihre Netzwerk-Strategie ein: Versorgen Sie sie regelmässig mit Informationen und positiven Berichten über sich, machen Sie sich für sie nützlich und zeigen Sie ihnen, dass Sie wertvoll sind.
4. Betreiben Sie Selbstmarketing
Beim Networking entscheidet häufig der erste Eindruck – und dieser wird massgeblich dadurch bestimmt, wie wir uns unserem Gegenüber vorstellen. Dabei geht es nicht darum, möglichst vieles über sich zu sagen; Ziel ist vielmehr, das Interesse des Gesprächspartners zu wecken für unsere Person und Leistung. Dazu muss die Vorstellung so interessant und vielversprechend sein, dass Ihr Gegenüber neugierig wird. «Lust auf mehr machen», lautet die Devise. Bevor Sie an einen Netzwerktermin gehen, beantworten Sie für sich deshalb die Fragen: Welche Information über mich ist für den anderen relevant und interessant? Was kann er von mir erwarten?
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5. Stellen Sie Fragen
Menschen, die nur von sich reden, langweilen und hinterlassen einen schlechten Eindruck. Viel wirkungsvoller ist es, wenn Sie den anderen in den Mittelpunkt rücken, indem Sie offene Fragen stellen.
Hilfreiche Fragen beziehen sich auf:
- Das Thema des Anlasses: «Wie hat Ihnen das Referat gefallen?»
- Den aktuellen Job: «Was arbeiten Sie?»
- Den Arbeitgeber: «Für welche Firma arbeiten Sie?»
- Unverfängliche persönliche Themen wie Hobbies oder Ferienpläne.
6. Nutzen Sie das Social Networking
Internetportale wie Xing, LinkedIn und Facebook sind eine gute Möglichkeit, Kontake anzubahnen und zu pflegen. Allerdings gehört zum professionellen Networking mehr als das Ausfüllen eines Online-Profils und ein bisschen «Rumklicken». Virtuelle Kontakte sind unverbindlicher und weniger tragfähig als reale. Damit die verlinkten Kontakte nicht nur Pseudokontakte sind, müssen Sie einen zwischenmenschlichen Bezug herstellen, beispielsweise indem Sie Ihrem Kontakt nützliche Informationen und Tipps zukommen lassen und sich gegenseitig Unterstützung geben, wodurch ein Vertrauensverhältnis aufgebaut wird und ein Klima der gegenseitigen Hilfsbereitschaft entsteht. Der Ausspruch «Geben ist seliger denn Nehmen» hat auch im Web 2.0 seine Gültigkeit.
Checkliste
- Definieren Sie Ihre persönlichen Ziele für das Netzwerk schriftlich.
- Erstellen Sie eine Liste Ihrer wichtigsten Kontaktkategorien und priorisieren Sie diese.
- Identifizieren Sie mindestens drei Personen, die als Ihre «PR-Agenten» fungieren könnten.
- Formulieren Sie eine prägnante Vorstellung, die Neugier weckt, nicht nur Fakten auflistet.
- Bereiten Sie vor jedem Anlass drei offene Fragen zu Thema, Job und persönlichen Interessen vor.
- Überprüfen Sie Ihre Online-Profile auf LinkedIn und Xing auf Vollständigkeit und Professionalität.
- Senden Sie nach einem Kontakt eine nützliche Information oder einen Tipp als ersten Schritt.
- Planen Sie wöchentlich feste Zeitblöcke für die Pflege Ihrer wichtigsten Beziehungen ein.
- Reflektieren Sie regelmässig, ob Sie sich nur melden, wenn Sie «etwas wollen».
- Üben Sie den Schritt, aktiv um Unterstützung zu bitten, wenn Sie diese benötigen.
7. Bloss keine Berührungsängste
Die Angst, anderen lästig zu sein oder nach einer Hilfeleistung in ihrer Schuld zu stehen, ist zweifelsohne Teil unserer gesellschaftlichen Normen. Berührungsängste und noble Zurückhaltung sind beim Networking jedoch nicht dienlich. Wer sich authentisch und sympathisch positioniert, echtes Interesse am Gegenüber zeigt und anderen unter die Arme greift, wird ganz von selbst für interessante Angebote angefragt und empfohlen. Und falls Sie für die anstehende Jobsuche oder ein weiteres Projekt Unterstützung benötigen: Zögern Sie nicht, danach zu fragen. Denn wer hilft nicht gerne einem guten Freund?
Vermeiden Sie diese Networking-Killer!
- Ständig nur von sich reden.
- Einseitig Informationen «absaugen».
- Zu offensichtlich verkaufen.
- Sich nur melden, wenn Sie «etwas wollen».
- Negativ über Dritte sprechen.
- Andere im ersten Kontakt auf Ihre Schwächen aufmerksam machen.
FAQ: Networking
Warum ist eine Strategie beim Networking wichtiger als das reine Sammeln von Kontakten?
Ohne Strategie verschwenden Sie Zeit und Energie an Kontakten, die keinen Einfluss auf Ihren beruflichen Erfolg haben. Eine Gewichtung ermöglicht es Ihnen, sich auf die Partner zu konzentrieren, die den grössten Nutzen bringen.
Was sind «PR-Agenten» und wie kann ich sie nutzen?
«PR-Agenten» sind Menschen in Ihrem Netzwerk, die überzeugt von Ihnen sind und gerne über Sie berichten. Binden Sie sie aktiv ein, indem Sie sie regelmässig mit positiven Informationen versorgen und ihnen zeigen, dass Sie wertvoll sind, damit sie Ihr Netzwerk für Sie erweitern.
Reicht ein Online-Profil für erfolgreiches Networking aus?
Nein, virtuelle Kontakte sind oft unverbindlicher. Ein Online-Profil dient nur als Basis; der echte Erfolg entsteht durch den Aufbau eines zwischenmenschlichen Vertrauensverhältnisses, beispielsweise durch das Teilen von nützlichen Tipps und gegenseitige Unterstützung.
Wie gehe ich mit der Angst um, anderen lästig zu sein?
Berührungsängste sind beim Networking hinderlich. Wer sich authentisch positioniert und echtes Interesse zeigt, wird meist positiv aufgenommen. Zudem hilft das Prinzip der Gegenseitigkeit: Wer hilft, wird auch gerne um Hilfe gebeten.
Welche Fehler sollte ich beim Networking unbedingt vermeiden?
Vermeiden Sie es, ständig nur von sich zu reden, einseitig Informationen zu «absaugen», zu offensichtlich zu verkaufen oder sich nur zu melden, wenn Sie etwas wollen. Auch negatives Reden über Dritte oder das Herausstellen eigener Schwächen im ersten Kontakt wirken abschreckend.