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Monatslohn: Ferien und Lohnfortzahlung

Beim Monatslohn handelt es sich um einen so genannten Zeitlohn: massgebend ist die geleistete Arbeitszeit und nicht die Arbeitsmenge. Die Lohnzahlung erfolgt regelmässig am Monatsende, meist in gleichen Beträgen. Welche Besonderheiten weiters gelten lesen Sie in folgendem Beitrag.

28.09.2020 Von: Thomas Wachter
Monatslohn

Monatslohn und Ferien

Der Ferienbezug, die Feiertage, die betriebliche Lohnfortzahlung und Kurzabsenzen wie Arztbesuche sind beim Monatslohn leicht zu handhaben: Der Monatslohn wird in der Regel ungekürzt ausbezahlt, auch wenn eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter aus obigen Gründen abwesend ist.

Davon gibt’s allerdings Ausnahmen:

Bei Ferien bestehen in der Regel keine Ausnahmen. Lediglich bei Missbrauch der Ferien, wie beispielsweise Arbeit für einen andern Arbeitgeber während den Ferien würden dem Arbeitgeber ermöglichen, die Lohnzahlung einzustellen.

Feiertage sind nur soweit bezahlt, als es sich um den Sonntagen gleichgestellte Tage handelt. Welche das sind, ist von Kanton zu Kanton verschieden. An den andern Feiertagen gilt Arbeitspflicht, soweit die Arbeitszeit nicht geschenkt ist oder im Rahmen einer Gleitzeitregelung vorgeholt wird.

Monatslohn und Lohnfortzahlungspflicht

Bei Arbeitsverhinderungen kann die Lohnfortzahlung eingeschränkt sein, wie folgt:

Bei Unfall oder Dienstleistungen sind nur 80 % Lohnfortzahlung vorgeschrieben und auch dies nur während einer beschränkten Zeit: 3 Wochen im ersten Anstellungsjahr, anschliessend gemäss der gültigen Skala. Soweit die Unfallversicherung oder die EO Leistungen erbringt, muss der Arbeitgeber keine Lohnfortzahlung leisten.

Bei Krankheit wird’s komplizierter: entweder besteht 100 % Lohnfortzahlungspflicht während der gleichen beschränkten Zeit wie oben, anschliessend gibt’s gar nichts mehr. Oder aber es kann im Rahmen einer Taggeldversicherung ebenfalls die Lohnfortzahlung auf 80 % meist während 2 Jahren festgelegt sein. Zudem sind hier gar noch 2 oder 3 Karenztage ohne Lohnfortzahlung möglich.

Und in allen diesen Fällen gilt die Lohnfortzahlungspflicht meist erst ab dem 4. Anstellungsmonat.

Anders ist die Situation noch im Mutterschaftsurlaub. Hier gilt ohne abweichende Abmachung keine Lohnfortzahlungspflicht des Arbeitgebers, dafür gibt es die Mutterschaftsentschädigung der EO.

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