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Coaching-Falle: So vermeiden Sie die häufigsten Coaching-Fehler

Dieser Artikel behandelt schlechte Coaching-Gewohnheiten, welche Sie vermeiden sollten, wenn Sie coachen. Diese zu kennen, hilft Ihnen, von vorneherein mögliche Coaching-Fallen zu vermeiden.

10.06.2022 Von: Matthias K. Hettl
Coaching-Falle

Coaching-Falle 1

Lassen Sie sich von mangelndem Umsetzungs­willen Ihres Coachees nicht frustrieren

Manchmal gewinnt der Coach den Ein­druck, dass er sich mehr um die Ziele und Bestrebungen des Kunden küm­mert als der Kunde selbst. Es fehlen möglicherweise dem Coachee der Wille und die Disziplin, das zu tun, was er tun müsste, um die Ziele zu erreichen, die er erreichen will. Das ist sicher frustrierend, wenn sich so eine Situation einstellt.

Dieses Gefühl kennen viele Eltern nur zu gut. Wenn ihr Kind zum Beispiel er­klärt, dass es an die Universität gehen will, aber nicht die Disziplin aufbringt, Hausaufgaben zu machen, und zu we­nig lernt. Daher gilt, Sie sollten es ver­meiden, dass Sie sich zu sehr an den Zielen Ihres Coachees orientieren und dann selbst enttäuscht sind.

Sie können bzw. Sie müssen sicher­lich offen und klar über den Mangel an nötigen Bemühungen Ihres Coachees sprechen. Zu empfehlen ist, mit diesen daran zu arbeiten, was möglicherweise vor sich geht, und dann die erforder­lichen Massnahmen einzuleiten und mögliche Blockaden aufzulösen. Wenn Sie sich hingegen über Ihren Coachee ärgern oder ihn während der Coaching-Sitzungen sogar kritisieren, dann ist das nicht sehr professionell und Sie sind in eine der Fallen von schlechtem Coaching geraten. Vermeiden Sie das.

Coaching-Falle 2

Lösen Sie nicht die Probleme Ihres Coachees

Sie können Ihren Coachee auch coa­chen, wenn Sie kein Experte auf sei­nem speziellen Fachgebiet sind. Wenn Sie feststellen, dass Sie Ihr Kunde bit­tet, Sie auf den neuesten Stand in ei­nem speziellen Gebiet zu bringen oder er Sie fragt, wie genau er eine spezielle Arbeit erledigen soll, oder ausführlich über die letzten fachlichen Entwick­lungen, tun Sie möglicherweise Dinge, selbst wenn Sie dies können, die eher weniger mit Coaching zu tun haben und Ihren Coachee nur bedingt weiterbrin­gen.

Wenn Sie diese Art von Fragen behan­deln, dann sprechen wir über Situati­onsfragen. Das kann in einem Einzelfall hilfreich sein, genauso wie ein bisschen Salz eine Mahlzeit aufwerten kann.

Einer der wichtigen Aspekte des Coachings ist, dass Sie keine inhaltlichen Kenntnisse haben müssen, um die Art von Fragen zu stellen, die dem Kunden helfen, sich zu verbessern. Beim Coaching geht es weniger darum, dass Sie zum Lösen von konkreten Aufgaben Ihres Coachees beitragen. Sondern da­rum, ihm dabei zu helfen, diese Aufga­ben selbst besser zu lösen. Also Hilfe zur Selbsthilfe. Das erscheint Ihnen im Moment vielleicht etwas verwunderlich, doch Sie werden feststellen, dass es richtig ist, je mehr Sie coachen. Sobald Sie dies erkennen, wird Coaching für Sie einfacher, effektiver und gewinn­bringender.

Coaching-Falle 3

Klären Sie genau, um was es geht - lassen Sie sich nicht vor den Karren spannen

Wenn Sie einen Auftrag zum Coaching erhalten, geht es im ersten Schritt in der Auftragsklärung immer darum, zu klä­ren, was genau zu tun ist und ob das auch durch Coaching möglich ist. Denn wenn Sie gebeten werden, Mitarbeiter zu coachen, die nicht die nötige Leistung erbringen, wie sie es sollten, kann das auch einen anderen Hintergrund haben.

Sicher kann Coaching helfen, jedoch sollten Sie sich darüber im Klaren sein, ob das auch die richtige Massnahme ist und Sie nicht als externer Coach dahin gehend missbraucht werden, dass Sie die eigentliche Führungsarbeit, welche durch den Vorgesetzten zu erfolgen hat, machen sollen. Dann ist der Coaching-Auftrag ein anderer. Es ist dann besser, die entsprechende Führungskraft darin zu coachen, wie sie die andere Per­son effektiver führen und beeinflussen kann.

Im Rahmen eines Coaching-Projekts habe ich mit einem Kunden zusammen­gearbeitet, der intern ein umfangreiches Programm zur Leistungssteigerung aufgelegt hat, das durch individuelles Coaching unterstützt werden sollte. In diesem Zusammenhang bat mich der Auftraggeber, mit einem seiner Füh­rungskräfte zu sprechen, der nicht an dem Programm teilnahm. Ich sollte ihn darin motivieren, am Programm teilzu­nehmen und selbst Möglichkeiten zur Produktivitätssteigerung in seinem Be­reich zu finden.

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