10.10.2018

SWOT-Analyse Vorlage: Was sind unsere Stärken, Schwächen und Chancen?

Die SWOT-Analyse (engl. Akronym für Strengths [Stärken], Weaknesses [Schwächen], Opportunities [Chancen] und Threats [Bedrohungen]) ist ursprünglich ein Instrument der strategischen Planung. Sie dient der Positionsbestimmung und der Strategieentwicklung von Unternehmen und anderen Organisationen.

Von: Rolf Rado, Sue Rado  DruckenTeilen Kommentieren 

Rolf Rado

Viele Jahre tätig als Manager von diversen Klein- und Mittelunternehmen (KMU), bis zu Grosskonzernen, heute Mitinhaber der Firma Axios. Er ist Berater, Trainer, Coach.

Sue Rado

Sue Rado, eidg. dipl. Ausbildungsleiterin, ist Betriebsausbilderin und Performance Improvement Coach. Sie verfügt über einen breiten Erfahrungsschatz aus verschiedenen Funktionen (Einkäuferin, Key Account Manager, Projektleiterin, Stv. Geschäftsleiterin, Schulungsleiterin) und ist Dozentin im Bereich Bildungs-Controlling. Als Selbstständige betreut sie viele unterschiedliche Firmen aus verschiedenen Branchen (Einführung/Umsetzung Personalentwicklung, Veränderungsprojekte, Kundenservice-Optimierungen) und gibt diverse Trainings im Bereich Führung, Verkauf/Kundendienst und Teamentwicklungen. Ihre praxisnahen Trainings sind bekannt für hohe TeilnehmerInnen-Aktivität, den Einbezug aktueller Beispiele von den Teilnehmenden und die Abgabe vieler zusätzlicher, zeitsparender Hilfsmittel für den Alltag (Checklisten, Vorlagen).

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Die SWOT-Analyse

Die SWOT-Analyse kann aber nicht nur für die Strategieentwicklung und Planung eingesetzt werden, sondern für Teilbereiche oder auch für eine persönliche Analyse.

Im Firmenkontext ist die linke Seite eine interne Sicht, die rechte Seite betrachtet die Aussensicht, also die Sicht auf den Markt und/oder die Konkurrenz.

Unterstützende Hilfsmittel

  • Kunden-Feedbacks
  • Kundenumfragen
  • eigene Analysen
  • Mitarbeitersicht

Einsatzbereich

  • Unternehmensbereich:
    - Standortbestimmung
    - Strategieentwicklung
  • Mitarbeiter:
    - Mitarbeitergespräch
    - Teamentwicklung
    - Führungskräfteentwicklung
  • persönlich:
    - Standortbestimmung

Umsetzungs-Tipps

  • Setzen Sie die SWOT-Analyse in allen Bereichen ein.
  • Verschaffen Sie sich zuerst eine einheitliche Sichtweise innerhalb der Geschäftsleitung. Sinnvoll ist es, dass zuerst jedes einzelne GL-Mitglied für sich die Analyse macht und die Resultate der ganzen Geschäftsleitung nachher z.B. bei einem Workshop ausdiskutiert wird. Die SWOT-Analyse ist Grundlage für sämtliche nachgängigen Strategieplanungen etc.
  • Benennen Sie die Themen konkret. Beispielsweise gilt eine Stärke «Kundenorientierung» nicht, denn das behauptet heute jede Organisation von sich. Was genau ist es, das Ihr Unternehmen von der Konkurrenz in Sachen Kundenorientierung abhebt? Sehen das die Kunden auch so? Also: konkrete und gesicherte Daten und auch verschiedene Feedback-Geber als Quelle nützen.
  • Benutzen Sie auch Aussensichten, beispielsweise von Kundenumfragen. Viele Mitarbeiter sind betriebsblind – darum macht es zwingend eine Aussensicht auf die Unternehmung.
  • Schauen Sie – insbesondere bei den Gefahren – über die Branchengrenzen hinaus. So kommen heute neue «Gefahren» nicht unbedingt von der direkten Konkurrenz, sondern von Firmen wie Google, Amazon etc., die in Bereiche vorstossen, welche vor einigen Jahren noch undenkbar waren.
  • Nehmen Sie sich Zeit für diese Analyse – auch wenn Sie eigentlich keine Zeit haben … Sie brauchen diese Analyse und diese Erkenntnisse für die Zukunft. Kümmern Sie sich nicht darum, ist es vielleicht irgendwann zu spät.

Szenario-Analyse

Mit dieser Analyse wird angestrebt, mögliche Entwicklungen in der Zukunft auszuleuchten
und darzustellen. Dazu werden die beiden Extremszenarien «schlechtester
Fall – Worst Case» und «bester Fall – Best Case» erarbeitet. Es geht hier noch nicht
darum, eine Entscheidung definitiv zu fällen, wichtig ist, dass die Best- und Worst-
Cases auf Papier niedergeschrieben werden und vor einem liegen.

Szenario-Analyse – Beispiel

Frage: Soll ich mich als Sporttherapeut mit einer Praxisgemeinschaft und Trainingsräumen
selbstständig machen?

Worst Case

  • keine Kunden
  • keine geeigneten Räumlichkeiten
  • keine Wiederanerkennung bei Krankenversicherungen
  • keine geeigneten Partner
  • Budget zu knapp bemessen, Liquiditätsengpass
 

Best Case

  • viele zufriedene Kunden
  • Anfrage von geeigneten Mitstreitern
  • gut gelegene, tolle Räume
  • Anerkennung bei allen relevanten Krankenversicherungen
  • Arbeit verteilt auf mehreren Schultern
  • Kosten tiefer als geplant
 

Auswirkungen

  • Fehlinvestition
  • gegenwärtiger Job weg
  • keine Starteuphorie
  • schlechte Eigenwerbung
  • Überarbeitung, Burnout
  • möglicher Konkurs
 

Auswirkungen

  • Filialen eröffnen
  • Status
  • Gewinn
  • Freude und Zufriedenheit
  • mehr Freizeit
 

 

Unterstützende Hilfsmittel

  • Kreativitatstechniken – Fantasie und Vorstellungsvermögen
  • Info-Material
  • interne und auch externe Sichtweisen
  • Facts von anderen Unternehmen oder Menschen, die sich die gleiche Überlegung gemacht haben und zum Entschluss gekommen sind, es sein zu lassen oder umzusetzen

Einsatzbereich

  • am Anfang eines Entscheidungswegs, um die Facts und Gefühle auf dem Tisch zu haben
  • am Anfang einer Entscheidung, um die möglichen positiven und negativen Auswirkungen aufzulisten

Umsetzungs-Tipps

  • Lassen Sie bei dieser Methode sowohl sachliche als auch emotionale Kriterien zu.
  • Listen Sie alles auf, was Ihnen in den Sinn kommt.
  • Stellen Sie sich vor, wie sich Ihre Zukunft – oder die Zukunft Ihres Unternehmens – aufgrund der anstehenden Entscheidung entwickeln könnte, sowohl im positiven wie auch im negativen Sinne.
  • Berücksichtigen Sie auch extreme Situationen.
  • Überlegen Sie sich auch mögliche Warnsignale für das Eintreten des schlechtesten Falls.
  • Laden Sie andere zu dieser Übung ein.
  • Gehen Sie vor wie bei einem Brainstorming und bewerten Sie Ihre Ideen und diejenigen Ihrer Kollegen nicht.

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