Unsere Webseite nutzt Cookies und weitere Technologien, um die Benutzerfreundlichkeit für Sie zu verbessern und die Leistung der Webseite und unserer Werbemassnahmen zu messen. Weitere Informationen und Optionen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Ok
Weka Plus

Konfliktvermeidung: Mit schwierigen Menschen klarkommen

Wer kennt sie nicht: Menschen, mit denen fast jede Begegnung zum Hürdenlauf wird. Kollegen, die ständig etwas missverstehen, Familienmitglieder, die herumnörgeln oder beleidigen. Wie kann man mit diesen Menschen so umgehen, dass man dabei nicht auf der Strecke bleibt? Schlagfertigkeit? Ein dickes Fell? Hier ein paar Tipps zur Konfliktvermeidung für alle, die unter Cholerikern, Drama-Queens und Dauernörglern leiden.

05.09.2022 Von: Silke Weinig
Konfliktvermeidung

Konfliktvermeidung

Gleich vorweg: Schwierige Personen darauf hinzuweisen, dass man sie als anstrengend erlebt, oder sie gar um eine Veränderung zu bitten, ist zu 100 Prozent vergebene Liebesmüh! Warum? Mit grosser Sicherheit wird der Person überhaupt nicht bewusst sein, dass sie schwierig ist. Besser ist es daher, Strategien zu entwickeln, wie Sie mit diesen Menschen umgehen. Das schont Ihre Nerven und bewahrt Ihre geistige Gesundheit, da es schwierigen Menschen ansonsten immer wieder gelingt, negative Gefühle in Ihnen auszulösen.

Es ist hilfreich, zu klären, mit welchem Typus von Plagegeist man zu tun hat. Sicher, die Charakterzüge unserer unangenehmen Zeitgenossen treten selten in Reinform auf. Meist treffen wir auf «Mischwesen». Dennoch − wenn wir das Grundmuster des Quälgeists erkannt haben, können wir beginnen, Strategien für den künftigen Umgang zu entwickeln. So haben wir die Möglichkeit, souverän emotionale Distanz zu bewahren, damit wir uns nicht persönlich angegriffen, verletzt, übervorteilt oder ausgenutzt fühlen.

Der Egoist

Egoisten befinden sich in einem ständigen Wettbewerb. Sie wollen immer gewinnen und benutzen jede Art von Beziehung, Konversation oder Aktivität als Aktionsfeld für ihre Wettbewerbsspielchen, um sich als die Besseren zu beweisen. Egoisten kommandieren gerne und spielen oft den Boss. Sie können nicht gut zuhören und kennen keine Kompromisse. Egoisten setzen oft sehr erfolgreich ihren Willen durch, da sie wie Dampfwalzen Gegenargumente oder andere Ideen plattmachen. Ihr Selbstbewusstsein kann einschüchternd wirken. Sie argumentieren gerne schwarzweiss und manipulieren, bis der Gesprächspartner einknickt.

Bieten Sie Egoisten keine Angriffsfläche! Kontrollieren Sie sich gut, zeigen Sie keine Schwächen und befeuern Sie die Angriffslust des Egoisten nicht mit Gegenargumenten – egal, wie vernünftig diese sind. Der Egoist braucht viel Aufmerksamkeit – im Grunde ist er sehr einsam. Auch wenn es Ihnen widerstrebt: Bieten Sie ihm die Bühne, hören Sie aufmerksam zu, und falls er etwas Sinnvolles sagt, geben Sie eine positive Rückmeldung. Ein Lob oder Kompliment macht ihn möglicherweise zugänglicher für Gegenargumente. Bleiben Sie freundlich und halten Sie Augenkontakt, ohne zu fixieren. Aber lassen Sie nicht zu, dass der Egoist Sie dominiert.

Der Choleriker

Ohne Vorwarnung zu explodieren, ist typisch für Choleriker. Sie gehören zur Gattung der Rechthaber und wirken oft genervt oder schlecht gelaunt. Choleriker sind sehr impulsiv und damit leicht erregbar. Viele schaffen es kaum bis gar nicht, ihre negativen Gefühle zu kontrollieren. Choleriker sind unsichere Menschen, die sich nach Zuneigung und Anerkennung sehnen. Die kleinste Kritik kann ihr zerbrechliches Ego zum Einsturz bringen. Choleriker reagieren mit Trotz und schlagen verbal mit Beleidigungen um sich.

Bei sich selbst zu bleiben und adäquat sowie besonnen zu reagieren, ist das Wichtigste, wenn ein Choleriker erst einmal in Fahrt gekommen ist. Da hilft nur, den Tornado an sich vorbeiziehen zu lassen und nichts in die Glut zu werfen, was zur nächsten Explosion führen könnte. Achten Sie lieber auf eine gute Psychohygiene für sich selbst. Nehmen Sie bloss nichts persönlich! Sobald der Choleriker abgekühlt ist, können Sie einen neuen Gesprächsversuch starten, aber achten Sie auf mögliche Tretminen. Für eine gute Psychohygiene ist es auch wichtig, dem Choleriker Grenzen zu setzen: Falls er Sie verbal angegriffen hat, sollte er das in seiner «Ruhephase » erfahren. Erwarten Sie aber keine Entschuldigung, als Rechthaber und Besserwisser ist das für Choleriker unmöglich.

Jetzt weiterlesen mit Weka+

  • Unlimitierter Zugriff auf über 1100 Arbeitshilfen
  • Alle kostenpflichtigen Beiträge auf weka.ch frei
  • Täglich aktualisiert
  • Wöchentlich neue Beiträge und Arbeitshilfen
  • Exklusive Spezialangebote
  • Seminargutscheine
  • Einladungen für Live-Webinare
ab CHF 24.80 pro Monat Jetzt abonnieren Sie haben schon ein W+ Abo? Hier anmelden
Newsletter W+ abonnieren