08.01.2015

Anmeldung Mutterschaftsentschädigung: Das richtige Vorgehen bei der Anmeldung und Berechnung

Die Mutterschaftsentschädigung unterliegt der AHV/IV/EO- und für Arbeitnehmerinnen der ALV-Beitragspflicht. Dieser Beitrag zeigt Ihnen den Weg zur korrekten Anmeldung für die Mutterschaftsentschädigung und bietet Ihnen im Anschluss die Rechner für die Berechnung der Dauer und Höhe der Mutterschaftsentschädigung zum Download bereit.

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Anmeldung Mutterschaftsentschädigung

Anmeldung Mutterschaftsentschädigung

Die Anmeldung für die Mutterschaftsentschädigung ist grundsätzlich durch die Mutter auszufüllen, durch den Arbeitgeber zu ergänzen und von beiden zu unterzeichnen. Der Arbeitgeber leitet das Formular an die Ausgleichskasse weiter.

Anmeldung Mutterschaftsentschädigung bei mehreren Arbeitgebern

War die anspruchsberechtigte Mutter bei mehreren Arbeitgebern beschäftigt, kann sie das Formular durch den Arbeitgeber ihrer Wahl ausfüllen lassen. Von den restlichen Arbeitgebern ist ein zusätzliches Formular ausfüllen zu lassen.

Bescheinigung des Arbeitgebers

(für arbeitslose Frauen ohne Arbeitslosenentschädigung)

Sofern die Mutter im Zeitpunkt der Niederkunft arbeitslos war und kein Taggeld der Arbeitslosenversicherung bezogen hat, muss sie bei ihrem letzten Arbeitgeber eine Bescheinigung über ihren Erwerb in den letzten zwei Jahre einholen und der Anmeldung beilegen. Bei mehreren Arbeitgebern ist pro Arbeitgeber eine entsprechende Bescheinigung einzuholen.

Ausländische Versicherungszeiten

In einem Mitgliedstaat der EU oder der EFTA zurückgelegte Versicherungs- und Beschäftigungs-zeiten werden berücksichtigt. Diese müssen von der Mutter durch Einholung des Formulars E104 beim ausländischen Versicherungsträger nachgewiesen werden.

Beitragspflicht auf der Mutterschaftsentschädigung

Die Mutterschaftsentschädigung unterliegt der AHV/IV/EO- und für Arbeitnehmerinnen der ALV-Beitragspflicht.

Arbeitnehmerinnen, die eine Mutterschaftsentschädigung erhalten, bleiben auch obligatorisch gegen Unfälle (UVG) versichert. Sie sind während dieser Zeit grundsätzlich von der Beitragspflicht befreit. Richtet der Arbeitgeber Zahlungen aus, welche über der Mutterschaftsentschädigung liegen, sind auf seinen Aufzahlungen UVG-Beiträge geschuldet (bis zum höchstversicherten Verdienst von CHF 126'000.-). Sie müssen die Sistierung der Unfalldeckung bei ihrer Krankenkasse nicht aufheben.

Der Versicherungsschutz der beruflichen Vorsorge (BVG) für Arbeitnehmerinnen wird auch während des Mutterschaftsurlaubs im gleichen Umfang weitergeführt. Der bisherige koordinierte Lohn, auf dem die Beiträge erhoben werden, hat somit weiterhin seine Gültigkeit. Die Arbeitnehmerin kann aber die Herabsetzung des koordinierten Lohns verlangen.

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