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Lohnausweis: Diese Lohnbestandteile sind zu deklarieren

Arbeitgeber sind verpflichtet, dem Arbeitnehmer einen Lohnausweis auszustellen. In der Regel wird der Lohnausweis im Januar für das vergangene Jahr den Arbeitnehmern zugestellt. Das Aufteilen auf mehrere Lohnausweise ist unzulässig (wo dies aus technischen Gründen unumgänglich ist, ist ein Vermerk unter Ziffer 15 anzubringen: «Einer von ... Lohnausweisen».

07.01.2022 Von: Thomas Wachter
Lohnausweis

Zentrale Punkte

Das Formular ist schweizweit einheitlich. Sprachen: d/f/i oder d/f/e. Der Lohnausweis darf maschinell aus dem Lohnabrechnungsprogramm erstellt werden. Gegenüber der Steuerbehörde müssen auch geringfügige Lohnauszahlungen angegeben werden (keine Geringfügigkeitsgrenze). Der AHV-pflichtige Lohn ist nicht gleichzusetzen mit demjenigen, der gegenüber der Steuerbehörde zu deklarieren ist. Auch im Nebenerwerb erzieltes Einkommen ist steuerbar (in der Steuererklärung kann der Arbeitnehmer einen Pauschalabzug geltend machen). Lediglich Geschenke, soweit sie das gängige Mass nicht übersteigen, sind steuerfrei.

Deklarationspflichtige und nicht deklarationspflichtige Lohnbestandteile

Es sind folgende Lohnbestandteile im Lohnausweis aufzuführen:

Barvergütungen

  • Monatslohn, Stundenlohn.
  • Familienzulagen (in der AHV nicht pflichtig).
  • 13. Monatslohn, Gratifikation, Boni, Provisionen, etc.
  • Überstundenentschädigungen etc.
  • Alle Zulagen wie Nacht- und Sonntagszulagen, Kleiderzulage für Zivilkleider, Anerkennungsprämie für Verbesserungsvorschläge, etc.
  • Dienstalters- und Jubiläumsgeschenke, Bargeschenk beim Bestehen von beruflichen Prüfungen.
  • Lohnbeitrag ans Mittagessen.
  • Barentschädigung für den Arbeitsweg (nur Feld «F» ankreuzen).
  • Bargeschenke (nicht jedoch Naturalgeschenke oder Gutscheine bis CHF 500.– pro Ereignis).
  • Pauschalspesen (immer zu deklarieren, steuerpflichtig nur, soweit diese nicht nachgewiesenermassen als Ersatz für berufsbedingte Auslagen gelten).
  • An die Mitarbeiterin oder den Mitarbeiter ausbezahlte Weiterbildungskosten (können – sofern berufsbezogen – in der Steuererklärung wieder abgezogen werden).
  • Alle Erwerbsausfallentschädigungen, welche über den Arbeitgeber ausbezahlt werden.
  • Trinkgelder, sofern diese einen erheblichen Anteil am Lohn ausmachen.

Naturalleistungen und nicht an den Arbeitnehmer bezahlte Leistungen

  • Kost und Logis z.B. Mahlzeiten am Arbeitsort, Unterkunft am Arbeitsort.
  • Vergünstigte oder gratis Firmenwohnung.
  • Lunchchecks bis CHF 180.– pro Monat (nur Feld ankreuzen).
  • Lunchchecks über CHF 180.– pro Monat.
  • Gratis-Leistungen des Arbeitgebers wie Warenbezüge über ca. CHF 500.– jährlich.
  • Abonnement für den Arbeitsweg, Generalabonnement (sofern dieses nicht für Geschäftsfahrten erforderlich ist).
  • Verwendung des Geschäftsautos auch für private Fahrten (z.B. unbeschränkt oder nur für Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsort).
  • Übernahme von Kosten für das Privatauto (z.B. Leasingraten).
  • Gratis über CHF 500.– oder übermässig vergünstigte Reka-Checks (nicht jedoch Vergünstigungen bis CHF 600.– pro Jahr).
  • Unentgeltlich zugeteilte Mitarbeiteraktien.
  • An den Weiterbildungsanbieter bezahlte Weiterbildungskosten, sofern die Rechnung
    auf den Arbeitnehmer lautet.
  • Übernahme der vollen Kosten für eine Kinderkrippe (das gilt nicht bei blosser Reduktion der Kosten resp. bei einer firmeneigenen Kinderkrippe).

Nicht deklarationspflichtige Leistungen

  • Naturalgeschenke oder Gutscheine bis CHF 500.– pro Ereignis
  • Rabatte auf Waren für den Eigenbedarf im branchenüblichen Rahmen (in der Regel 10 bis 30%)
  • REKA-Checks gratis bis CHF 500.– oder vergünstigt bis CHF 600.– Vergünstigung pro Jahr
  • Privatgebrauch des Mobiltelefons oder des Laptops in beschränktem Rahmen
  • Nicht regelmässige Naturalleistungen wie Einladungen zu Mittagessen etc.
  • Zwischenverpflegungen am Arbeitsort
  • Firmenparkplatz
  • Gratis Dienstkleider und Uniformen
  • Halbtaxabonnement
  • Flugmeilen
  • Spesenentschädigung im Zusammenhang mit Weiterbildungen
  • firmeneigene Kinderkrippenplätze, verbilligte Krippenplätze

Wichtig: Ab Steuerjahr 2022 gilt eine neue Regelung der steuerlichen Deklaration zur Nutzung des Geschäftsautos

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