02.07.2014

Aushilfsarbeit: Kurze Einsätze richtig regeln

Ob Aushilfsarbeit oder Teilzeit- bzw. Temporärarbeit vorliegt, ist nicht immer einfach abzugrenzen. Das wesentliche Merkmal der Aushilfsarbeit liegt darin, dass in sich abgeschlossene Arbeitsverhältnisse eingegangen werden, deren Anfangs- und Endtermine von vornherein klar definiert sind.

Von: Gerhard Koller   Drucken Teilen   Kommentieren  

Dr. iur. Gerhard Koller

Dr. Gerhard L. Koller Arbeitet seit über 25 Jahren am Bezirksgericht Zürich und ist seit 1990 ordentlicher Gerichtsschreiber und Ersatzrichter am Arbeitsgericht in Zürich. Er ist Herausgeber und Autor des Online Ratgebers «ArbeitsrechtsPraxis» bei der WEKA Business Media AG.

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Aushilfsarbeit

Aushilfsarbeiten sind regelmässig kurzfristig; der Endtermin kann entweder zeitlich bestimmt sein oder ergibt sich anhand der auszuführenden Arbeit. Bei einem Aushilfevertrag ist darauf zu achten, dass der Endtermin genügend klar bestimmt ist. Fehlt es daran, ist für die Parteien ungewiss, wann das Arbeitsverhältnis beendet sein soll, weshalb dann von einem solchen auf unbestimmte Dauer auszugehen ist, und es kommen die ordentlichen Kündigungsfristen zur Anwendung.

Wird der Arbeitnehmer mehrfach für den gleichen Arbeitgeber tätig, stellt sich im Einzelfall das Problem der verbotenen Kettenverträge. Ein solcher wird dann angenommen, wenn die Verabredung immer neuer Arbeitsverhältnisse nur der Umgehung der Arbeitnehmerschutzbestimmungen dient (Kündigungsschutz, Lohnzahlung bei Arbeitsverhinderung usw.). Sind die einzelnen Einsätze eher zufällig und bestehen dazwischen längere Unterbrüche, deutet dies wieder auf Aushilfsverhältnisse hin. Reihen sich hingegen - selbst wenn dies nicht vorgesehen war - mehrere Einsätze aneinander, ist bald einmal von einem unbefristeten Arbeitsverhältnis auszugehen. Alsdann ist dieses durch Kündigung aufzulösen und dem Arbeitnehmer ist bis zum Ablauf dieser Frist Arbeit zuzuweisen. 

Arbeitsvertrag oder Auftrag für die Aushilfsarbeit

Ob bei einem kurzfristigen Einsatz ein Arbeitsverhältnis oder ein Auftrag vorliegt, muss im Einzelfall geklärt werden. Je kürzer der Einsatz, desto eher ist von einem Auftrag auszugehen. Dasselbe gilt, wenn für den Arbeit- bzw. Auftraggeber nicht die Zeit im Vordergrund steht, sondern die Erledigung der übertragenen Arbeit. Zu prüfen ist auch hier die Frage der Unterordnung, die bei derartigen Einsätzen allerdings bei beiden Vertragsarten praktisch identisch sein kann.

Unfallversicherung Aushilfsarbeit

Gegen die Folgen eines Berufsunfalles ist der Arbeitnehmer auch bei Aushilfsarbeit obligatorisch ab der ersten Arbeitsstunde versichert. Erreicht die Tätigkeit 8 Stunden wöchentlich, ist er zusätzlich auch gegen Nichtberufsunfall versichert. Beträgt der Einsatz weniger, übernimmt die Heilungskosten die private Krankenversicherung während sich der Lohnfortzahlungsanspruch nach Art. 324a OR richtet.

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