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Authentisch führen: 10 Erfolgstipps für einen authentischen Führungsstil

«Authentizität» – sie zählt zu den wichtigsten Kompetenzen von Führungskräften und ist eine scheinbar ziemlich knifflige Angelegenheit. Im Internet und den Medien heiss diskutiert, gehen die Meinungen über einen authentischen Führungsstil stark auseinander. Nachvollziehbar, denn der Begriff an sich wirkt schon ziemlich kompliziert. Kaum auszusprechen und nicht wirklich klar was darunter zu verstehen ist, stellen sich berechtigter Weise die Fragen: «Wie geht das, authentisch führen?». Dieser Frage geht der folgende Beitrag nach und zeigt auf, wie authentisch Führen der Schlüssel für den Aufbau von Vertrauen sein kann.

17.02.2022 Von: Ulrike Seminati
Authentisch führen

Es braucht Monate, gar Jahre, um Vertrauen aufzubauen, jedoch können wir es innerhalb weniger Sekunden mit nur einer einzigen Aktion oder Bemerkung zerstören. Vertrauen ist schwer zu definie­ren, doch wir wissen instinktiv, wann es verloren ist.

Vertrauen wird zunächst meist unbemerkt aufgebaut und beginnt mit kleinen, alltäglichen Momen­ten. Vielleicht hat Ihnen jemand seine Sorge um seine kranke Mutter anvertraut. Vielleicht hat Ihnen jemand auch einfach nur zugehört und das Gehörte nicht zu seinem Vorteil verwendet. Was auch immer diese kleinen Momente sind – wenn wir diese Bemühungen schätzen und uns auch selbst anderen gegenüber öffnen, beginnen wir gemeinsam daran zu arbeiten, erfolgreiche, vertrauensvol­le Beziehungen am Arbeitsplatz aufzubauen.

Doch warum ist Vertrauen für Führungskräfte so wichtig?

Eine Studie der Harvard Business Review von 2017 zeigt, dass der Aufbau einer Vertrauenskultur den entscheidenden Unterschied hinsichtlich des Erfolgs eines Unternehmens ausmacht. Mitarbeitende in Unternehmen mit hohem Vertrauen sind produktiver, haben mehr Energie bei der Arbeit, arbeiten besser mit ihren Kollegen zusammen und bleiben länger bei ihrem Arbeitgeber als Mitarbeitende in Unternehmen mit geringem Vertrauen. Sie leiden auch weniger unter chronischem Stress und sind zufriedener mit ihrem Leben, und diese Faktoren führen zu einer höheren Leistung.

Darüber hinaus zeigt die Forschung, dass Mitarbeitende, wenn sie sich frei fühlen, ihre Ideen aus­zudrücken, und wenn sie ihren Arbeitgebern und Vorgesetzten vertrauen, mit 23% höherer Wahr­scheinlichkeit Ideen und Lösungen anbieten.

In unsicheren Zeiten und einer sich immer schneller entwickelnden (Geschäfts-)Welt wird Vertrauen daher mehr und mehr zum Top-Erfolgsmultiplikator – und gleichzeitig zu einem seltenen Gut, dem viele Führungskräfte und Geschäftsführer scheinbar vergeblich hinterherjagen.

Führungskräfte verstehen, was auf dem Spiel steht. In der weltweiten CEO-Umfrage von PwC aus dem Jahr 2016 gaben 55% der CEOs an, dass mangelndes Vertrauen eine Bedrohung für das Wachstum ihres Unternehmens darstellt. Dennoch haben die meisten wenig getan, um das Vertrau­en zu erhöhen, hauptsächlich weil sie nicht wissen, wo sie anfangen sollen.

Vertrauen entsteht von innen heraus

Vertrauen zeigt sich in vielen unterschiedlichen Facetten, und auch wenn dies das Thema komple­xer macht, bietet es zugleich eine Reihe vielversprechender Ansätze, wie Führungskräfte Vertrauen aufbauen können.

Zum einen wäre da das Vertrauen in sich selbst. Was auch immer Führungskräfte empfinden, geben sie bewusst oder unbewusst an ihre Mitarbeitenden weiter. Instinktiv nehmen diese wahr, ob ihre Vorgesetzen sich selbst vertrauen. Tun sie dies nicht, beginnen auch die Mitarbeitenden an deren Aussagen oder gar an deren Kompetenz zu zweifeln.

Ein weiterer entscheidender Faktor bei der Vertrauensbildung ist Authentizität. Wenn eine Führungs­kraft authentisch ist, wissen die Menschen, was sie erwarten können, und die Möglichkeit, Ver­trauen aufzubauen, beginnt. Durch einen authentischen Führungsstil fördern Führungskräfte eine Atmosphäre der Offenheit, in der jeder Einzelne für seinen Beitrag anerkannt wird und jeder Erfolg geteilt wird. Durch konsequentes, respektvolles Verhalten und die entsprechenden Kommunikations­stile baut eine authentische Führungskraft Vertrauen in der gesamten Belegschaft auf.

Ganz besonders die Art und Weise, wie Führungskräfte kommunizieren, spielt hierbei eine wichtige Rolle. Offenheit, das Zugeben von Fehlern und Konsistenz in den Kernbotschaften tragen erheb­lich zu einer vertrauensfördernden Kommunikation bei. Doch gerade das Thema Konsistenz stellt Führungskräfte fast täglich vor neue Herausforderungen. Denn was heute noch ein konkreter Plan für die Zukunft war, wird morgen bereits durch die schwindelerregende Geschwindigkeit von Ver­änderungen makroökonomischer Faktoren auf den Kopf gestellt. Das Vertrauen, das Führungskräfte in die Zukunft haben, kann diese Unsicherheit ausgleichen und auch in Zeiten einer Pandemie ein zuversichtliches, produktives Betriebsklima fördern.

Ein anderer Ansatz ist es, Vertrauen aufzubauen, indem wir es verschenken. Führungskräfte verfol­gen hier meist zwei höchst unterschiedliche Ansätze: Die einen geben systematisch einen Vertrau­ensvorschuss, während Mitarbeitende sich bei den anderen das Vertrauen erst mühsam erarbeiten müssen.

Was auch immer Sie bisher erlebt und ausprobiert haben, es stehen Ihnen viele unterschiedliche Hebel zur Verfügung, die Sie nutzen können, um Vertrauen aufzubauen. Fördern Sie bewusst eine Atmosphäre der Offenheit, in der jeder Einzelne für seinen Beitrag anerkannt und jeder Erfolg geteilt wird.

Das Thema «Vertrauen» wird im Folgenden mit Blick auf einen authentischen Führungsstil beleuchtet.

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