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Mitarbeitergespräch: Wo stehen wir – wohin gehen wir?

Egal in welcher Position, ob Abteilungsleiter (-in), Führungskraft, Teamleiter(-in), HR-Managerin oder Personalentwickler – auf allen Ebenen wird ein Mitarbeitergespräch geführt. Aber Gesprächsführung und Kommunikation wollen gelernt sein. Wie, erfahren Sie in diesem Beitrag!

14.10.2020 Von: WEKA Redaktionsteam
Mitarbeitergespräch

Ohne Dialog ist alles nichts

«Ob eine Beurteilung positive Auswirkungen auf Leistungen und Verhalten hat, entscheidet nicht in erster Linie das ausgewählte System, sondern vielmehr die Art und Weise der Gesprächsführung.» Mit dieser Aussage wird ein wunder Punkt aufgezeigt: Das Mitarbeitergespräch wurde sträflich vernachlässigt.

Die wunderbaren theoretischen Unterlagen - sogar mit Leitfaden zur Gesprächsführung - wurden vom Vorgesetzten in der Schublade liegen gelassen und gewissermassen zur Makulatur degradiert. Da muss die Personalabteilung eingreifen und sicherstellen, dass die Gespräche auch tatsächlich durchgeführt werden, und zwar nicht als notwendiges Übel im Sinne eines Smalltalks, sondern als zielgerichtetes Kommunikations- und Führungsmittel.

Mitarbeitergespräch – Grundsätze und Leitgedanken

Das Mitarbeitergespräch bildet die Basis für eine offene und auf gegenseitigem Respekt und Vertrauen aufgebaute Kommunikation zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitenden. Es beinhaltet im Wesentlichen eine Standortbestimmung und ist zugleich Wegbereiter für einen fruchtbaren und zukunftsgerichteten Dialog. Die Zielsetzungen des heute in allen fortschrittlichen Unternehmungen institutionalisierten Mitarbeitergesprächs lassen sich wie folgt umschreiben:

  • Bilanz ziehen und Standortbestimmung hinsichtlich der Fähigkeiten und Arbeitsleistungen der Mitarbeitenden (Stärken/Schwächen, Zusammenarbeit mit den Vorgesetzten, Teamarbeit)
  • Planung und Vereinbarung von neuen Zielen im jeweiligen Arbeitsbereich
  • Förderung der Mitarbeitenden durch Vereinbarung geeigneter Entwicklungsmassnahmen und Laufbahnplanung
  • Last but not least: Rückmeldung an die Vorgesetzten über ihr Führungsverhalten (wichtig, aber noch nicht überall umgesetzt)

Die Beurteilungskriterien

Damit sich das Mitarbeitergespräch zu einem konstruktiven Dialog entwickeln kann, erfolgt in etlichen Unternehmen neben der Fremd-Beurteilung durch die vorgesetzte Stelle auch eine Selbst-Beurteilung durch die Mitarbeitenden. Beide Partner sollen sich gründlich darauf vorbereiten können und sich dafür genügend Zeit nehmen können. Für das spätere Gespräch sind eine störungsfreie Atmosphäre sowie die Wahrung der Vertraulichkeit absolute «Musts». Folgende Merkmale waren nahezu auf allen Dokumenten enthalten:

  • Zielerreichung
  • Arbeitsverhalten
  • Führungsverhalten
  • Gesamtleistung
  • Mitarbeiterentwicklung
  • Ziele für die nächsten 12 Monate

Den Mitarbeitenden steht das Recht zu, unterschiedliche Meinungen zu einzelnen Sachverhalten auszudrücken. Mit ihrer Unterschrift bestätigen sie, dass sie den Inhalt der Standortbestimmung besprochen haben - aber nicht, dass sie der Beurteilung in allen Punkten unbedingt zustimmen. Die Qualifikationsblätter werden - so die mehrheitliche Praxis der an der Erfa-Tagung vertretenen Unternehmen - anschliessend an das Gespräch von den übergeordneten Vorgesetzten eingesehen, unterschrieben und im Allgemeinen an die Personalabteilung weitergeleitet, wo sie verwahrt werden. Dabei muss dem Datenschutz und der Vertraulichkeit absolute Priorität eingeräumt werden (z.B. Vorgesetztenwechsel).

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