25.08.2017

Mitarbeitergeschenke: Das müssen Sie wissen

Zu schenken und beschenkt zu werden erfreut den Menschen. Ob als Dank oder als kleine Aufmerksamkeit zu besonderen Anlässen wie Geburtstag oder Weihnachten: Mit den passenden Zuwendungen können Sie Ihre Mitarbeiter motivieren und deren Bindung zum Unternehmen stärken. Auf lange Sicht fördert das die Produktivität der Mitarbeiter und steigert den Erfolg der gesamten Firma. Mitarbeitergeschenke sollten Sie allerdings feinfühlig auswählen, da sie sonst ihre Wirkung verfehlen oder sogar als Manipulationsversuch wahrgenommen werden könnten.

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Mitarbeitergeschenke

Warum überhaupt Mitarbeitergeschenke?

Grundsätzlich hat das Beschenken der Mitarbeiter drei Ziele:

  1. Stärkere Bindung an das Unternehmen
  2. Motivation des Personals
  3. Zufriedenheit des Personals

 

Bildrechte: Flickr Small box tied with a black ribbon Marco Verch CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Menschen wollen von anderen geschätzt werden, denn das stärkt das Selbstwertgefühl. Je nach Anlass kann eine kleine Aufmerksamkeit oder auch ein umfangreicheres Geschenk der Firma dies sehr gut leisten. Denn die Freude, die jemand durch das Präsent erfährt, verknüpft dieser automatisch mit dem Unternehmen. So wird eine positive und damit engere Verbindung hergestellt. Motivierte und zufriedene Mitarbeiter arbeiten effektiver und bleiben der Firma länger erhalten. Auf lange Sicht können Sie auf diesem Weg Personalkosten sparen und Fluktuation reduzieren.

Am wirkungsvollsten sind Zuwendungen mit persönlichem Bezug. Das bedeutet, es gibt nicht nur die obligatorische Weihnachtsaufmerksamkeit, sondern auch Präsente zu besonderen persönlichen Ereignissen oder einfach als Dankeschön. Dazu können zum Beispiel zählen:

  • Geburtstag
  • Geburt eines Kindes/Taufe
  • Hochzeit
  • Rückkehr nach einer längeren Krankheit
  • Namenstag
  • Engagierte Leistung

Geschenke und persönliche Zuwendungen kommen besonders gut an, wenn sie mit einem gewissen Überraschungsmoment verbunden sind. Erhalten Ihre Mitarbeiter jedes Jahr das Gleiche, wird das Geschenk mit der Zeit nur noch als eine Geste empfunden oder zu bestimmten Anlässen sogar vorausgesetzt. Es ist deshalb wichtig, dass die Geschenkauswahl folgende Kriterien erfüllt:

  • abwechslungsreich
  • persönlich
  • passend zum Mitarbeiter
  • passend zum Unternehmen
  • hochwertig (nicht gleichzusetzen mit dem Geldwert der Zuwendung)

Welche Zuwendungen sind angemessen?

Mit einem Geschenk transportieren Sie immer eine Botschaft an den Mitarbeiter. Die Wahl der Zuwendung sollte deshalb wohlüberlegt sein. Von Geldgeschenken wird in der Regel abgeraten. Persönliche Zuwendungen erzielen in den meisten Fällen eine bessere Wirkung.

Geldgeschenke

Geldgeschenke wie das bekannte Weihnachtsgeld kommen bei den Beschenkten zwar gut an – sie helfen Ihnen jedoch nicht, die Bindung zwischen Mitarbeitern und Firma zu stärken. In der Regel landet das Geld sofort auf dem Konto, sodass der Akt des Schenkens ausbleibt. Zudem wird die Geldzuwendung dann meistens für die gewöhnlichen Alltagsausgaben genutzt und nicht mit etwas Konkretem assoziiert. Wirksamer ist es, wenn aus dem Geld ein besonderer Gegenstand wird, der den Mitarbeiter an das Unternehmen erinnert.

Sachgeschenke

Lieblose Sachgeschenke wirken genauso wie Geldzuwendungen: Sie erfreuen den Mitarbeiter für kurze Zeit, verfehlen jedoch die eigentlichen Ziele. Um eine angemessene Aufmerksamkeit zu finden, sollten Sie:

  • Zeit investieren
  • individuelle Bedürfnisse oder Wünsche des Mitarbeiters kennen

Ein Beispiel: Eine Flasche Wein oder Champagner aus einem prämierten Sortiment ist ein weit verbreitetes Sachgeschenk. Es passt allerdings nur zu denen, die auch Wein oder Champagner mögen. Zudem sollten Sie wissen, ob Ihr Mitarbeiter roten oder weissen Wein bevorzugt. Wählen Sie den "falschen" Wein, signalisieren Sie dem Mitarbeiter, dass Sie ihn nicht gut kennen. Das Präsent wird so zwar als nette Geste aufgenommen, aber immer mit einem negativen Beigeschmack belastet sein. Wenn Sie wissen, dass Ihr Mitarbeiter Weintrinker ist, aber seinen Geschmack nicht kennen, können Sie natürlich auch auf einen Gutschein zurückgreifen.

Gutscheine

Gutscheine sind ein beliebter Kompromiss. Der Mitarbeiter kann selbst entscheiden, welchen Sachwert er für das Budget kaufen möchte. Dadurch wird einerseits die Wirkung eines individuellen Geschenkes erzielt, das der Mitarbeiter mit dem Unternehmen verbindet. Andererseits sind Sie auf der sicheren Seite, was die Wahl des Präsentes betrifft und vermeiden Fettnäpfchen. Ein zu allgemeiner Gutschein kann allerdings auch als unpersönlich aufgefasst werden.

Die Übergabe

Genauso wichtig wie die Geschenkewahl ist die Übergabe. Holt sich jeder Mitarbeiter sein Präsent an Weihnachten quasi von der Theke ab, wirkt das unpersönlich und mindert die Wertschätzung. Am besten überreichen Manager oder Firmenleiter selbst das Präsent. Einige persönliche Worte bei der Übergabe steigern nicht nur die Wertschätzung, sondern erhöhen auch die Wirkung des Geschenks um ein Vielfaches. Haben Sie persönlich keine Zeit für die Vergabe, bitten Sie Teamleiter oder andere Vorgesetzte um diese Aufgabe. Je persönlicher und individueller die Übergabesituation ist, desto emotionaler und wirkungsvoller ist sie.

Eine gelungene Übergabe:

  • ist persönlich
  • wird von wertschätzenden Worten begleitet
  • bekommt ausreichend Zeit

Tipp: In vielen Fällen werden die Präsente als Sachzuwendung steuerfrei oder steuervergünstigt gewährt. Informationen dazu finden Sie hier.

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