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Präsentismus: Arbeiten, obwohl man krank ist

Präsentismus verursacht enorme Kosten für die Unternehmen und schadet der Gesundheit der Beschäftigten. Das Human Resource Management, die Führungskräfte und flexible Arbeitsbedingungen können dazu beitragen, die Präsentismus-Rate zu senken.

03.11.2020 Von: Dr. Alexandra Arnold
Präsentismus

Präsentismus

Von Präsentismus spricht man, wenn Beschäftigte trotz Krankheit zur Arbeit kommen. Präsentismus kann somit anhand der Dimensionen «An-/Abwesenheit» und «Gesundheitszustand» beschrieben werden und grenzt sich von drei verwandten Konzepten ab: Absenz, Präsenz und Absentismus. Präsenz beschreibt die Anwesenheit am Arbeitsplatz in gesundem Zustand, unter Absenz versteht man das Fernbleiben von der Arbeit aufgrund von Krankheit, und Absentismus bezieht sich auf gesunde Beschäftigte, welche nicht zur Arbeit kommen.

Abstufungen des Gesundheitszustandes

Allerdings ist die Aufteilung in gesund versus krank nicht immer eindeutig. Denn der Gesundheitszustand einer Person kann besser als Kontinuum verstanden werden. Somit ergeben sich für den Arbeitskontext anhand vier verschiedener Abstufungen drei Stufen der Arbeitsfähigkeit: a) volle Leistungsfähigkeit der zweifellos gesunden Beschäftigten, b) beeinträchtigte Leistungsfähigkeit bei relativer Krankheit respektive bedingter Gesundheit (Graubereich) und c) stark eingeschränkte Leistungsfähigkeit bei zweifellos kranken Beschäftigten. Je nach Forschungsansatz schliesst Präsentismus diejenigen Personen im Graubereich mit ein oder nicht.

Warum kommen Mitarbeitende krank zur Arbeit?

Vor allem Beschäftigte in Jobs mit hohen Arbeitsanforderungen und geringen Ressourcen tendieren zu mehr Präsentismus. Wissen Beschäftigte, dass ihre Arbeit wichtig ist für das Unternehmen, aber nicht von anderen übernommen werden kann, kommen sie häufiger krank zur Arbeit. Auch verspüren Beschäftigte, welche in Teams arbeiten, oft eine implizite Verpflichtung gegenüber anderen Teammitgliedern. Da man die anderen Teammitglieder nicht im Stich lassen und ihnen nicht zusätzliche Arbeit aufbürden möchte, geht man trotz Krankheit zur Arbeit.

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