Absenzenmanagement: Mehrwert für das Unternehmen und gesetzliche Grundlagen
KURZ ZUSAMMENGEFASST
Ein funktionierendes Absenzenmanagement bildet das quantitative Fundament für betriebliches Gesundheitsmanagement und ermöglicht eine professionelle Case-Begleitung kritisch erkrankter Mitarbeitenden. Es liefert nicht nur harte Daten zur Kostenreduktion und Stabilisierung von Versicherungsprämien, sondern steigert durch gezielte Prävention und Führungskompetenz auch die Arbeitszufriedenheit und Produktivität im gesamten Unternehmen.
Die wichtigsten Punkte:
- Systematische Erfassung und Analyse von Abwesenheitsdaten als Basis für Massnahmen.
- Reduktion von Kosten, IV-Fällen und Versicherungsprämien durch präventive Ansätze.
- Stärkung der Mitarbeiterbindung und Motivation durch persönliche Begleitung und externe Beratung.
- Erhöhung der Führungs- und Sozialkompetenz durch situatives Coaching der Vorgesetzten.
- Notwendige Auseinandersetzung mit der Rechtslage zur Minimierung juristischer Risiken.

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Wie schafft ein Absenzenmanagement Mehrwert für das Unternehmen und welche gesetzlichen Grundlagen sind in der Schweiz zu beachten?
Absenzenmanagement als Mehrwert für das Unternehmen und die Mitarbeitenden
Es wurde bereits verschiedentlich auf die unmittelbaren finanziellen Vorteile eines Absenzenmanagements für das Unternehmen hingewiesen. Die weichen Faktoren lassen sich zwar nicht so einfach messen, führen aber dennoch zu einer Optimierung des Humankapitals, was sich letztlich wieder im Betriebsergebnis widerspiegelt.
Das Absenzenmanagement schafft einen Mehrwert für das Unternehmen und auch für die Mitarbeitenden.
- Es liefert genaue Daten über den Verlauf der Abwesenheit.
- Es deckt durch eine medizinische und auf Fakten basierte Analyse mögliche betriebliche Ursachen von physischen und psychischen Erkrankungen sowie organisatorischen und führungsmässigen Dysfunktionen auf.
- Es liefert dem Unternehmen Fakten für die Ausarbeitung der Schwerpunkte von Präventionsmassnahmen.
- Die durch Absenzen verursachten Kosten werden reduziert.
- Die Versicherungsprämien werden stabilisiert oder gesenkt.
- Die Anzahl der IV-Fälle zulasten der Pensionskasse wird reduziert.
- Die Wertschätzung, welche den Mitarbeitenden durch das Programm entgegengebracht wird, steigert die Arbeitszufriedenheit, die Leistungsbereitschaft und die Motivation.
- Eine erhöhte Motivation steigert die Produktivität und reduziert die Fluktuationsrate.
- Es gewährleistet den Leistungserhalt und die Leistungssteigerung, indem Mitarbeitenden die Möglichkeit für eine externe Beratung in Bezug auf psychische Belastung, rechtliche Fragen aus dem Alltag, Unterstützung bei Führungsfragen geboten wird.
- Es stellt eine persönliche Begleitung der arbeitsunfähigen Mitarbeitenden während der gesamten Dauer der Abwesenheit sicher.
- Durch situatives Coaching der Führungskräfte wird deren Führungs- und Sozialkompetenz erhöht.
Gesetzliche Grundlagen für ein Absenzenmanagement
Oft mag die Frage auftauchen, wie die Rechtslage für ein betriebliches Absenzenmanagement aussieht.
Initianten eines Konzepts Absenzenmanagement müssen sich vorgängig mit dieser Thematik auseinandersetzen, um kritische Fragen kompetent beantworten zu können. Die Prüfung allfälliger juristischer Risiken ist einerseits Grundlagenarbeit für den Entscheidungsprozess bezüglich Einführung eines Absenzenmanagements, andererseits ebenfalls ein Kommunikationselement gegenüber den Mitarbeitenden, wenn es um die Einführung eines solchen Programms geht.
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Checkliste
- Bestehende Abwesenheitsdaten quantitativ erfassen und analysieren.
- Juristische Risiken prüfen und die Rechtslage für das Konzept klären.
- Ein Konzept zur medizinischen und faktenbasierten Ursachenanalyse erstellen.
- Massnahmen zur Reduktion betrieblicher und organisatorischer Dysfunktionen definieren.
- Externe Beratungsstellen für psychische Belastungen und rechtliche Fragen identifizieren.
- Ein Programm zur persönlichen Begleitung arbeitsunfähiger Mitarbeitenden aufsetzen.
- Schulungsprogramme für Führungskräfte zum situativen Coaching planen.
- Kommunikationsstrategie gegenüber den Mitarbeitenden zur Einführung entwickeln.
- Präventionsmassnahmen basierend auf den gesammelten Fakten ausarbeiten.
- Erfolgskontrolle bezüglich Kosten, IV-Fällen und Arbeitszufriedenheit etablieren.
FAQ: Absenzenmanagement
Welchen konkreten Mehrwert bietet ein Absenzenmanagement für KMU?
Es reduziert direkte Kosten und Versicherungsprämien, senkt die Anzahl IV-Fälle und steigert gleichzeitig die Produktivität sowie die Motivation der Belegschaft durch bessere Betreuung und Führung.
Wie geht das Absenzenmanagement mit psychischen Erkrankungen um?
Durch eine faktenbasierte Analyse betrieblicher Ursachen und die Bereitstellung externer Beratungsmöglichkeiten für psychische Belastungen, ergänzt durch eine persönliche Begleitung während der gesamten Abwesenheit.
Welche gesetzlichen Grundlagen sind bei der Einführung zu beachten?
Initianten müssen die Rechtslage vorab prüfen, um juristische Risiken zu minimieren und die Einführung des Programms gegenüber den Mitarbeitenden kompetent und transparent kommunizieren zu können.
Wie wird die Führungsqualität durch das Absenzenmanagement verbessert?
Durch situatives Coaching erhalten Führungskräfte Unterstützung bei Führungsfragen, was ihre Sozialkompetenz und Fähigkeit zur Betreuung erkrankter Mitarbeitenden erhöht.
Ist das Absenzenmanagement nur für grosse Unternehmen relevant?
Nein, da es als quantitative Grundlage für gezielte Massnahmen dient, profitieren auch KMU von der Reduktion von Kosten, der Stabilisierung von Prämien und der Optimierung des Humankapitals.